Mündliche Kommunikation: Formen, Merkmale und sprachliche Mittel
Zusammenfassung
Das Dokument erläutert die mündliche Kommunikation als spontane und natürliche Form des Austauschs. Es unterscheidet spontane von geplanter Kommunikation, beschreibt Gespräch, Monolog und Gedankenaustausch und stellt die wichtigsten Merkmale sowie typische sprachliche Formen vor.
Kernpunkte
- Spontane Kommunikation ist ungeplant und improvisiert; sie umfasst das Gespräch mit Kooperationsprinzip und Höflichkeitsregeln sowie Routinen.
- Geplante Kommunikation erfordert Vorbereitung und umfasst den Monolog (Vortrag, Ansprache, mündlicher Bericht) und den Gedankenaustausch (Aussprache, Symposium, Roundtable).
- Merkmale sind physische Präsenz, Spontaneität und Vergänglichkeit sowie die Bedeutung nonverbaler Codes (Paralanguage, Kinetik, Proxemik).
- Mündliche Kommunikation kann aufgezeichnet werden und hat eine flexible, nicht starre Struktur.
- Typische sprachliche Formen sind Ausrufe, Fragen, einfache Syntax, Ellipsen, Deixis, Füllwörter und Anreden je nach Beziehung.
Grundlagen der mündlichen Kommunikation
Die mündliche Kommunikation ist eine spontane und natürliche Form des Austauschs, die wir bereits früh im Leben erlernen.
Typen der Kommunikation
Spontane Kommunikation
Diese Form ist nicht geplant und wird improvisiert.
- Gespräch: Ein mündlicher Austausch zwischen zwei oder mehr Personen, bei dem die Sprecher ihre Aussagen abwechseln. Es erfordert die Bereitschaft zur Zusammenarbeit (Prinzip der Kooperation) und die Einhaltung von Höflichkeitsregeln basierend auf Alter, Geschlecht und Beziehung (Comity).
- Routinen: Erfahrungswerte, die bestimmen, wann man eingreift und welche sprachlichen Formen das Gespräch organisieren.
Geplante Kommunikation
Diese Form erfordert eine rechtzeitige Vorbereitung.
- Monolog: Kommunikative Handlungen, bei denen eine Person ihre Ideen und Kenntnisse darlegt, um den Empfänger zu informieren oder zu überzeugen. Dazu gehören:
- Vortrag: Präsentation zu einem Thema für Bildungs- oder Informationszwecke.
- Ansprache: Feierliche Darlegung von Ideen von allgemeinem Interesse (z. B. Politik).
- Mündlicher Bericht: Detaillierte Darstellung von Fakten, Daten, Aktivitäten, Schlussfolgerungen oder Vorschlägen.
- Plural (Gedankenaustausch):
- Aussprache: Streitgespräch oder Konfrontation zwischen zwei Meinungen mit dem Ziel, ein Problem aus verschiedenen Blickwinkeln zu analysieren (mit Vorsitzendem, Sekretär und Mitgliedern).
- Symposium: Treffen zum Austausch von Informationen und Meinungen, bei dem nicht immer Einigkeit herrscht (mit Moderator).
- Roundtable: Treffen, bei dem Experten eines bestimmten Bereichs ihre Meinungen ohne hierarchische Unterschiede vergleichen.
Merkmale der mündlichen Kommunikation
- Physische Präsenz: Erfordert eine gemeinsame Situation, die die Kommunikation unterstützt.
- Spontaneität und Vergänglichkeit: Mündliche Kommunikation ist informeller als geschriebene Sprache.
- Nonverbale Codes:
- Paralanguage: Intonation, Tonfall, Sprechweise.
- Kinetik: Gestik und Mimik.
- Proxemik: Position und Abstand zwischen den Gesprächspartnern.
- Registrierung: Kann aufgezeichnet werden.
- Flexible Struktur: Aufgrund der Spontaneität gibt es keine starre Planung.
Sprachliche Formen
- Verwendung von Ausrufen, Fragen und einfacher Syntax.
- Störung der Satzstruktur und Ellipsen.
- Deixis: Verwendung gemeinsamer Elemente zwischen Sender und Empfänger (z. B. "hier", "dieser").
- Evaluativ-expressive Elemente (Interjektionen, Humor).
- Appelle an den Empfänger (z. B. "eh?") und Füllwörter (z. B. "ähm").
- Anreden und Behandlungen je nach Beziehung (z. B. "du", "Mann", "hey").
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PDF Word HTMLHäufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen spontaner und geplanter mündlicher Kommunikation?
Spontane Kommunikation ist nicht geplant und wird improvisiert, geplante Kommunikation erfordert dagegen eine rechtzeitige Vorbereitung. Beispiele für die geplante Form sind Vortrag, Ansprache oder mündlicher Bericht.
Was sind nonverbale Codes in der mündlichen Kommunikation?
Nonverbale Codes umfassen Paralanguage (Intonation, Tonfall, Sprechweise), Kinetik (Gestik und Mimik) und Proxemik (Position und Abstand zwischen den Gesprächspartnern).
Was ist Deixis?
Deixis ist die Verwendung von Elementen, die Sender und Empfänger gemeinsam haben, etwa 'hier' oder 'dieser'.
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