Spanische Literatur: Von Barock bis Realismus (17. bis 19. Jahrhundert)

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Spanisches Barock (Siglo de Oro): Werte und Autoren

Die Literatur dieser Epoche spiegelt tief verwurzelte politische, soziale und religiöse Werte wider.

Lope de Vega: Die Neue Komödie des 17. Jahrhunderts

Lope de Vega revolutionierte das Theater mit seiner „Comedia Nueva“:

  • Erfolg: Großer Erfolg beim Publikum (gusta Público).
  • Regelbruch: Brach die klassischen Regeln, oft nur mit zwei Einheiten.
  • Struktur: Die Komödie ist in drei Akte unterteilt.
  • Elemente: Verwendung verschiedener metrischer und lyrischer Elemente, archetypische Charaktere.

Themen und Werk von Lope de Vega

  • Themen: Ehre, Rache, die Verteidigung traditioneller Werte, katholische Moral.
  • Umfang: Schuf über 1500 Komödien.
  • Inhalte: Historische und sagenhafte Themen, Liebe, Religion.

Calderón de la Barca

Calderón vertrat traditionelle Werte wie die Monarchie und das Ehrenkonzept. Sein Werk ist oft philosophisch, pessimistisch und desillusioniert.

  • Stil: Ideologisch, symbolisch, stark reflektierend.
  • Dramen: Bekannt für Dramen über Ehre und Eifersucht.

Luis de Góngora (Culteranismo)

Góngora ist der Hauptvertreter des Culteranismo.

  • Merkmale: Fantasie, Perfektion seiner Dichtung, Dunkelheit und Schwierigkeit im Ausdruck.
  • Werke: Schrieb burleske und satirische Sonette.

Francisco de Quevedo

Quevedos Werk ist geprägt von Enttäuschung und Pessimismus.

  • Themen: Das kurze Leben, der drohende Tod, Schmerz, Liebe, religiöse und politische Bedenken.
  • Perspektive: Hoffnungsloser Moralist.
  • Stil: Satirische Seite, Gegensatz zwischen ernstem und nachdenklichem Ton, Verwendung von Burleske, Metaphern und Konzepten.

Neoklassizismus und Aufklärung (18. Jahrhundert)

Der Neoklassizismus (18. Jahrhundert, Zeitalter der Aufklärung) orientierte sich an klassischen Idealen.

  • Zweck: Didaktische Ziele, Einfachheit, Klarheit und guter Geschmack.
  • Geist: Rationalistischer Geist und der Wunsch, die Gesellschaft durch Kultur zu transformieren und Fortschritt zu fördern.
  • Ästhetik: Ablehnung der barocken Ästhetik.
  • Genres: Fabel, Essay, Theater.

Das Neoklassische Theater

Das Theater dieser Zeit sollte die Menschen erziehen und hielt sich streng an die Regeln der Antike:

  • Regeln: Einhaltung der drei Einheiten (Einheit der Handlung, der Zeit und des Ortes).
  • Anspruch: Glaubwürdige Perspektive.
  • Formen: Klassische Komödien und Tragödien.

Revolutionäre Bewegungen des 19. Jahrhunderts

Romantik

Die Romantik entstand im 18. Jahrhundert in England und Deutschland als revolutionäre Bewegung.

  • Genres: Poesie und Drama.
  • Themen: Individualismus, Rebellionen, Idealismus.

Realismus und Naturalismus

Der Realismus hat seinen Ursprung in Frankreich.

  • Erzähltechnik: Allwissender Erzähler, Dialog, detaillierte Beschreibungen, indirekte Rede.
  • Genre: Der Roman.
  • Weiterentwicklung: Führt zum Naturalismus.

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