Grundlagen der Karosserieinstandsetzung
Materialien im Karosseriebau
Die Karosserie besteht primär aus Stahl, Aluminium und Kunststoff.
Physikalische Materialeigenschaften
Die Auswahl erfolgt nach mechanischen Funktionen wie Härte, Zähigkeit, Abriebfestigkeit oder Formbarkeit.
Chemische Beständigkeit
Die Auswahl erfolgt nach der Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen, Flüssigkeiten, Korrosion und chemischer Zersetzung.
Eigenschaften von Kunststoffen
Kunststoffe bieten hervorragende Gestaltungsmöglichkeiten, hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit, Korrosionsbeständigkeit, Alterungs- und Temperaturbeständigkeit sowie hohe Elastizität und Festigkeit gegenüber Benzin, Fetten und Ölen.
Fertigung der Karosserie
Der Prozess gliedert sich in zwei Gruppen: Umformung sowie Montage oder Verbindung der Bleche. Moderne Karosseriebleche bestehen aus gewalztem Stahl mit einer Stärke zwischen 0,6 und 0,8 Millimetern.
Karosserie-Reparatur
Stahl kann durch äußere Krafteinwirkung verformt werden:
- Elastische Verformung: Bei geringer Krafteinwirkung kehrt das Material nach Entlastung in seine ursprüngliche Form zurück.
- Plastische Verformung: Übersteigt die Kraft die Streckgrenze, bleibt das Material dauerhaft verformt.
Werkzeuge für den Karosseriebauer
Zur Ausrüstung gehören:
- Perkussionswerkzeuge (Hämmer)
- Passive Werkzeuge (Dollys)
- Hydraulische Ausrüstung
- Mess- und Richtgeräte
Perkussionswerkzeuge
Diese dienen dazu, Verformungen durch gezielte Schläge zu reduzieren. Der Ausrichtungshammer wird in Kombination mit einem Dolly eingesetzt, um die Oberfläche durch gezielte Krafteinwirkung zu glätten.
Technik des Blechschlagens
Um Verformungen mit hohem Widerstand zu reduzieren, erfolgt der Schlag aus dem Unterarm, wobei der Ellbogen als Drehpunkt dient. Durch wiederholtes Schlagen wird das Material in Richtung des zu bearbeitenden Bereichs bewegt und anschließend mit einer Feile überprüft.