Grundlagen der Psychologie: Theorien, Methoden und Modelle
Gegenstand der Psychologie (Session 1)
Die Psychologie lässt sich in drei Stufen unterteilen:
- Studium der Seele: Die klassische Definition.
- Wissenschaft des Bewusstseins: Fokus auf Tatsachen des Bewusstseins.
- Untersuchung des Verhaltens: Reaktionen lebender Organismen auf ihre Umwelt.
- Zeitgenössische Psychologie: Der Fokus liegt nicht auf einem isolierten Subjekt, sondern auf dem Menschen in sozialen Beziehungen.
Wissenschaftliche Methode (Session 2)
Wissenschaftler lehnen metaphysische Erklärungen ab, da diese nicht überprüfbar sind. Das grundlegende Ziel der Wissenschaft ist die Theoriebildung zur Erklärung natürlicher Phänomene. Die Psychologie nutzt wissenschaftliche Methoden, um Informationen über Verhalten und mentale Prozesse zu gewinnen.
Dabei kommen systematische Beobachtung und Experimente zum Einsatz, um Daten objektiv zu sammeln und persönliche Vorurteile auszuschließen.
Die Gründerzeit (Session 4)
Fünf Strömungen prägen die moderne Psychologie:
Strukturalismus
Gegenstand: Psychische Prozesse des Bewusstseins, sinnliche Erfahrungen und deren Verbindung zum Nervensystem. Hauptzweck: Wissenserwerb. Methode: Analytische Erkenntnis. Vertreter: Wundt und Titchener.
Funktionalismus
Gegenstand: Leistung psychischer Prozesse zur Anpassung und zum Überleben. Hauptzweck: Wissen und dessen Anwendung. Methode: Informelle Introspektion. Vertreter: William James.
Behaviorismus
Gegenstand: Beobachtbare Reize und Reaktionen; Fokus auf das Lernen. Methode: Objektive Methoden. Vertreter: Watson, Pawlow und Skinner.
Gestaltpsychologie
Gegenstand: Subjektive menschliche Erfahrung, Wahrnehmung, Denken und Problemlösen. Methode: Informelle Introspektion und objektive Methoden.
Psychoanalyse
Gegenstand: Abnorme Persönlichkeit und Behandlung von Verhaltensstörungen. Methode: Introspektion, Beobachtung und logische Analyse. Vertreter: Sigmund Freud.
Freudsche Psychoanalyse
Freud unterscheidet zwischen dem Bewussten, Vorbewussten und Unbewussten. Unbewusstes Material zeigt sich in Träumen, Versprechern und durch freie Assoziation.
Die Persönlichkeit besteht aus drei Instanzen:
- Es: Ursprünglicher Kern, Domäne der Triebe, Lustprinzip.
- Ich: Vermittler zur Realität, logisch und realistisch.
- Über-Ich: Streben nach Perfektion, Moral und Gewissen.
Das Ich nutzt Abwehrmechanismen, um die Forderungen von Es, Über-Ich und Realität in Einklang zu bringen.
Lernen und Behaviorismus (Session 6)
Lernen ist eine relativ dauerhafte Verhaltensänderung durch Erfahrung. Zentrale Konzepte:
- Klassische Konditionierung: Verknüpfung von neutralem Reiz (NS) und unbedingtem Reiz (US) zur konditionierten Reaktion (CR).
- Operante Konditionierung: Verhalten wird durch Konsequenzen (Verstärkung oder Bestrafung) beeinflusst.
Soziales Lernen (Session 8)
Albert Bandura betont das Lernen durch Beobachtung und Nachahmung. Der Prozess umfasst: Aufmerksamkeit, Gedächtnis und motorische Reproduktion.
Gedächtnis (Session 9)
Das Gedächtnis arbeitet in drei Prozessen: Kodierung, Speicherung und Abruf.
Systemische Theorie (Session 12)
Der systemische Ansatz integriert Konzepte der allgemeinen Systemtheorie, Kybernetik und Informationstheorie. Ein System ist eine Menge interaktiver Elemente mit einem gemeinsamen Ziel.
Stress und Bewältigung (Session 15)
Stress ist ein Zustand der Anspannung, der das geistige und körperliche Wohlbefinden beeinträchtigt.