Grundlagen der Biochemie: Proteine, Lipide und Stoffwechselwege

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Die Primärstruktur von Proteinen

  • Besteht aus der spezifischen Abfolge von Aminosäuren in einem Protein.
  • Wird durch Peptidbindungen zusammengehalten.

Die Sekundärstruktur von Proteinen

  • Wird durch Wasserstoffbrückenbindungen zwischen Amino- und Carboxylgruppen stabilisiert.
  • Bildet reguläre und repetitive Strukturen der Polypeptidkette (z. B. Alpha-Helix oder Beta-Faltblatt).

Tertiär- und Quartärstruktur von Proteinen

  • Stabilisiert durch nicht-kovalente Wechselwirkungen (z. B. hydrophobe Wechselwirkungen, Ionenbindungen).
  • Disulfidbrücken verleihen dem Protein eine größere thermische Stabilität.
  • Proteine können durch chemische Einwirkungen (z. B. Harnstoff oder β-Mercaptoethanol) destabilisiert/denaturiert werden.

Eigenschaften von Proteindomänen

  • Domänen sind oft unabhängige Einheiten innerhalb der Tertiärstruktur.
  • Eine Proteindomäne verfügt oft über separate Funktionen.
  • Domänen findet man in verschiedenen Proteinen (modulare Bauweise).

Myoglobin und Hämoglobin

  • Beide Proteine besitzen die gleiche prosthetische Gruppe (Häm).
  • Die Quartärstruktur des Hämoglobins ermöglicht eine komplexere Funktion und Regulation (kooperative Bindung).

Struktur und Funktion von Kollagen

  • Die einzelnen Kollagen-Helices sind in einer Tripelhelix durch Wasserstoffbrückenbindungen stabilisiert.
  • *Hydroxyprolin* und *Hydroxylysin* sind wichtige Komponenten, die dem Kollagen-Molekül eine größere Faserstabilität verleihen.
  • Kollagenfasern werden durch die regelmäßige, versetzte Anordnung von Tropokollagen-Einheiten gebildet.

Eigenschaften von Keratin

  • Keratine sind reich an hydrophoben Aminosäuren und Cystein.
  • Alpha-Helices bilden Dimere, die sich zu Faserstrukturen verbinden.
  • Disulfidbrücken stabilisieren die Faserstrukturen (z. B. in Haaren und Nägeln).

Faserige Proteine und Filamente

  • Aktinfilamente (Mikrofilamente) werden durch globuläre Aktin-Proteine gebildet.

Essenzielle Fettsäuren und ihre Bedeutung

  • Linolensäure gehört zur **Omega-3 (ω-3)**-Reihe.
  • Linol- und Linolensäure sind essenzielle Fettsäuren.
  • Sie sind wichtige Bestandteile der Phospholipide in Zellmembranen.
  • Arachidonsäure ist ein Vorläufer wichtiger metabolischer Regulatoren (Eicosanoide).

Membranlipide und Signaltransduktion

  • *Phosphatidylinositol* ist an der Signaltransduktion beteiligt.
  • Ein **Cerebrosid** ist ein Ceramid, das Glukose oder Galaktose als polare Kopfgruppe trägt.

Substratkettenphosphorylierung

  • Tritt während der Glykolyse auf (bei der Synthese von Pyruvat).
  • Ist ein zentraler Mechanismus in Fermentationsprozessen.
  • Tritt im Zitronensäurezyklus auf (Umwandlung von Succinyl-CoA zu Succinat).

Glykogenstoffwechsel (Glykogenolyse)

  • Die Glykogenolyse wird bei niedrigem Blutzuckerspiegel aktiviert.
  • Die Glykogenolyse produziert direkt **Glucose-1-Phosphat**.

Die Glykolyse

  • Findet im Zytosol statt (nicht in der mitochondrialen Matrix).
  • Verschiedene Dehydrogenasen katalysieren Reaktionen in diesem Stoffwechselweg.

Bedeutung der Fermentation

  • Dabei wird Pyruvat reduziert.
  • Die Hauptrolle in der Zelle ist die Regeneration von **NAD+**.
  • Es werden netto 2 ATP pro Molekül Glucose generiert.

Acetyl-CoA: Zentrale Stoffwechselrolle

  • Der Pyruvatdehydrogenasekomplex produziert Acetyl-CoA.
  • Acetyl-CoA tritt in den Zitronensäurezyklus ein, indem es mit Oxalacetat zu Citrat reagiert.
  • Acetyl-CoA kann für die Synthese von Lipiden verwendet werden.

Die Elektronentransportkette

  • Elektronen werden über die Komplexe I, III und IV in der inneren Mitochondrienmembran transportiert, wobei O₂ zu Wasser reduziert wird.
  • Protonen (H+) werden von den Komplexen I, III und IV in den Intermembranraum gepumpt.

Oxidative Phosphorylierung

  • Der elektrochemische Protonengradient wird durch die Anreicherung von Protonen im Intermembranraum erzeugt und treibt die ATP-Synthese an.
  • Der Komplex der **ATP-Synthase** nutzt den Rückfluss von H+ (Protonen) für die ATP-Synthese.
  • Für jedes oxidierte NADH werden theoretisch 3 ATP erzeugt.

Die Glukoneogenese

  • Synthese von Glucose ausgehend von Pyruvat.
  • Die Pyruvat-Carboxylase produziert Oxalacetat aus Pyruvat.
  • Es werden netto 6 ATP-Äquivalente pro synthetisiertem Glucose-Molekül verbraucht.

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