Spanische Romantik und Postromantik: Eine Übersicht
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Das romantische Theater
Das romantische Drama zielt darauf ab, das Publikum durch melodramatische Elemente zu erschüttern. Über den Protagonisten schwebt oft ein dunkles Geheimnis.
Charakteristika des romantischen Dramas
- Im Fokus steht meist die Liebe.
- Das Ende der Werke verbindet das Tragische mit dem Komischen.
- Es findet eine Mischung aus Versen und Prosa sowie verschiedenen Metren statt.
- Die Handlung spielt an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Szenarien; es gibt Zeitsprünge und Nebenhandlungen.
El estudiante de Salamanca
El estudiante de Salamanca handelt von Félix de Montemar, einem Don Juan, der Elvira verführt und verlässt, was ihren geheimnisvollen Tod verursacht. Einer mysteriösen Frau folgend, betrachtet Félix seine eigene Beerdigung und gelangt zum „düsteren Herrenhaus“. Dort entdeckt er, dass die Dame Elviras Skelett ist, mit dem Montemar die Ehe eingeht, bevor er stirbt.
Bedeutende Autoren der spanischen Romantik
José de Espronceda (1808–1842)
José de Espronceda wurde in Almendralejo (Badajoz) geboren. Aufgrund seiner Verteidigung liberaler Ideen ging er 1827 ins Exil nach Lissabon. Dort verliebte er sich in Teresa Mancha, mit der er nach England und Frankreich reiste, bevor sie 1833 nach Spanien zurückkehrten. Ihre Beziehung litt unter mehreren Trennungen, bis sie ihn schließlich verließ. 1839 verstarb Teresa, und der Dichter folgte ihr drei Jahre später.
Die Postromantik
Die Postromantik ist geprägt durch den Ausdruck von Emotionen, die Verehrung der Frau und die Spiegelung von Gefühlen in der Natur.
Rosalía de Castro (1837–1885)
Rosalía de Castro wurde 1837 in Santiago de Compostela geboren. Aufgrund ihrer unehelichen Geburt entwickelte sie eine melancholische Persönlichkeit und fühlte sich oft abgelehnt, obwohl sie sich in literarischen Kreisen bewegte. Durch ihre Mutter lernte sie Eulogio Florentino Sanz kennen, der die Werke von Heine und Bécquer einführte. Nach ihrer Heirat mit Manuel Murguía kehrte sie nach Galicien zurück. Sie starb 1885 in Padrón (A Coruña).
Gustavo Adolfo Bécquer (1836–1870)
Gustavo Adolfo Bécquer wurde in Sevilla geboren. Sein eigentlicher Nachname war Domínguez Bastida, doch er nahm den flämischen Namen seiner Vorfahren an. Seit seiner Kindheit verwaist, wuchs er bei seiner Patin auf, die über eine große Bibliothek verfügte. Er zog nach Madrid, um seine literarischen Neigungen zu verfolgen und verschiedene Berufe auszuüben, unter anderem im Journalismus.
Leyendas (Legenden)
In den Leyendas gibt es eine ständige Präsenz des Übernatürlichen. Die Charaktere sind oft in zwei Lager geteilt: Gut und Böse.
Themen
- Die Liebe, die zu tragischen Folgen führt.
- Musik als Ausdruck künstlerischer Perfektion.
- Religion und die unmögliche Liebe.
Mariano José de Larra (1809–1837)
Mariano José de Larra wurde in Madrid geboren, lebte aber mit seiner Familie in Frankreich. Nach seiner Rückkehr widmete er sich dem Studium der Rechtswissenschaften, der Politik und dem Journalismus. Er heiratete 1829 Pepita Wetzel, doch die Ehe scheiterte. Er unterhielt eine Beziehung zu Dolores Armijo, einer verheirateten Frau, die ihn schließlich verließ. Die Enttäuschungen in der Liebe und der Politik trieben ihn im Alter von 28 Jahren in den Selbstmord.