Sprache und Kommunikation: Theorien, Faktoren und Ebenen

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Grundlagen der Sprache und Kommunikation

Die artikulierte Sprache dient dazu, auszudrücken, was der Mensch fühlt und denkt. Typischerweise verwendet der Mensch Sprache – im Gegensatz zu rein instinktiven Äußerungen – um Ideen, Gedanken, Gefühle und Wünsche zu kommunizieren. Diese wird durch die Organe der Sprache erzeugt.

Definitionen

Sprache (Language)

Sprache besteht aus Wörtern und Redewendungen eines Volkes oder einer Nation. Sie ist ein System von Einheiten (Wörtern), die Ideen und Gedanken repräsentieren.

Sprechen (Talk)

Die allgemeine Fähigkeit zu sprechen, ein Wort zu äußern und sich verständlich zu machen.

Theorien zur Entstehung der Sprache

  • Interjektionstheorie (Ausdruckstheorie)

    Die Sprache entstand ursprünglich aus dem Ausdruck von Willen oder Freude (z. B. Ausrufe).

  • Lautmalerische Theorie (Onomatopoetische Theorie)

    Diese Theorie besagt, dass die Sprache durch die Nachahmung von Naturgeräuschen entstanden ist (z. B. der Regen, der Wind).

  • Mystische Theorie

    Diese Theorie besagt, dass die Sprache das Werk Gottes ist und mit der Erschaffung des Menschen entstand. Diese Theorie ist nicht wissenschaftlich belegbar.

  • Physikalische Theorie (Gestentheorie)

    Die Gebärdensprache erschien, weil der Mensch die Notwendigkeit hatte, Dinge zu benennen (Boden, Wasser, Stein). Später erschienen gemeinsame Lautstrukturen.

  • Biologische Theorie

    Ursprünglich von Demokrit aufgestellt, ähnelt sie der Interjektionstheorie.

  • Gesellschaftstheorie (Soziale Theorie)

    Die Sprache entsteht aus dem sozialen Instinkt des Menschen, um die Bedürfnisse der Gruppe zu befriedigen und die Kommunikation mit Gleichgesinnten zu gewährleisten.

Faktoren der Kommunikation

  • Absender (Sender)

    Wer die Nachricht sendet.

  • Empfänger (Receiver)

    Wer die Nachricht empfängt.

  • Nachricht (Message)

    Was übermittelt wird. Dies sind nicht nur die Worte, sondern das, was sie transportieren.

  • Code

    Das konventionelle Set von Symbolen (z. B. eine bekannte Sprache), das Sender und Empfänger teilen.

  • Kanal/Medium (Feed)

    Der Weg, über den die Nachricht gesendet wird.

  • Kontext/Rahmen (Background)

    Die Umstände, der Rahmen und die Situation, in der die Kommunikation zwischen Sender und Empfänger stattfindet.

Ursachen für Kommunikationsstörungen (Verzerrung der Nachricht)

Die Nachricht kann verzerrt werden durch:

  • Mangelndes Interesse des Senders oder Empfängers.
  • Fehlende Genauigkeit des Senders.
  • Unterschiede im Code.
  • Übermittlung der Nachricht durch zu viele Personen.
  • Wortarmut oder schlechte Diktion (z. B. schlechte Modulation, Jargon, Rededrang).
  • Schlechte Handschrift oder Rechtschreibung bei schriftlicher Kommunikation.
  • Störungen im Kanal/Medium oder der Umgebung (Entfernung, Lärm, Bewegung).

Ebenen der Kommunikation

Die Kommunikation wird nach dem Grad der gegenseitigen Kenntnis und der Vertrautheit unterschieden:

  • Öffentliche Kommunikation

    Kommunikation zwischen Menschen, die keine gegenseitige Kenntnis haben. Themen und Zeit sind oft öffentlich festgelegt (z. B. öffentliche Konsultationen, Bankgeschäfte).

  • Kommunikation unter Bekannten

    Findet unter Menschen statt, die sich kennen (z. B. Studenten, Nachbarn). Es werden gemeinsame, vertraute Erfahrungen besprochen. Dritte Parteien (Lehrer, Manager) sind oft abwesend.

  • Integration (Ideologische Kommunikation)

    Hierbei geht es um die stärkere Integration von Sender und Empfänger bezüglich ihrer Gedanken und Ansichten (sozial, ideologisch, politisch, religiös). Diese Gespräche enden normalerweise in hitzigen Diskussionen.

  • Vertrauliche Kommunikation

    Sender und Empfänger haben genug Vertrauen, um diese Stufe zu erreichen. Dies erfordert einen höheren Grad an gegenseitigem Wissen und einen gemeinsamen Kontaktpunkt.

  • Intime Kommunikation (Privatsphäre)

    Der höchste Grad der Bindung. Die Kommunikation ist umfassend und präsentiert alle Arten von Gefühlen und Emotionen mit maximaler Tiefe, ohne die Anwesenheit Dritter. Diese Art der Gemeinschaft tritt typischerweise zwischen Mann und Frau auf.

Kommunikationsfehler und -laster

Direkte Kommunikationslaster

  • Discordante Kommunikation

    Kommunikation, die von Uneinigkeit geprägt ist.

  • Wettbewerbsorientierte Kommunikation

    Der Empfänger versucht, den Sender zu übertreffen oder dessen Aussagen negativ zu bewerten, anstatt zuzuhören.

  • Anklagende Kommunikation

    Der Empfänger beginnt sofort mit Fragen und Anschuldigungen, anstatt zuzuhören und Probleme zu lösen.

Indirekte Kommunikation

  • Vage Kommunikation (Unkonkret)

    Der Sender drückt sich vage aus, was beim Empfänger Verwirrung hervorruft und nur Vermutungen zulässt.

  • Zurechtweisende Kommunikation (Gezüchtigt)

    Der Empfänger hört nicht zu, um zu verstehen, sondern um Ratschläge zu erteilen oder den Gesprächspartner zu maßregeln.

Weitere Kommunikationsformen

  • Zwischenmenschliche Kommunikation

    (Keine weiteren Details im Originaltext vorhanden.)

  • Gabelung (Fork)

    (Keine weiteren Details im Originaltext vorhanden.)

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