Merkmale humanistischer Texte und Zeitungsartikel
Merkmale humanistischer Texte
- Einleitung: Humanistische Texte befassen sich mit den sozialen Aktivitäten des Menschen.
- Sprachliche Charakterisierung
Subjekt und Struktur
Die Struktur ist entweder induktiv oder deduktiv aufgebaut.
Humanistische Disziplin
Objektivität: Anspielung auf persönliche Aspekte. Auf der morphosyntaktischen Ebene wird die 3. Person Singular verwendet, der Indikativ sowie grammatikalische Strukturen mit restriktivem Wert, wie Relativsätze oder Sätze ohne Agens-Nennung. Lexikalisch überwiegt die Denotation.
Tendenz zur Abstraktion
Verwendung von Gnomen (allgemeingültigen Aussagen) oder dem zeitlosen Präsens sowie Artikeln mit verallgemeinerndem Wert.
Genauigkeit und Klarheit
- Morphosyntaktische Ebene: Relativsätze, Einschübe durch Kommas oder Klammern, Listen mit Beispielen, Hervorhebung bestimmter Wörter sowie die Verwendung von Umschreibungen.
- Semantische Ebene: Fülle von Adjektiven zur Qualifizierung der Sinne.
Zudem treten technische Fachbegriffe aus der jeweiligen Wissenschaft oder Disziplin auf. Die Wortbildung erfolgt häufig durch Ableitungen. Zur Textkohärenz werden Begriffe wiederholt oder supraorationale Konnektoren (kausal, adversativ, additiv) genutzt.
- Fazit: Die Objektivität des Textes ist hervorzuheben.
Zeitungsartikel
- Standort
- Subjekt
- Struktur
- Hauptteil: Titelsetzung.
- Einleitung: Teilnehmer oder technisches Datenblatt (z. B. bei Film oder Theater).
- Kritik-Body: Unterteilung des Textes in Abschnitte.
- Linguistische Analyse: Phonetisch-grafische Ebene (Verwendung von Anführungszeichen).
Erklärungen in Absätzen zwischen Bindestrichen oder Klammern dienen der Ergänzung weiterer Informationen.
Morphosyntaktische und lexikalische Ebene
Es werden Aussagesätze im Indikativ Präsens, Präteritum oder historischen Präsens verwendet, oft im Vergleich mit früheren Arbeiten. Verbformen in der 1. Person Plural verdeutlichen die Beteiligung des Autors. Nominalphrasen liefern umfangreiche Informationen, während Determinanten die inhaltliche Realität aktualisieren. Reichlich wertende und kumulative Adjektive kommen zum Einsatz.
Lexikalische Ebene: Auftreten von positiven oder verstärkenden Ausdrücken. Die lexikalische Auswahl ist vielfältig und reicht von umgangssprachlichen Ausdrücken bis hin zu kultivierter, anspruchsvoller Sprache.