Nährstoffe und Verdauung: Grundlagen einfach erklärt

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Nährstoffe

Lebensmittel bestehen aus organischen und anorganischen Verbindungen, die dem Körper Energie liefern und den Aufbau sowie die Funktion unserer Zellen unterstützen.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate liefern sofort verfügbare Energie für die Zelle und dienen der Produktion von Stoffwechselreaktionen. Sie bilden außerdem einen Teil der Zellmembranen.

Quellen: Zucker, Nudeln, Brot, Reis

Lipide (Fette)

Lipide liefern Energie für die Zellen und dienen als Energiereserve. Sie ergänzen die Kohlenhydrate, sind Bestandteil der Plasmamembran (Phospholipide) und regulieren reproduktive Funktionen (Sexualhormone).

Quellen: tierische Fette und pflanzliche Öle, Butter, Erdnüsse, Nüsse

Proteine

Proteine sind Bestandteil aller Zellen. Sie katalysieren chemische Reaktionen als Enzyme, sind am Aufbau von Strukturen beteiligt und unterstützen die Abwehr des Körpers (Antikörper).

Quellen: Fleisch, Hülsenfrüchte, Eier

Vitamine

Vitamine regulieren den Betrieb von Enzymen und sind an der Regulation des Zellstoffwechsels beteiligt.

Quellen: Obst und Gemüse, hauptsächlich Eier

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind an vielen Prozessen im Körper beteiligt, beispielsweise beim Knochenaufbau (Kalzium und Phosphor), bei der Bildung des Hämoglobins (Eisen und Kupfer), bei der Produktion der Schilddrüsenhormone (Jod) und bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen (Natrium und Kalium).

Quellen: Meersalz, Früchte, Gemüse, Eier

Wasser

Wasser ist das Lösungsmittel für die meisten Stoffe im Körper, dient als Stabilisator für Temperatur und Mineralstoffe und gleicht Veränderungen wie beispielsweise Temperaturschwankungen aus.

Quellen: In den meisten Lebensmitteln, besonders in Obst und Gemüse.

BMI

BMI: Körpergewicht (kg) / Körpergröße² (m²)

Glukose

Glukose: Traubenzucker (Monosaccharid), eine wichtige Energiequelle. Glykogen ist ein großes Molekül (Polysaccharid aus vielen Glukosemolekülen), das in der Leber und den Muskeln gespeichert wird. Der Blutzuckerspiegel gibt die Menge an Zucker im Blut an; der Normalwert liegt bei 60–120 mg/100 ml Blut.

Hypoglykämie und Hyperglykämie

Hypoglykämie: Der Körper kann nicht genug Zucker im Blut bereitstellen.
Hyperglykämie: Der Körper kann überschüssigen Zucker im Blut nicht ausreichend abbauen; eine mögliche Ursache ist Diabetes.

Das Verdauungssystem

Verdauungssystem: Verarbeitet Nahrung, damit die Nährstoffe über das Blut zu den Zellen transportiert werden können.

Bestandteile des Systems

1. Verdauungstrakt: Mundhöhle, Rachen, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm, Mastdarm, After.

2. Anhangsdrüsen: Speicheldrüsen (2 Ohrspeicheldrüsen, 2 Unterzungendrüsen, Unterkieferspeicheldrüsen), Leber, Bauchspeicheldrüse.

Wichtige Begriffe

  • Ingestion: Aufnahme der Nahrung in das System (Mundhöhle).
  • Digestion: Verarbeitung der Nahrung, Abbau komplexer oder einfacher Nahrungsbestandteile, Transport und Aufnahme der Nährstoffe in den Blutkreislauf, hauptsächlich im Dünndarm.
  • Egestion: Ausscheidung der nicht verwertbaren Stoffe aus dem System.

Mundhöhle

Die Mundhöhle umfasst die Zunge und den Gaumen.

Zähne: 28 Milchzähne bei Kindern, 32 Zähne bei Erwachsenen.

Zahntypen: Schneidezähne, Eckzähne, Prämolaren, Molaren.

Zunge: Eine willkürliche, muskulöse Struktur. Sie dient der Geschmackswahrnehmung (sauer, salzig, süß, bitter) und hilft beim Formen des Speisebreis.

Mechanische und chemische Verdauung

Die Verdauung wird in mechanische und chemische Verdauung unterteilt. Die mechanische Verdauung besteht aus der physischen Zerkleinerung der Nahrung durch Zähne, Zunge und Gaumen. Die chemische Verdauung erfolgt durch die Wirkung von Enzymen und Speichel.

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