Grundlagen der Textanalyse: Funktionen, Stile und Kohäsion

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1. Kommunikative Sprachfunktionen

  • Referenziell: Berichtet über Fakten und Konzepte.
  • Emotiv: Drückt Gefühle oder Emotionen des Sprechers aus.
  • Konativ: Beeinflusst die Einstellung oder Aktivität des Lesers.
  • Metasprachlich: Klärt die Bedeutung von Wörtern oder Ausdrücken.
  • Poetisch: Lenkt die Aufmerksamkeit auf die Form und den Klang der Worte.
  • Phatisch: Stellt sicher, dass der Kommunikationspartner präsent und aktiv bleibt.

2. Textarten und ihre Merkmale

  • Narrativ: Geschichten, Witze, Legenden.
  • Deskriptiv: Literarische Beschreibungen von Personen oder Umgebungen, Verordnungen, Kochrezepte.
  • Argumentativ: Verteidigung einer Theorie oder Meinung durch überzeugende Argumente (z. B. Leitartikel, Essays, Pamphlete, Gerichtsurteile).
  • Expositorisch: Erklärung und Entwicklung eines Themas, um das Verständnis des Empfängers zu fördern.

Typen von Argumenten

  • Daten und Zahlen
  • Autoritätsargumente
  • Zitate
  • Analogien und Beispiele
  • Lebenserfahrung
  • Allgemeingültige Wahrheiten
  • Weisheiten (Sprichwörter, Sentenzen)
  • Kontrastierung von Ideen

Nutzungsbereiche

Literarisch, akademisch, administrativ, werblich, journalistisch.

3. Sprachregister und Sprachvarietäten

Unterscheidung in: vulgär, umgangssprachlich, normativ und gehoben.

Aspekte der Registeranalyse

  • A. Das Problem
  • B. Modus: Sehr lässig, ungezwungen, formell, sehr formell.
  • C. Der Kanal: Spontan, vorbereitet, sehr sorgfältig vorbereitet.
  • D. Das Ziel oder der Zweck

4. Subjektivität durch Modalisierung

Linguistische Verfahren der Modalisierung

  • Satzarten: Fragesätze, Aussagesätze, Imperative, Wunschsätze.
  • Evaluative Einheiten: Bewertende Adjektive und Substantive.
  • Ableitungen
  • Rhetorische Figuren
  • Interpunktion
  • Registerwechsel

5. Aspekte der Textkohäsion

Grammatische Kohäsionsmechanismen

Deixis, Anapher, Ellipse, Katapher, Unpersönlichkeit und Konnektoren.

Konnektoren (Übersicht)

  • Initiatoren: Zunächst, in erster Linie.
  • Strukturierend: Erstens, schließlich.
  • Übergang: Auf der anderen Seite.
  • Fortführend: In diesem Sinne, übrigens, auch.
  • Zusammenfassend: Kurz gesagt, rekapitulierend.
  • Raum/Zeit: Vorher, währenddessen.
  • Schlussfolgernd: Schließlich, mithin, also.
  • Additiv: Sowie, darunter auch.
  • Kontrastierend: Aber, statt, allerdings.
  • Kausal: Da, weil.
  • Konsekutiv: Mithin, also.
  • Bedingt: Wenn, es sei denn.
  • Standpunkt: Meiner Meinung nach, ich glaube.
  • Gewissheit: Es ist klar, natürlich.
  • Themenbezug: Bezüglich, hinsichtlich.
  • Neuformulierung: Das heißt, das ist.
  • Exemplifizierung: Zum Beispiel, insbesondere.

Lexikalisch-semantische Kohäsion

  • Wortwiederholungen
  • Synonyme, Antonyme, Hyperonyme/Hyponyme, Umschreibungen
  • Semantische Felder
  • Substitutionsressourcen: Metaphern, Hyperbeln

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