Grundlagen und Konzepte der Schulorganisation
Grundlagen der Schulorganisation
1. Konzept der Schulorganisation
Aus dem operativen Blickwinkel bezieht sich die Schulorganisation auf die Untersuchung der Wechselwirkung der Komponenten innerhalb der schulischen Realität. Das Objekt der Untersuchung ist darauf konzentriert, die beste Leistung eines pädagogischen Projekts zu erzielen.
2. Der Begriff der Schulorganisation nach der UNESCO
Die UNESCO stellt eine doppelte Norm auf:
- Systemebene: Die Schulaufsichtsbehörden versuchen, die verschiedenen Elemente, die zur internen Verbesserung eines Schulsystems beitragen, neu zu gruppieren und zu artikulieren.
- Zentrums-Ebene: Hierbei wird methodisch die maximale Kohärenz im Funktionieren der verschiedenen Elemente untersucht, um die Ziele der Institution zu erreichen.
3. Zweck und Inhalt der Schulorganisation
Die Schulorganisation übernimmt zunehmend eigene Aufgaben. Sie ergibt sich aus dem Bereich der allgemeinen Organisation und konzentriert sich stärker auf die Haushaltspläne und die inhaltliche Ausgestaltung, auch wenn einige Themenbereiche allen gemein sind.
- Materielles Objekt: Gilt für die Schule und die globale Realität als Ganzes – von einer Einrichtung oder Institution, die Bildungsmaßnahmen in verschiedenen Formen (formale, nicht-formale oder informelle Bildung) ausübt.
- Formelles Objekt: Dieses liegt in der Natur der Erkenntnis selbst, definiert durch das Wissensfeld und den verfolgten Zweck.
4. Definition nach Davis, Medina, Garcia und Rubio
"Die Schulorganisation ist eine systematisierte Reihe von Regeln und Vorschriften, die aus eigenem Recht Elemente verbindet, die am Unterricht beteiligt sind. Sie bindet diese an die Ziele des direktionalen Kerns der Schule und vereint sie in einem gemeinsamen Ziel."
Es besteht eine Interdependenz zwischen den Wissenschaften, obwohl sie unabhängig sind. Die Lehre hat einen dynamischen Charakter. Die Schulorganisation wird oft als statischer Faktor (Entsorger) betrachtet, während sich die Dynamik auf die Anordnung der Elemente bezieht. Beide dienen jedoch dem gleichen Bildungszweck und ergänzen sich. Während die Lehre die Tätigkeit ausübt, kümmert sich die Schulorganisation um die optimalen Rahmenbedingungen wie soziales Klima, institutionelle Kultur, Interaktionen, Führung und Konfliktmanagement.
5. Bereiche der Schulorganisation
Das Bildungssystem umfasst nationale, regionale, Bezirks- oder lokale Ebenen. Die Schulbehörde agiert auf verschiedenen Ebenen in Übereinstimmung mit dem System.
Schulen sind komplexe Organisationen mit erzieherischen Inhalten. Durch Rationalitätskriterien, Prozessdefinitionen, Standards sowie die Zuweisung von Aufgaben und Befugnissen wird ein spezifisches situatives Klima und eine kulturelle Umwelt geschaffen, die sie von anderen Organisationen unterscheidet.
6. Konzepte der Schulorganisation
- Bildungspolitik: Politische Aspekte und soziale Ausrichtung der Bildung im makro-institutionellen Rahmen des Staates (Verfassung, Gesetze). Sie beeinflusst die Praxis, jedoch nicht die theoretische Perspektive.
- Bildungsverwaltung: Realisierung der Bildungspolitik. Ziel ist es, sozio-politische Erwartungen durch Gesetze und Rechtsvorschriften umzusetzen.
- Planung und Überwachung: Maximierung der Effizienz und Effektivität der Ressourcen. Planung erfordert Entscheidungen; Supervision bewertet deren Auswirkungen.
- Unterschied zwischen SO und Bildungsverwaltung: Die Verwaltung arbeitet im Makrobereich, die Schulorganisation (SO) im Mikrobereich (bestimmte Schule).
- Bildungsmanagement: Maßnahmen auf mikro-institutioneller Ebene, die direkt aus der organisatorischen Handlung folgen.
- Schulrecht: Ziel ist die Erreichung der staatlichen politischen Bildungsziele.
Ansätze zur Erforschung der Schule
1. Bildung als zentrale Referenz
Der Begriff der Bildung ist die wichtigste Referenz für das Konzept der Schule. Die Schule entstand aus dem Förderbedarf der menschlichen Evolution. Bildung ist ein Prozess, der Menschen beeinflusst, jedoch oft diffus und inhaltlich komplex ist.
- Spontane Bildung: In primitiven Gesellschaften unsystematisch.
- Formale Bildung: Wurde durch zunehmende Komplexität und die Notwendigkeit, Erfahrungen bewusst zu vermitteln, zur Notwendigkeit.
Interventionsprozesse werden als bewusste, eigenständige Verfahren mit definierten Zielen systematisiert. Die Erziehung spezialisiert sich in der Institution Schule, die aus familiären und religiösen Strukturen hervorging. Einflussfaktoren sind die Familie sowie soziale und kulturelle Umweltfaktoren.
2. Die Schule als gesellschaftliches Subsystem
Bildung ist ein System miteinander verknüpfter Elemente mit einem gemeinsamen Ziel. Die sozio-kulturellen Verbindungen zeigen:
- Bildung ist eine Folge der sozialen Wirklichkeit.
- Der historische Kontext liefert kulturelle Inhalte und Referenzwerte.
- Sozio-kulturelle Einflüsse prägen die Form der sonderpädagogischen Förderung.
Es werden drei Ebenen unterschieden: Formale Bildung (administrative Struktur, Abschlüsse), nicht-formale Bildung (organisierte Maßnahmen außerhalb des Systems) und informelle Bildung (unsystematisch, Routine).
3. Neue Konzeption der Schule
Nach Lorenzo Delgado ist die Schule eine Institution komplexer historischer Prozesse und niemals neutral. Sie ist eine soziale Konstruktion und oft ein Komplize der Macht.
- Explizite Funktionen: Erziehen, Sozialisieren, Lehren, professionelle Entwicklung.
- Versteckte Funktionen: Reproduktion sozialer Klassen, kulturelle Dominanz.
Evolution der Schule (nach Cisco und Uria, 1986):
- Schule als Familieninstitution (Athen/Rom).
- Religiöse Institution (Katechetik).
- Staatliche Einrichtung (öffentliche Schulen).
- Soziale Einrichtung (Gewerkschaften).
- Kulturelle Bewegung (freie Träger).
- Berufsbildende Schulen (La Salle, Akademie Platon).
4. Zentrum der pädagogischen Tätigkeit
Die Schule ist eine organisatorische Einheit und der Kern aller pädagogischen Aktivitäten. Sie fungiert als Vermittler zwischen Studenten und der sozialen Kultur. Das Ziel ist die Ausbildung von Personen unter Berücksichtigung der Ressourcen und Erwartungen des Umfelds.
5. Elemente der Schule
- Humanressourcen: Studenten, Lehrer, Eltern.
- Material: Ausstattung (Mobiliar, Lehrmittel), Räumlichkeiten, wirtschaftliche Mittel.
- Funktionale Elemente: Bildungsplanung (PEC, SCCP), Zeitpläne usw.