Grundlagen der mündlichen Kommunikation und Semantik
Mündliche Kommunikation
Mündliche und schriftliche Sprache sind zwei verschiedene Codes mit unterschiedlichen Funktionen und Kontexten. Sie werden in verschiedenen Situationen verwendet.
Merkmale der gesprochenen Sprache
- Face-to-Face-Kommunikation: Soziale Interaktionen beim Aufbau des Textes. Die Situation erläutert die Details.
- Spontanität: Der Sprecher kann das Gesagte ändern, aber nicht löschen. Es ist flüchtig und eher informell.
- Nonverbale Codes: Intonation, Stimme, Stille, Lachen, Gestik (Kinesik) und Distanz (Proxemik).
- Sprachliche Elemente: Ausrufe, Fragesätze, Ellipsen, Indexikalien und umgangssprachliche Elemente.
Genres mündlicher Texte
Man unterscheidet zwischen spontanen (z. B. Konversation) und geplanten mündlichen Texten sowie zwischen singulären (z. B. Konferenz) und pluralen (z. B. Debatte) Texten.
Das spontane Gespräch
Die wichtigste Kommunikationsform, die durch zwei Prinzipien geregelt wird:
- Zusammenarbeit: Einhaltung der Konversationsmaximen (Quantität, Qualität, Relevanz, Art).
- Höflichkeit: Soziale Standards wie Nicht-Aufdrängen, Optionen bieten und Kameradschaft.
Geplante mündliche Exposition
Erfordert Planung, Fachwissen und Kontrolle der Satzstruktur. Die Struktur umfasst:
- Einführung: Begrüßung und Themenvorstellung.
- Entwicklung: Geordnete Darstellung mit Argumenten und Beispielen.
- Fazit: Kurze und prägnante Synthese.
Semantik und Wortbildung
Das kastilische Spanisch stammt aus dem Lateinischen. Man unterscheidet zwischen Erbwörtern, Kultismen, Dubletten und Lehnwörtern.
Bedeutung der Wörter
- Denotation: Die objektive, im Wörterbuch definierte Bedeutung.
- Konnotation: Die subjektive, kontextabhängige Bedeutung.
Semantische Relationen
- Polysemie: Ein Wort mit mehreren Bedeutungen.
- Homonymie: Gleiche Form, aber unterschiedliche Wurzeln und Bedeutungen.
- Synonymie: Verschiedene Wörter mit ähnlicher Bedeutung.
- Antonymie: Gegensätzliche Bedeutungen (stufenweise, komplementär oder reziprok).
- Hyperonymie/Hyponymie: Oberbegriffe und Unterbegriffe.
Wortbildung
Wörter bestehen aus Lexemen (Wurzel) und Morphemen (grammatische Bedeutung). Verfahren zur Wortbildung sind:
- Derivation: Kombination von Lexem mit Präfixen oder Suffixen.
- Komposition: Kombination von zwei oder mehr Lexemen.
- Parasynthese: Gleichzeitige Hinzufügung von Präfix und Suffix.
- Abkürzungen: Akronyme, Initialwörter und Kürzungen.