Muskelatrophie: Muskelabbau durch Nichtgebrauch, degenerative Prozesse oder angeborene Nervendefekte.
Rückenschmerzen: Resultieren oft aus Überanstrengung, Bewegungsmangel oder Übergewicht. Eine sitzende Lebensweise und falsches Heben (nicht aus den Knien) begünstigen die Beschwerden.
Knochenkrebs: Das Osteosarkom ist die häufigste primäre Form, verursacht durch eine maligne Transformation knochenbildender Zellen.
Muskelkrämpfe: Anhaltende Kontraktionen, oft bedingt durch Mineralstoffmangel nach starkem Schwitzen oder Durchblutungsstörungen durch arterielle Blockaden.
Ballenzehen (Hallux Valgus): Schmerzhafte Ausbuchtungen am Grundgelenk des großen Zehs, meist verursacht durch ungeeignetes Schuhwerk, häufiger bei Frauen.
Luxation (Verrenkung): Verschiebung der Gelenkpartner, die das Gelenk instabil macht.
Frakturen: Häufig betroffen sind Schlüsselbein, Handgelenk und Knöchel.
Hernie (Bruch): Austritt von Organen oder Gewebe aus ihrer natürlichen Körperhöhle.
Muskelschwäche: Oft neurologisch bedingt, wie bei der Poliomyelitis, bei der ein Virus die Nervenzellen des Rückenmarks schädigt.
Entzündungen: Zu den chronischen Formen zählen Abszesse und Nekrosen.
Myalgische Enzephalomyelitis (Chronisches Erschöpfungssyndrom): Eine postvirale Erkrankung bei jungen Erwachsenen. Symptome sind Muskelschmerzen, Krämpfe, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Gleichgewichtsprobleme sowie nächtliche Schweißausbrüche und Temperaturempfindlichkeit.
Osteomalazie: Knochenerweichung durch Vitamin-D-Mangel, häufig bei älteren Patienten oder nach zahlreichen Schwangerschaften.
Osteomyelitis: Abszessbildung im Knochenmark, oft durch komplizierte Frakturen oder generalisierte Infektionen verursacht; meist ist ein chirurgischer Eingriff erforderlich.
Osteoporose: "Poröse Knochen". Durch den Verlust von Protein und Kalzium steigt das Frakturrisiko (Hüfte, Handgelenk, Wirbelsäule). Dies führt oft zu Haltungsschäden wie dem Witwenbuckel. Ursachen sind unter anderem Bewegungsmangel.
Rheumatische Erkrankungen und Wirbelsäule
Rheuma und Arthritis: Rheuma umfasst über 200 Erkrankungen der Muskeln und Bänder. Arthritis ist eine Gelenkentzündung durch Abnutzung (Hüfte, Knie, Wirbelsäule, Finger). Ursachen sind oft Infektionen, Verletzungen oder berufliche Belastungen (z. B. Tennisarm).
Rachitis: Mangelhaftes Knochenwachstum bei Kindern durch Vitamin-D-Mangel (zu wenig Sonnenlicht, Mangel an Fisch, Milch oder Eiern).
Skoliose: Pathologische Verkrümmung der Wirbelsäule durch abnorme Entwicklung der Wirbel.
Bandscheibenvorfall: Die Knorpelscheiben zwischen den Wirbeln dienen als Stoßdämpfer. Ab dem 20. Lebensjahr degenerieren diese langsam. Ein Riss im umgebenden Band kann zu starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen, was oft eine medizinische Intervention erfordert.