Grundlagen der Textlinguistik und Pragmatik
Einführung in die Textlinguistik
Ein Text ist eine Informationseinheit, die im Rahmen von externen Faktoren (sowohl nonverbal als auch verbal) generiert wird: Sie bilden die kontextuellen Bedingungen, welche den Kommunikationsprozess einleiten.
Aspekte der Textanalyse
- Pragmatische Aspekte: Analyse der Daten aus dem Kontext: Art des Senders und des Empfängers unter Berücksichtigung der Absicht.
- Textuelle Aspekte: Analyse der Daten über die Organisation des Textes (Texttyp, Textgenre, Informationsfortschritt usw.) und die Beziehung zwischen den Teilen (sowie die Art der Verknüpfung).
- Sprachliche Aspekte: Die Untersuchung des Sprachgebrauchs in verschiedenen Bereichen (phonetisch, morphosyntaktisch ...).
Texteigenschaften
- Angemessenheit (Anpassung): d. h. das Verhältnis des Textes zum kommunikativen Kontext (ob das Register der verwendeten Sprache der Situation angemessen ist).
- Kohärenz: Erklärt die Logik des eigentlichen Textes: Die Aussagen dürfen sich nicht widersprechen und sich nicht wiederholen ...
- Kohäsion: Stellt die richtige Beziehung zwischen den Teilen und die Verwendung sprachlicher Elemente dar.
Der kommunikative Akt
Der kommunikative Akt besteht aus einem bewussten und komplexen Prozess zwischen einem Sprecher (Sender) und einem Hörer (Empfänger), die den Kontakt zu einem kommunikativen Zweck in einem Kontext herstellen, der durch Raum-Zeit-Koordinaten bestimmt wird. Der Text ist das Ergebnis dieser Interaktion.
- Thema: Worüber wird gesprochen, was ist der Gegenstand des Gesprächs; die Wahl der lexikalischen Ressourcen, die zu dem einen oder anderen Wortfeld gehören, welche im Allgemeinen oder Speziellen behandelt werden können.
- Ziel: Das Ziel, welches sich aus der kommunikativen Handlung ergibt, die subjektiv oder objektiv sein kann, was sich aus der Beteiligung oder der Distanz des Senders bestimmt.
- Sender/Kanal: Klassifiziert nach den Mitteln zur Übertragung der Nachricht; es gibt mündliche und schriftliche Kanäle, wobei die beiden aktiven Kanäle sehr unterschiedliche Kommunikationswege darstellen.
Deixis in der Kommunikation
Deixis: Ein kommunikatives Phänomen, das eng mit dem mündlichen Kanal zusammenhängt. Es ist die Menge der linguistischen Marken im Text, welche die drei Basiselemente der kommunikativen Handlung anzeigen: Personen (ich - du), Zeit (jetzt - vorher - nachher) und Raum (hier - dort).
- Personaldeixis der Äußerung: Die Stellen im Text der Äußerung, die das Ich (Sender) und das Du/Sich-selbst (Empfänger) bezeichnen.
- Soziale Deixis: Hebt die Beziehung zwischen den Partnern hervor. Sie äußert sich im Grad der Formalität der Situation, der sozialen Distanz zwischen den Sprechern ... (Personalpronomen, Vokativformen und Protokoll/Anredeformeln).
- Lokale Deixis (Raumdeixis): Markiert Stellen im Text und die Objekte im Raum im Verhältnis von Nähe/Distanz in Bezug auf die sprechende Person.
Kontextfaktoren
Kontext:
- Physischer Kontext: Besteht aus den Elementen der Umgebung, die vorhanden sind, wenn Kommunikation stattfindet.
- Anwendungskontext (Situativer Kontext): Ort, an dem die Kommunikation stattfindet, entsprechend der Formalität der Situation (privater Bereich (Bekannte) und öffentlicher Bereich (formelle Bereiche)).
- Soziokultureller Kontext: Geteiltes Wissen der Partner in einem verbalen Austausch, das von Bedeutung ist, um Aussagen zu produzieren und zu interpretieren.