Jordi de Sant Jordi: Analyse des Gedichts „Presoner“

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Jordi de Sant Jordi und sein Werk „Presoner“

Im Folgenden werden wir den Text über „Den Gefangenen“ (Presoner) diskutieren. Es handelt sich um ein Gedicht von Jordi de Sant Jordi, welches als sein persönlichstes Werk gilt. Er wurde in Valencia geboren und ist der bedeutendste Dichter der Troubadour-Tradition des 15. Jahrhunderts. Er war ein Ritter von König Alfons V. von Aragonien (im Text als Alfons IV. bezeichnet). Im Jahr 1420 nahm er neben Ausiàs March und Andreu Febrer (im Original als „der Tischler“ bezeichnet) an der Expedition nach Sardinien teil. Im Jahre 1422/1423 wurde er in Neapel gefangen genommen.

Historischer Kontext und Entstehung

Er fiel in die Hände der Truppen von Francesco Sforza. In dieser Gefangenschaft entstand das Gedicht. Das Werk gehört zur literarischen Gattung der Poesie. Durch dieses Genre werden Gefühle der Einsamkeit und der Angst zum Ausdruck gebracht, in denen sich ein Gefangener befindet, der nicht weiß, wann der König ihn befreien wird.

Metrik und formale Struktur

Die Metrik dieses Gedichts besteht aus 20 Versen, die in zwei Oktaven und ein Quartett unterteilt sind. Es wird durch achtversige Strophen (Coblas) aus Dekasyllaben (10 Silben) mit einer Zäsur (im Original als „Misstrauensantrag“ bezeichnet) von 4+6 gebildet. Die Reime sind wie folgt verknüpft: 10A / 10B / 10A / 10B / 10D / 10C / 10D.

Themen: Einsamkeit und die Hoffnung auf Rettung

Dieses Gedicht wurde von dem Ritter Jordi de Sant Jordi in der Gefangenschaft verfasst, während er nach der Eroberung von Neapel in die Hände der Truppen von Francesco Sforza fiel. Der Gefangene befindet sich in Einsamkeit und Verlassenheit, ohne zu wissen, ob der König sich herablassen wird, das Lösegeld für ihn zu zahlen. Dieser Charakter ist realistisch und persönlich gezeichnet, was das Gedicht über typische Troubadour-Themen hinaushebt.

Analyse des Titels und der Symbolik

Wenn wir auf den Titel blicken, beobachten wir, dass ein Gefangener dargestellt wird – ein Charakter, von dem wir annehmen, dass er der Protagonist der Geschichte ist, die erzählt werden soll. Dieser Titel drückt präzise die Hauptidee des Gedichts aus: Verlassenheit und die Einsamkeit eines Gefangenen, der nicht weiß, ob der König ihm zu Hilfe kommt. Man könnte also sagen, dass der Titel thematisch gewählt ist.

Wir können zwei Teile unterscheiden: In der ersten Strophe werden die Einsamkeit und Verlassenheit des Gefangenen deutlich. Der zweite Teil thematisiert den Trost. Es herrscht eine Störung vor, die sein Körper empfindet, während er darauf wartet, dass Francesco Sforza ihn befreit. Er muss lediglich auf die Hilfe der Göttin des Glücks und die Intervention des Königs zu seinen Gunsten warten.

In Vers 13 erscheint das Glück, das in der römischen Mythologie als Göttin (Fortuna) personifiziert wurde. Sie wird mit Glück oder Pech, aber immer auch mit Fruchtbarkeit assoziiert. Im Gedicht sieht man, wie Jordi de Sant Jordi auf die Göttin des Glücks hofft, damit er schließlich kein Gefangener mehr ist.

Fazit: Dieses Gedicht ist ein trauriges Werk voller Nostalgie, in dem sich der Ritter allein fühlt und nur in der Göttin des Glücks und der Hilfe seines Herrn Hoffnung findet.

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