Psychologische Abwehrmechanismen: Definitionen und Beispiele

Sprache und LiteraturAktualisiert am 3,23 KB

Zusammenfassung

Der Text erklärt die wichtigsten psychologischen Abwehrmechanismen, mit denen Menschen Angst und bedrohliche Situationen bewältigen. Für jeden Mechanismus wird eine kurze Definition gegeben, häufig ergänzt durch ein Beispiel. Behandelt werden unter anderem Verleugnung, Verdrängung, Projektion, Reaktionsbildung, Rationalisierung und Sublimierung.

Kernpunkte

  • Verleugnung (Denial): Blockade einer als sehr schlecht empfundenen Situation, die nicht erlebt werden soll.
  • Verdrängung (Repression): Unfähigkeit, sich an eine schmerzhafte oder bedrohliche Situation zu erinnern.
  • Verschiebung (Displacement): Ein ursprüngliches Ziel eines Impulses wird durch ein anderes ersetzt, z. B. Aggression gegen eine andere Person statt gegen die Mutter.
  • Projektion: Eigene unerwünschte Wünsche oder Impulse werden bei anderen gesehen, statt sie bei sich selbst wahrzunehmen.
  • Reaktionsbildung: Man handelt entgegengesetzt zu dem, was man innerlich fühlt oder denkt.
  • Regression: Rückkehr zu einem früheren Entwicklungsstand, oft unter extremem Stress, z. B. kindliches Verhalten nach der Geburt eines Geschwisterkindes.
  • Sublimierung: Umwandlung eines inakzeptablen Impulses in eine akzeptable, oft produktive oder kreative Handlung.

Stellen Sie sich auf die Probe

Mechanismen der Angst und psychologische Abwehr

Verleugnung (Denial)

Definition: Die Blockade von Extremereignissen. Sie tritt auf, wenn eine Situation als sehr schlecht empfunden wird und wir uns weigern, sie zu erleben. Dies kann gefährlich werden, da die Realität geleugnet wird und keine Zeit zur Bewältigung bleibt.

Verdrängung (Repression)

Definition: Die Unfähigkeit, sich an eine schmerzhafte oder bedrohliche Situation zu erinnern.

Askese

Definition: Das Aufgeben von Bedürfnissen oder Dingen (z. B. Essen, Ausgehen), wie es beispielsweise bei Magersucht der Fall sein kann.

Isolation

Definition: Das Gefühl, eine schmerzhafte oder bedrohliche Erinnerung abzutrennen. Es wird Abstand genommen, um das Problem zu bewältigen, damit der Geist nicht zusammenbricht und das Leid nicht überhandnimmt.

Beispiel: Ein Verwandter stirbt, und man bleibt im Moment ruhig, aber die Trauer bricht erst später aus.

Verschiebung (Displacement)

Definition: Die Neuausrichtung eines Impulses. Man ersetzt das ursprüngliche Ziel durch ein anderes.

Beispiel: Jemand hasst seine Mutter, schadet ihr aber nicht, sondern richtet die Aggression auf eine andere Person.

Aggression gegen das Selbst

Definition: Da man anderen nicht schaden kann, richtet man die Aggression gegen sich selbst.

Projektion

Definition: Das Gegenteil von Aggression. Es beschreibt die Tendenz, eigene, unerwünschte Wünsche oder Impulse bei anderen zu sehen, anstatt sie bei sich selbst wahrzunehmen.

Aufopferung

Definition: Das eigene Leben für andere leben.

Reaktionsbildung

Definition: Das Gegenteil von dem, wie man innerlich fühlt oder denkt. Man handelt entgegengesetzt zum eigentlichen Impuls.

Introjektion

Definition: Etwas „innerlich aufnehmen“ oder verinnerlichen. Man imitiert die Eigenschaften anderer, um emotionale Schwierigkeiten zu lösen. Manchmal auch als Identifikation bekannt.

Beispiel: Menschen imitieren ihre Idole.

Identifikation mit dem Aggressor

Definition: Statt positive Eigenschaften zu imitieren, werden negative Eigenschaften des Aggressors nachgeahmt.

Beispiel: Das Stockholm-Syndrom.

Regression

Definition: Die Rückkehr zu einem früheren psychologischen Entwicklungsstand, oft unter extremem Stress. Man verhält sich wieder kindlicher.

Beispiel: Ein älteres Geschwisterkind verlangt einen Schnuller, wenn ein jüngeres Geschwisterchen geboren wird.

Rationalisierung

Definition: Eine rationale Erklärung für eine Tatsache oder Handlung finden, um sie kontrollierbar und weniger bedrohlich erscheinen zu lassen. Es wird zum Problem, wenn die Erklärung falsch ist.

Sublimierung

Definition: Die Transformation eines inakzeptablen Impulses (z. B. sexuelle oder aggressive Impulse) in eine völlig akzeptable, oft außerordentlich produktive oder kreative Haltung oder Handlung.

Herunterladen

PDF Word HTML

Häufige Fragen

Was ist Verdrängung als Abwehrmechanismus?

Verdrängung ist die Unfähigkeit, sich an eine schmerzhafte oder bedrohliche Situation zu erinnern. Sie dient dazu, unangenehme Erinnerungen vom Bewusstsein fernzuhalten.

Was bedeutet Sublimierung?

Sublimierung bezeichnet die Umwandlung eines inakzeptablen Impulses, etwa sexueller oder aggressiver Art, in eine völlig akzeptable und oft produktive oder kreative Handlung.

Was ist ein Beispiel für Projektion?

Bei der Projektion sieht man eigene unerwünschte Wünsche oder Impulse bei anderen Menschen, anstatt sie bei sich selbst wahrzunehmen.

Stellen Sie sich auf die Probe

Lernkarten

Tippen Sie auf eine Karte, um die Antwort zu sehen.

Test

1. Was beschreibt der Abwehrmechanismus Verleugnung?
2. Was ist das Kennzeichen der Verschiebung (Displacement)?
3. Welches Beispiel passt zur Regression?
4. Was bedeutet Reaktionsbildung?
5. Was ist Sublimierung nach dem Text?

Mit KI aus dem Dokument erstellte Fragen: Prüfen Sie die Antworten anhand des Textes.