Hotelmanagement, Reiseveranstaltung und Krisenmanagement im Tourismus

Berufliche Orientierung und Arbeitslehre4,95 KB

Organisationsstruktur und Abteilungen im Hotel

Direktor: Direktion (Verschwiegenheit), QM

Verwaltung und Personalleiter: Controlling, Buchhaltung, Einkauf, EDV, Steuern, Versicherung, Schwerbehinderte (AR), Personal (AR)

Empfangschef: Empfang, Lobby, Rezeption, Concierge, Gästebetreuung, Telefonzentrale, Businesscenter (Datenschutz, Diskretion)

Hausdame: Logisabteilung, Etage, Zimmer, Werkstatt, Technik (Haftung, Eigentumsrecht)

F&B Manager: Gastronomie, Veranstaltungen (LMR, Gesundheits- und Hygienevorschriften)

Verkaufsleiter: Verkauf, Marketing, Reservierung, PR

Beherbergungsstätten

Klassische Beherbergungsstätten und Parahotellerie

Individualhotellerie, Ketten (Franchise, Filial, Mischformen), Markenhotellerie

Hotelmarktsegmente: Business, Ferien, Stadt, Tagung, Apartment, Luxus, Budget, Hostel

Hotelkooperationen

Die Organisationsform hängt von Betriebsgröße, Leistungsspektrum, Qualitätsstandard und technischem Stand ab. Wichtig ist die Trennung von operativen und planenden Bereichen.

Kundenbindung und Qualitätsmanagement

Kundenbindung durch den Umgang mit Beschwerden.

Qualitätsmerkmale: Annehmlichkeit (äußeres Erscheinungsbild), Zuverlässigkeit, Reaktionsfähigkeit, Fachkompetenz, Einfühlungsvermögen

Entwicklung des Reisens

Vor 1850: Fußreisen, Kutsche, Schiff; Nomaden, Krieg, Entdeckung, Bildung (Adel, gebildete Geschäftsleute)

Anfang bis 1914: Bahn, Dampfschiff; Erholung (Thomas Cook, neue Mittelklasse)

Entwicklung bis 1945: Bahn, Auto, Bus, Flug; Kur, Erholung, Kommerz (wohlhabende Arbeiter, KdF)

Ab Hochphase: Auto, Flug; Regeneration, Erholungszeit (alle Schichten in Industrieländern)

Krisenmanagement im Tourismus

Die Krisenprävention (Naturkatastrophen, politische Unruhen, Unfälle, Epidemien) gliedert sich in zwei Unterbereiche:

  • Krisenvorsorge: vorbereiten und Schaden gering halten
  • Krisenvermeidung: erkennen und verhindern

Maßnahmen zur Minderung von Krisenfolgen: Produkt ändern und gestalten, Preisnachlässe, Umbuchung, angepasste Werbung

Global Monitoring Systems, Auswärtiges Amt (höhere Gewalt), Notfall-Hotline

Reiserecht und Musterformblatt

Musterformblatt vor Vertragserklärung: Eigenschaften der Reise, Firmen- und Datenangaben des Reiseveranstalters, Reisepreis einschließlich Steuern, Mindestteilnehmerzahl, Rücktrittserklärung, Pass- und Visumserfordernisse, gesundheitspolizeiliche Formalitäten, Zurücktreten vor Reisebeginn gegen Entschädigungspauschale, Reiserücktrittskostenversicherung (optional)

  • Gewährleistungsansprüche: 2 Jahre
  • Preiserhöhung: ab 8 % optionaler Rücktritt
  • Mehrkosten bei Rückbeförderung (3 Nächte)
  • Fremdleistungen (Reisemittler), eigene Pauschalreise, verbundene Reiseleistungen (Leistungsträger)

Versicherungen

Reiseveranstalter-Haftpflichtversicherung (Personen-, Vermögens- und Sachschaden)

Insolvenz-Haftpflichtversicherung

Kundenversicherungen: Reiserücktrittskosten, Gepäck, Unfall, Haftpflicht, Krankenversicherung

Vertrieb und Produktkalkulation

Vertrieb: Direkt (zentral, dezentral), indirekt (branchenspezifisch, fremd), Multichannel

Produktkalkulation: Devisentermingeschäft, Tageskurs

Veranstalter mit dynamischem Paketieren (Dynamic Packaging) ermöglichen flexible Produktportfolios, Just-in-Time-Angebote bei Buchungsanfragen (durch Data-Mix), bieten jedoch wenig Spielraum zur Individualisierung.

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