Spanische Grammatik: Satzbau, Pronomen und Fachsprachen

Spanisch4,03 KB

Koordinierte Sätze im Spanischen

Kopulative Sätze: Verwendung von y, e, ni.
Disjunktive Sätze: Verwendung von o, u.
Distributive Sätze: ya... ya, bien... bien, uno... otro.
Adversative koordinierte Sätze: Restriktiv oder teilweise mit pero, mas, sin embargo, no obstante, aunque. Exklusiv oder vollständig mit sino, sino que, antes bien.
Erläuternde koordinierte Sätze: esto es, es decir, por ejemplo.

Funktionen und Werte des Pronomens 'SE'

  • Personalpronomen: Martha kauft ein Buch (CI) und kauft es (CD).
  • Interessenpronomen: Die Unterlassung ändert die Bedeutung nicht (Dativus Ethicus).
  • Reflexiv- und Reziprokpronomen: Selbstbezüglich oder gegenseitig.
  • Lexikalisches Formant: Pronominale Verben wie atreverse (wagen), condescender (herablassen) oder empecinarse (stur sein).
  • Semantische und aspektuelle Modifikatoren: Veränderung der Verbbedeutung.
  • Passiv-Reflexiv (Pasiva Refleja): Se venden casas (Häuser werden verkauft).
  • Unpersönlichkeit: Se recibe a los invitados (Gäste werden empfangen).

Wortbildung und Parasynthese

Radio + comunicación = radiocomunicación (Beispiel für Parasynthese).
Unterscheidung zwischen Zusammensetzung (Komposition) und Ableitung (Derivation).

Fachsprachen und Textsorten

Administrative Sprache

Wird in Dokumenten verwendet, die Bürger für die Kommunikation mit der Verwaltung nutzen (Analyse, Lebenslauf, Ressourcenmanagement, Rundschreiben).

Rechts- und Gesetzestexte

Bereich des Rechts, der die Beziehungen der Bürger regelt. Beispiele: Gesetze, Verkündigungen, Gesetzesdekrete, Gerichtsverfahren, Urteile und Edikte.

Wissenschaftliche Sprache

Kommunikation von Forschungsergebnissen. Struktur: Erläuternd und argumentativ. Merkmale: Eindeutigkeit (Monosemie: ein Konzept, eine Bedeutung), Universalität, Präzision. Es überwiegen erläuternde Adjektive sowie koordinierte und juxtapositionierte Sätze.

Technische Sprache

Bezieht sich auf Verfahren und Mittel der Wissenschaft. Lexikalisch-semantische Merkmale: Häufige Verwendung von Formeln, Symbolen, Abkürzungen, Akronymen und Technizismen. Morphosyntaktische Merkmale: Abstrakte Substantive, spezifizierende Adjektive, Indikativ, Passiversatz, verbale Umschreibungen und Konstruktionen in der 3. Person Singular.

Journalistische Sprache

Direkter Stil, 3. Person, Wechsel zwischen langen und kurzen Sätzen zur Anpassung des Lesetempos. Häufige Verwendung von Akronymen, Abkürzungen und umgangssprachlichen Ausdrücken.

Orthografie und grammatikalische Besonderheiten

  • Por qué: Interrogativ (Warum).
  • Porque: Kausal (Weil).
  • El porqué: Substantiv (Der Grund).
  • Por que: Relativ (Weshalb / durch das).
  • Mí: Personalpronomen (für mich) vs. Mi: Possessivpronomen (mein).
  • Tú: Personalpronomen (du) vs. Tu: Possessivpronomen (dein).
  • Él: Personalpronomen (er) vs. El: Artikel (der).
  • Sé: Verbform von saber oder ser vs. Se: Pronomen.
  • Té: Substantiv (Tee) vs. Te: Pronomen (dich/dir).
  • Dé: Verbform von dar (geben) vs. De: Präposition (von).
  • Más: Adverb (mehr) vs. Mas: Konjunktion (aber).
  • Sí: Bejahung/Pronomen vs. Si: Konditionalpartikel (wenn/falls).

Herunterladen

PDF Word HTML