Grundlagen der Preisbildung, Merchandising und Marketing
Faktoren der Preisbildung
Es gibt eine Reihe von Faktoren, die als Sachzwänge fungieren und die verfügbaren Alternativen begrenzen:
- Rechtlicher Rahmen: Gesetzliche Vorgaben können die Preisgestaltung einschränken, innerhalb derer sich Produktpreise bewegen dürfen.
- Markt und Wettbewerb: Der Wettbewerb beeinflusst Preisentscheidungen maßgeblich. Je nach Wettbewerbssituation haben Unternehmen einen größeren oder kleineren Spielraum bei Preisänderungen.
- Unternehmensziele: Die Ziele des Unternehmens sind ein entscheidender Faktor in der Preisbildung. Ein Unternehmen kann verschiedene Ziele verfolgen, wie etwa die Maximierung des kurz- oder langfristigen Gewinns oder den Return on Investment.
- Interessengruppen: Neben den Kunden können Preisänderungen auch Wettbewerber, Lieferanten und Gläubiger beeinflussen.
- Interdependenz der Produkte: Diese tritt auf, wenn eine Beziehung der Komplementarität oder Substitution zwischen Produkten besteht.
- Interaktion der Marketinginstrumente: Eine Verbesserung der Produktqualität kann die Preiselastizität der Nachfrage verändern. Wird die Qualität wahrgenommen und geschätzt, ist der Verbraucher bereit, einen höheren Preis zu zahlen.
- Schwierigkeit der Bedarfsermittlung
- Kosten- und Produkterfahrungskurve
- Produktlebenszyklus: Der Lebenszyklus bestimmt den Preis. In frühen Phasen ist die Nachfrage oft unelastisch und die Preise sind hoch. Im Zeitverlauf steigt die Elastizität und die Preise werden wettbewerbsfähiger.
Merchandising
Merchandising umfasst eine Reihe psychologischer Verkaufstechniken, die von Herstellern und Händlern angewandt werden, um auf den Käufer einzuwirken. Das Ziel ist die Befriedigung der Verbraucherbedürfnisse. Das Merchandising-Management liegt fast ausschließlich beim Einzelhändler.
Zu den Maßnahmen des Merchandisings im Einzelhandel gehören: die Lage des Geschäfts, die Ausstattung des Ladens, die Dekoration und vieles mehr.
Relationship-Marketing
Relationship-Marketing umfasst Strategien und Maßnahmen zur Schaffung, Erhaltung und Verbesserung von Beziehungen zu Kunden und anderen Teilnehmern des Austauschprozesses, um die Ziele aller Beteiligten zu erreichen.
Die wichtigsten Aspekte sind: Kundenorientierung, Kundenzufriedenheit, gegenseitiger Nutzen und ein langfristiger Ansatz.
Das One-to-One-Marketing basiert auf der Idee, dass Kunden individuell behandelt werden sollten. Im relationalen Ansatz wird jede Transaktion im Hinblick auf ihre langfristigen Auswirkungen auf die Kundenbeziehung betrachtet. Dies stellt eine strategische Vision dar, die das gegenwärtige Management mit einem Blick auf die Zukunft verbindet.
Klassifikation von Konsumgütern
Konsumgüter lassen sich wie folgt unterteilen:
- Langlebige und kurzlebige Güter
- Convenience Goods: Produkte des täglichen Bedarfs, die ohne großen Aufwand gekauft werden.
- Impulskäufe: Käufe, die ohne vorherige Suche oder Informationsbeschaffung getätigt werden.
- Sporadische Käufe: Käufe, bei denen eine intensivere Suche nach Informationen und Vergleiche stattfinden.
- Spezialitäten: Produkte, für die der Käufer aufgrund einzigartiger Eigenschaften oder des Markenansehens einen höheren Aufwand in Kauf nimmt.
- Präferenzgüter: Produkte, bei denen die Kaufentscheidung durch eine starke Markenpräferenz geprägt ist.
- Unerwünschte Güter: Produkte, deren Existenz dem Verbraucher oft unbekannt ist oder nach denen er aktiv nicht sucht.