Lyrischer Anlass: Ein Umstand oder eine Situation, die beim Dichter eine bestimmte Stimmung hervorruft.
Tempel des Geistes: Die Emotion oder Stimmung des Dichters.
Lyrisches Motiv: Das Konzept oder die Idee hinter einer poetischen Komposition. Diese Idee stellt die wichtigste Botschaft dar, meist ein abstraktes Substantiv wie Traurigkeit, Liebe, Einsamkeit, Heimweh oder Angst.
Lyrisches Ich: Die vom Dichter geschaffene Figur, die dem Leser die Realität, die eigene Sichtweise und die Gefühle vermittelt.
Lyrische Haltung: Die Art und Weise, wie das lyrische Ich auf die verschiedenen Referenten des Gedichts reagiert und seine Gefühle ausdrückt.
Typen der lyrischen Haltung
Deklarativ: Beschreibt einen Ort oder eine Situation.
Apostrophisch: Wendet sich direkt an ein Gegenüber (ein „Du“).
Carminisch: Konzentriert sich auf die Innerlichkeit des lyrischen Sprechers und seine Gefühle.
Literarische Stilmittel
Hyperbaton: Grammatische Umstellung der Satzglieder.
Anapher: Wiederholung eines Wortes am Anfang aufeinanderfolgender Verse.
Ellipse: Auslassung von Wörtern.
Epitheton: Beifügung eines charakterisierenden Adjektivs zu einem Substantiv (z. B. „tiefschwarz“).
Alliteration: Wiederholung des Anfangslauts bei aufeinanderfolgenden Wörtern.
Polysyndeton: Mehrfache Verbindung von Wörtern durch Konjunktionen zur Hervorhebung.
Oxymoron: Verbindung zweier sich widersprechender Begriffe.
Synekdoche: Ein Teil steht für das Ganze oder umgekehrt.
Beispiele für Synekdoche
Teil für das Ganze: „Es war keine Seele (Person) in der Stadt.“
Ganzes für den Teil: „Das Auto waschen“ (statt nur die Karosserie).
Plural für Singular: „Das Gold der Indies.“
Singular für Plural: „Der Engländer ist phlegmatisch.“