Konzept und Strategie des Produktionsmanagements (DPO)
Konzept und Inhalt des Produktionsmanagements (DPO)
Unternehmen stehen heute in einem Prozess der Internationalisierung, starkem Wettbewerb und einem raschen technologischen Wandel gegenüber. In diesem Überblick wird aufgezeigt, wie sich das Produktionsmanagement (DPO) entwickelt hat:
Vom ersten, technischen Ansatz (traditioneller Ansatz) hin zur aktuellen Sichtweise, in der das DPO als ein strategisches Element innerhalb des Unternehmens gilt.
Die Untersuchung des Produktionsmanagements kann aus verschiedenen Ansätzen heraus erfolgen:
- Systematischer Ansatz: Basierend auf der Systemtheorie wird das Unternehmen als ein offenes und komplexes System betrachtet, das eine bewusste Koordination erfordert. Das Betriebssystem wird in drei Ebenen unterteilt: physisch, finanziell und personell. Das System der Grundfaktoren ist wiederum in drei Sub-Ebenen gegliedert: Beschaffung, Produktion und Vermarktung.
- Strategischer Ansatz: Die Produktionsfunktion gilt als zentrales Element der Unternehmensstrategie. In diesem Ansatz werden Entscheidungen bezüglich der Operationen in zwei Kategorien zusammengefasst:
- Strategische Entscheidungen: Unstrukturiert, betreffen Prozesse, Produkte und Anlagen. Die Auswirkungen sind langfristig; einmal getroffen, sind Korrekturen sehr teuer oder nahezu unmöglich.
- Taktische Entscheidungen: Diese sind strukturierter, routinemäßig und operativ geprägt.
- Lebenszyklus-Ansatz: In diesem Ansatz wird die Produktion als ein Prozess betrachtet, der entsteht, wächst und durch eine Sequenz von Entscheidungen auf bestimmte Ziele ausgerichtet wird.
Strategische Bedeutung der Produktionsfunktion
In den letzten Jahrzehnten haben Produktionsstrategien massiv an Bedeutung gewonnen. Das Produktionssystem eines Unternehmens ist eine Menge von Einheiten und Elementen, die innerhalb eines bestimmten Prozesses zusammenwirken, um ein Endprodukt zu erzeugen.
Die Gesamtheit der Produktionsentscheidungen lässt sich in folgende Abschnitte unterteilen:
1. Strategische Entscheidungen
Hierbei handelt es sich um grundlegende Weichenstellungen:
- Technologie: Bezieht sich auf die technologischen Komponenten und Verfahren, die in der Produktion eingesetzt werden.
- Grad der vertikalen Integration: Das Management muss über den Integrationsgrad entscheiden, um das Endprodukt zu erhalten (Eigenfertigung) oder Outsourcing zu nutzen.
- Anlagen und Standorte: Diese Entscheidungen bestimmen die Größe und Lage der Produktionskapazitäten sowie der Produktions- und Lagerhallen.
2. Taktische Entscheidungen
Dies sind operative Entscheidungen, die Einfluss auf die laufenden Ausgaben haben und sich kurz- bis mittelfristig auf das Ergebnis auswirken:
- Planungs- und Steuerungssysteme: Entscheidung, ob das System zentral oder dezentral organisiert ist und welche Planungsart für die Herstellung am besten geeignet ist.
- Organisation: Festlegung einer angemessenen Organisationsstruktur.
- Personalmanagement (HR): Der HR-Bereich stellt der Produktion die benötigten Mitarbeiter zur Verfügung.
- Qualitätsmanagement: Das Unternehmen kann sich für eine reine Qualitätskontrolle zur Mängelreduzierung am Endprodukt oder für einen prozessorientierten Qualitätsansatz entscheiden.
3. Operative Entscheidungen
Diese beziehen sich auf die konkreten Entscheidungen zur Ausführung von Aufträgen im laufenden Betrieb.