Die ökonomische Theorie der Triebe nach Sigmund Freud

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Die ökonomische Theorie der Triebe nach Freud

Die ökonomische Perspektive in der Freudschen Hypothese postuliert die Existenz einer psychischen Energie, die steigt, sinkt, verschoben oder freigesetzt wird und die verschiedenen Prozesse innerhalb der menschlichen Psyche aktiviert. Freud beobachtete, dass Änderungen in der Intensität der Impulse und Erfahrungen bei neurotischen Zuständen auftreten. Diese angeborenen Urkräfte bestimmen maßgeblich das menschliche Verhalten. In der psychoanalytischen Praxis wird der Begriff Trieb verwendet.

Die Komponenten der menschlichen Triebe

Die menschlichen Triebe bestehen aus folgenden Elementen:

  • 1. Quelle: Ein Körperorgan, das durch einen aktivierenden Prozess einen Trieb erzeugt. Bei der Organisation von Trieben führen verschiedene Quellen zu unterschiedlichen Partialtrieben, die zu einer Einheit integriert werden.
  • 2. Drang (Impuls): Dies ist der energetische Faktor und die treibende Kraft variabler Intensität. Er drängt den Körper zur Befriedigung auf eine zwingende Weise, der sich das Subjekt kaum entziehen kann. Der zwingende Charakter ist das Wesen des Triebes und primär psychologischer, nicht biologischer Natur.
  • 3. Ziel: Das Ziel ist die Befriedigung durch die Aufhebung des Erregungszustandes.

Die Rolle des Objekts

Man muss berücksichtigen, dass Triebe nicht starr an ein Objekt gebunden sind, insbesondere nicht bei Sexualtrieben. Es gibt Mechanismen, durch die Triebe gehemmt oder umgelenkt werden können.

  • 4. Objekt: Das Mittel, durch das die Triebbefriedigung erreicht wird. Das Objekt ist nicht fest mit dem Trieb verbunden; die Bandbreite der Möglichkeiten ist hierbei sehr groß.

Freuds erste Triebtheorie

Freud unterteilte die Triebe ursprünglich in zwei Kategorien:

  1. Ich-Triebe (Selbsterhaltungstriebe): Diese dienen der Erhaltung des Individuums. Der Prototyp ist der Hunger, verstanden als psychologische Notwendigkeit.
  2. Sexualtriebe: Diese basieren auf einer Reihe von Partialtrieben, die aus verschiedenen somatischen Quellen (erogenen Zonen) stammen und nach Befriedigung suchen. Diese Befriedigung ist an Bilder und Phantasien gebunden, die ein Objekt in der physischen und soziokulturellen Realität finden.

Die zweite Triebtheorie (ab 1920)

Nach der Revision von 1920 führte Freud eine zweite Theorie ein, die die erste in einen neuen Kontext stellt. Es gibt nun zwei große Triebgruppen:

  • a) Eros (Lebenstriebe): Diese tendieren dazu, Formen zu erhalten und zu vereinheitlichen. Sie folgen dem Prinzip der Verbindung, schaffen neue Synthesen zwischen Elementen und Subjekten und stehen im Dienst der Kreativität.
  • b) Thanatos (Todestrieb): Diese stehen im Gegensatz zum Leben. Sie tendieren dazu, Strukturen aufzulösen und den anorganischen Zustand wiederherzustellen, wodurch die Spannung auf Null reduziert wird (Nirvana-Prinzip). Diese Triebe können sich als destruktive Aggression nach außen richten.

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