Sprachliche Merkmale von Erzählung und Beschreibung
Sprachliche Merkmale in der Erzählung
Lexikalische Eigenschaften
Ein charakteristisches Merkmal der Erzählung ist die Vorherrschaft der Verben. Diese drücken Bewegung, Sprache und morphologisches Denken aus.
Morphologische Merkmale
- Zeitformen: Es wird überwiegend in der Vergangenheitsform erzählt (Perfekt und Imperfekt).
- Historisches Präsens: Häufige Verwendung, um vergangene Handlungen lebendiger darzustellen.
Syntaktische Merkmale
- Narrativer Stil: Das Verhalten der Charaktere wird direkt (durch wörtliche Rede) oder indirekt (durch Erzählerbericht) präsentiert.
- Satzbau: Verwendung von Komplementsätzen und Indikativ-Modus.
- Adverbiale Bestimmungen: Fülle an Nebensätzen für Zeit, Ursache und Zweck.
- Diskursmarker: Verwendung von Markern, die sich auf den zeitlichen Rahmen beziehen (z. B. so, wenn, dann).
Beschreibung: Perspektive des Emittenten
Objektive (wissenschaftliche) Beschreibung
Sie spiegelt die Wirklichkeit neutral wider. Es wird eine präzise, denotative Sprache verwendet, wie sie in wissenschaftlichen Texten oder erklärenden Broschüren üblich ist.
Subjektive (literarische) Beschreibung
Sie erfüllt eine ästhetische Funktion und nutzt eine poetische Sprache. Der Autor drückt Meinungen und Gefühle aus. Die Sichtweise kann statisch (fester Standpunkt) oder dynamisch (wechselnder Standpunkt) sein.
Sprache der Beschreibung
Lexikalische Merkmale
- Nominalphrasen: Dominanz von Substantiven und Adjektiven zur detaillierten Beschreibung.
- Adverbiale Bestimmungen: Überfluss an Adverbien für Zeit, Ort und Art und Weise.
Morphologische und syntaktische Merkmale
- Verben: Überwiegende Verwendung des Indikativs.
- Satzbau: Vorherrschaft einfacher, deklarativer Sätze.
Textuelle Merkmale
Besonders in der Literatur werden stilistische Mittel eingesetzt, um Inhalte hervorzuheben, wie zum Beispiel:
- Metaphern
- Metonymien
- Übertreibungen (Hyperbeln)
- Gleichnisse
- Personifikationen