Grundlagen des Finanzsystems: Geld, Banken und Märkte

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Definitionen von Geld

Gesetzliches Zahlungsmittel: Geld, das von einer Institution ausgegeben wird, die das Monopol auf die Emission und Form von Münzen oder Scheinen besitzt.

Bankgeld: Indirekte Anlagevermögenswerte und Finanzintermediäre, die allgemein als Zahlungsmittel akzeptiert werden:

  • Sichteinlagen: Leicht verfügbar.
  • Spareinlagen.
  • Termineinlagen: Fremdkapital mit fester Laufzeit, das vor Ablauf nur unter Strafzahlung verfügbar ist.

Finanzintermediäre und Geldschöpfung

  • Banken: Haben die Fähigkeit, Geld zu schaffen; ihre Vermögenswerte werden als Zahlungsmittel akzeptiert.
  • Nicht-Banken: Haben vermittelnde Funktionen (z. B. Versicherungen, Investmentgesellschaften).

Finanzmärkte

Primärmarkt: Hier werden Finanzanlagen erstmals gehandelt.
Sekundärmarkt: Hier findet der Handel mit bereits emittierten Wertpapieren statt.

Hinweis: Steigende Zinsen führen zu einer sinkenden Nachfrage nach Geld, da Kredite teurer werden.

Fiduziarisches Geld

Banknoten und Münzen basieren nicht auf einem inneren Wert (wie Gold oder Silber), sondern auf dem Vertrauen in die staatliche Erklärung und die zukünftige Akzeptanz als Zahlungsmittel.

Funktionen des Geldes

  • Tauschmittel: Erleichtert den Handel, da kein direkter Tausch von Gütern nötig ist.
  • Recheneinheit: Ermöglicht die Bewertung von Gütern und Dienstleistungen.
  • Wertaufbewahrungsmittel: Geld ist ein hochliquider Vermögenswert.

Finanzielle Risiken und Anlageformen

Unsystematisches Risiko: Kann durch interne Faktoren eines Unternehmens oder einer Branche entstehen.

Pensionsfonds (Fonds A vs. E): Unterscheiden sich in der Asset-Allokation. Fonds E investiert konservativ in festverzinsliche Anlagen (geringes Risiko), während Fonds A bis zu 80 % in Aktien investiert (hohes Risiko, hohe Renditechancen).

Geldpolitik und Transmission

Expansive Geldpolitik: Erhöht die Geldmenge, verschiebt die Geldangebotskurve nach rechts und senkt den Zinssatz.

Restriktive Geldpolitik (Beispiel):

  • Die Zentralbank erhöht die Mindestreserveanforderungen.
  • Dies führt zu einer mehrfachen Kontraktion der Geldmenge.
  • Am Geldmarkt verschiebt sich das Angebot nach links, Zinsen steigen, das Kreditvolumen sinkt.
  • Investitionen und zinssensitive Komponenten (z. B. Konsumgüter) werden reduziert.

Finanzintermediäre im Detail

Definition: Institutionen wie Banken, die Einlagen von Haushalten und Unternehmen entgegennehmen und als Kredite weitergeben.

  • Nachfrager: Einheiten, die Kredite oder Girokonten benötigen.
  • Anbieter: Unternehmen oder Haushalte, die ihr Geld gegen Zinsen anlegen.

Gründe für Finanzintermediäre

  1. Reduzierung von Informations- und Transaktionskosten.
  2. Diversifikation von Risiken.
  3. Zusammenführung von Angebot und Nachfrage.

Bankwesen und Kennzahlen

Mindestreserve: Der Anteil der Einlagen, den Banken als liquide Mittel bei der Zentralbank halten müssen.

Mehrfache Geldschöpfung: Die Zentralbank bestimmt die Reserven, und das Bankensystem multipliziert diese durch Kreditvergabe zu einer größeren Geldmenge.

Finanzielle Vermögenswerte: Wertpapiere, die für den Käufer Vermögen und für den Emittenten eine Verbindlichkeit darstellen.

Zusammenhang: Rendite, Liquidität und Risiko

  • Rendite: Ertrag einer Investition über einen Zeitraum.
  • Risiko: Die Möglichkeit, dass die tatsächliche Rendite unter der erwarteten liegt.
  • Liquidität: Leichtigkeit der Umwandlung in Bargeld.

Beziehung: Höheres Risiko bedeutet meist höhere Rendite, aber geringere Liquidität.

Festverzinsliche Wertpapiere

Anleihen sind langfristige Schuldverträge mit festen Zahlungsströmen. Rendite und Risiko hängen stark vom Emittenten ab.

Beispiel: Anleihebewertung

Anleihe der Airline "Condor": Laufzeit 8 Jahre, Nennwert 6.000 $, Kupon 7,5 %, Rendite 6 %.

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