Archaismen: Wörter, die in Vergessenheit geraten sind.
Regionale Unterschiede (Dialekte).
Fachsprachen (z.B. Technologie).
Umgangssprache: Situationsabhängige Verwendung mit unterschiedlichem Formalitätsgrad.
Lexikalischer Standard.
Allgemeine und spezifische Begriffe.
Antonymie: Gegenbegriffe und ihre Arten
Arten von Antonymen
Komplementäre Antonyme: Die Negation des einen impliziert die Bejahung des anderen (z.B. ledig – verheiratet).
Graduelle Antonyme: Semantische Opposition auf einer Skala (z.B. groß – klein).
Konverse Antonyme: Gegenseitige Beziehungen, bei denen ein Begriff den anderen voraussetzt (z.B. kaufen – verkaufen).
Hyponymie: Ober- und Unterbegriffe
Hyponym: Ein Wort mit spezifischerer Bedeutung (z.B. Tulpe, Rose sind Hyponyme von Blume).
Hyperonym: Ein Oberbegriff, der eine Gruppe von Hyponymen umfasst (z.B. Blume ist das Hyperonym von Tulpe, Rose).
Kohyponym: Die Beziehung zwischen zwei Hyponymen, die dasselbe Hyperonym teilen (z.B. Tulpe und Rose sind Kohyponyme).
Homonymie: Gleichlautende oder gleichgeschriebene Wörter
Arten der Homonymie
Definition: Zwei oder mehr Einträge im Wörterbuch.
Homograph: Wörter, die gleich geschrieben werden, aber unterschiedliche Bedeutungen und oft auch unterschiedliche Aussprachen haben (z.B. modern (neu) – modern (verrotten)).
Homophon: Wörter, die gleich klingen, aber unterschiedlich geschrieben werden und unterschiedliche Bedeutungen haben (z.B. Laie – Leihe).
Polysemie: Ein Wort, mehrere Bedeutungen
Definition: Ein Lexem mit mehreren Bedeutungen (z.B. Bank: Sitzgelegenheit, Geldinstitut).
Eindeutigkeit: Ein Wort, eine Bedeutung
Definition: Ein Wort hat nur eine einzige Bedeutung.
Kommunikation: Elemente und Funktionen
Elemente der Kommunikation
Sender: Ein Spezialist auf dem jeweiligen Gebiet.
Empfänger: Die Zielgruppe, z.B. die wissenschaftliche Gemeinschaft (wissenschaftlicher Text), Studenten (lehrreicher Text) oder die breite Öffentlichkeit (populärwissenschaftlicher Text).
Kanal: Meist schriftlich, kann aber auch mündlich sein.
Nachricht/Botschaft: In Fachtexten oft darstellend und argumentativ, kann aber auch beschreibend oder erzählend sein.
Code (Sprache):
Universalität: Anspruch, universelle Wahrheiten oder Gesetze auszudrücken.
Objektivität: Verwendung denotativer Sprache.
Präzision: Notwendig, um Mehrdeutigkeiten zu vermeiden (im Gegensatz zur Alltagssprache mit homonymen/polysemen Wörtern).
Ökonomie: Kurzform, typisch für Fachsprachen.
Sprachfunktionen
Referenzielle Funktion.
Emotive Funktion.
Konative Funktion.
Phatische Funktion.
Metasprachliche Funktion.
Poetische Funktion.
Klassizismen: Lehnwörter aus klassischen Sprachen
Definition: Lehnwörter aus klassischen Sprachen (z.B. Latein, Griechisch), die ihre ursprüngliche Form weitgehend beibehalten.
Merkmal: Sie passen sich nicht der phonetischen Entwicklung der Zielsprache an.
Abgrenzung: Im Gegensatz zu Erbwörtern oder integrierten Lehnwörtern, die sprachliche Veränderungen erfahren haben.
Neologismus: Neuschöpfungen im Wortschatz
Definition: Neu gebildete Wörter, oft unter Verwendung griechischer oder lateinischer Wurzeln.
Lexem: Die Grundeinheit des Wortschatzes
Definition: Die kleinste bedeutungstragende Einheit des Wortschatzes (Wortstamm).
Morpheme: Bausteine der Wörter
Arten von Morphemen
Freie Morpheme: Können eigenständig stehen (z.B. Determinanten, Präpositionen, Konjunktionen, Pronomen).
Gebundene Morpheme: Können nicht eigenständig stehen.