Grundlagen der Kommunikation und Persönlichkeitswahrnehmung

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Die Wahrnehmung der Persönlichkeit

Die Wahrnehmung der Persönlichkeit ist das Ergebnis der Aufnahme durch die Sinne – ein Bild, ein Gefühl oder ein Eindruck von einer Person im Außen. Die selektive Wahrnehmung ist hierbei ein entscheidendes Ereignis.

Faktoren der Persönlichkeitswahrnehmung

  • Vorurteile (Prejuicio): Ein Urteil über jemanden fällen, bevor man ihn wirklich kennt.
  • Halo-Effekt: Ein einzelnes Merkmal beeinflusst die gesamte Haltung und Beurteilung einer Person über die Zeit hinweg.
  • Reihenfolge der Information: Unterschiedliche Urteile entstehen je nachdem, in welcher Abfolge Informationen über dieselbe Person aufgenommen werden.
  • Stereotype: Allgemein akzeptierte Denkmuster und Vorstellungen über Menschen innerhalb einer bestimmten Gruppe.
  • Erwartungen: Wir kreieren Erwartungen an eine Person, noch bevor wir sie kennen, und versuchen diese im Nachhinein zu bestätigen.

2.3 Arten der Kommunikation

Vertikale Kommunikation

Die vertikale Kommunikation findet zwischen Vorgesetzten und Angestellten statt (oder umgekehrt).

  • Vertikale, aufsteigende Kommunikation (ascendente): Sie geht von den Mitarbeitern aus und richtet sich an die Führungskräfte. Dadurch lernen die Führungskräfte Probleme, Ideen und Beschwerden ihrer Mitarbeiter kennen, was diese wiederum motiviert. Dies schafft ein gutes Arbeitsumfeld. Sie ist nicht sehr verbreitet und erfolgt meist durch Umfragen, Anregungen oder Sitzungen.
  • Vertikale, absteigende Kommunikation (descendente): Sie entspringt in der Führungsebene und richtet sich an die Untergebenen. Das Unternehmen nutzt sie, um Mitarbeiter zu motivieren, zu koordinieren und über Aufgaben sowie Ziele zu informieren. Sie wird häufig verwendet, um Befehle zu erteilen. Die Umsetzung erfolgt durch Briefe, interne Post, Treffen oder die Mitarbeiterzeitung.

Horizontale Kommunikation

Die horizontale Kommunikation ist die Übertragung von Informationen zwischen Personen der gleichen hierarchischen Ebene oder zwischen Personen unterschiedlicher Ebenen, die verschiedenen Abteilungen angehören und nicht unmittelbar voneinander abhängig sind. Sie entsteht auf spontane Weise und ist direkt und ehrlich, da man unter Kollegen (Peers) kommuniziert.

Formelle und informelle Kommunikation

Formelle Kommunikation

Die formelle Kommunikation wird vom Unternehmen strukturiert geschaffen. Sie berücksichtigt die Hierarchie und die jeweilige Position der Mitarbeiter.

Informelle Kommunikation

Die informelle Kommunikation entsteht spontan durch zwischenmenschliche Beziehungen außerhalb der hierarchischen Ebenen (z. B. Kaffeepausen, Mittagessen). Informationen werden schnell und ohne Angst über inoffizielle Kanäle übermittelt. Es bilden sich Gruppen mit ähnlichen Werten, Ideen und Gedanken.

Hinweis: Informelle Kommunikation kann zu Gerüchten führen, welche die ursprüngliche Botschaft verzerren. Wenn die gesamte Kommunikation in einem Unternehmen informell ist, führt dies zu Chaos und Ineffizienz. Ist sie rein formell, führt dies zur Bürokratisierung. Daher sind beide Arten notwendig und sollten sich gegenseitig ergänzen.

2.4 Nonverbale Kommunikation

Die nonverbale Kommunikation nutzt keine sprachlichen Zeichen zur Informationsübermittlung. Sie gibt uns Aufschluss über die Persönlichkeit des Kommunizierenden. Um effektiv zu sein, sollte eine Kohärenz zwischen der verbalen und der nonverbalen Sprache bestehen.

  • Gesichtsausdrücke: Zwinkern, Blicke, Lachen.
  • Körperbewegungen: Beinstellung, Hände, Kopfhaltung.
  • Physische Aspekte: Kleidung, Hygiene, Auftreten.

2.5 Ansätze und Techniken der Kommunikation

Kommunikation ist nicht nur der Austausch von Informationen; Menschen kommunizieren auch, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen.

  • Aggressive Haltung: Das Aufzwingen der eigenen Position; resultiert oft aus Hass, Wut oder Unsicherheit.
  • Passive Haltung: Anderen die Entscheidung überlassen; resultiert ebenfalls oft aus Hass, Wut oder Unsicherheit.
  • Assertive Haltung (Bestimmtheit): Die eigenen Rechte und Interessen verteidigen und dabei andere Gesichtspunkte respektieren; führt zu gegenseitiger Wertschätzung und Respekt.

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