Merkmale und Regeln der schriftlichen Kommunikation
Merkmale der schriftlichen Kommunikation
- Ersatz der Sprache: Die Schrift dient als Ersatz für die gesprochene Sprache.
- Schematische Darstellung: Kommunikation umfasst Botschaft, Code, Emittent (Sender), Frachtführer (Übermittler) und Empfänger.
- Zeitversetzte Kommunikation: Der Sender muss zum Zeitpunkt des Empfangs der Nachricht nicht anwesend sein.
- Erstellung der Meldung: Es ist notwendig, sich eine Meinung über den Inhalt und die Art und Weise zu bilden, wie die Nachricht übertragen werden soll.
- Multiple und simultane Kommunikation: Ermöglicht es, eine Nachricht gleichzeitig an viele Personen zu senden, auch wenn diese sich an verschiedenen Orten befinden.
- Unpersönlichkeit: Die Botschaft ist unpersönlicher; Handschriften dienen lediglich dazu, persönliche Merkmale des Absenders zu identifizieren.
- Beständigkeit: Schriftliche Nachrichten sind permanent und dauerhaft.
Häufige Fehler in Mitteilungen
- Wörter, die ihre Bedeutung verändern, wenn sie allein oder zusammen geschrieben werden (z. B. ebenfalls und auch).
- Allgemeine Begriffe, die je nach Schreibweise unterschiedliche Bedeutungen haben.
- Missbrauch von Hilfsverben und Pflichtformen.
- Wörter, die ohne Änderung der Schreibweise unterschiedliche Sinne ergeben (z. B. Bank).
- Unregelmäßigkeiten bei der Verwendung von Pronomen (z. B. Fehler im Satzbau wie: Ich schreibe einen Brief).
- Missbrauch von Groß- und Kleinschreibung.
- Fehlende Kongruenz zwischen den Elementen eines Satzes.
- Verwendung vager Begriffe (z. B. Ding).
- Wörter, die falsch verwendet werden oder keine klare Bedeutung haben.
- Missbrauch des Gerundiums.
Die Bedeutung der Satzzeichen
- Das Komma: Erzeugt kurze Pausen im Lesefluss.
- Das Semikolon: Erzeugt eine Pause, die größer als die des Kommas ist.
- Der Punkt: Markiert einen scharfen Bruch (Punkt, Absatz oder Ende des Textes).
- Auslassungspunkte: Geben an, dass ein Satz unvollständig ist.
- Der Doppelpunkt: Deutet auf eine längere Pause oder eine folgende Aufzählung hin.
- Klammern: Werden verwendet, um Untersektionen oder Einschübe innerhalb eines Wortes oder Satzes einzufügen.
- Frage- und Ausrufezeichen: Kennzeichnen Fragen oder besondere Betonungen.
Unterteilung der schriftlichen Kommunikation
Die schriftliche Kommunikation wird wie folgt unterteilt:
- Intern: Vertikal (aufsteigend und absteigend) sowie transversal (horizontal und diagonal).
- Extern: Eingangs- und Ausgangskommunikation.
Die kaufmännische Korrespondenz
Die kaufmännische Korrespondenz umfasst die Gesamtheit der schriftlichen Mitteilungen eines Unternehmens, sowohl im externen Bereich als auch in der internen Kommunikation.
Merkmale der Geschäftskorrespondenz
- Zielgerichtetheit: Sie reagiert auf einen bestimmten Grund und verfolgt immer ein klares Ziel (z. B. um etwas zu erledigen).
- Wirtschaftliche Ziele: Das Ziel ist es, einen wirtschaftlichen Vorteil zu erzielen.
- Fremdkontakt: Sie tritt häufig zwischen einander fremden Parteien auf.
- Hohes Volumen: In Unternehmen findet täglich ein reger schriftlicher Austausch statt, sowohl intern als auch extern.
Gründe für Geschäftsbriefe
Warum man im Business Briefe schreibt:
- Um sich auf die Außenwelt zu beziehen.
- Als Instrument für aktive kommerzielle Kommunikation.
- Zur Förderung und Pflege des Firmenimages.
- Um schriftliche Aufzeichnungen über Fakten und Vorgänge zu hinterlassen.