Visuelle Kodierung, Bildanalyse und digitale Medien
Visuelle Kodierung und Bildanalyse
Faktoren der Visuellen Kodierung
Die Faktoren der visuellen Kodierung sind die Korrespondenz zwischen Realität und der dargestellten Repräsentation. Wir können die Bildsprache verstehen, analysieren und interpretieren, um Bedeutungen zu erfassen und sie bei der Erstellung von Bildern, audiovisuellen Medien und Multimedia anzuwenden.
Code Raum (Raumkodierung)
Die gleiche Realität wird aus unendlichen Einstellmöglichkeiten gewählt. Die Perspektive des Autors oder die Verzerrung kann Objektivität, Realismus oder Täuschung ausdrücken.
Code Gesten (Gestik)
Die Geste zeigt uns die Haltung, die Stimmung, die Absicht, die Stille oder das Unbehagen.
Code Licht (Beleuchtung)
Die Menge an Licht (natürlich oder künstlich) und die Art der Beleuchtung beeinflussen die Darstellung der Personen oder Objekte.
Code (Symbolische Darstellung)
Kostüme, Make-up, Umgebung oder andere Aspekte geben uns Informationen über die symbolische Persönlichkeit.
Code (Symbolik)
Ein Symbol vermittelt uns ein Konzept, einen Namen und eine Bedeutung.
Code von Beziehungen (Relationen)
Räumliche Beziehungen, Komposition, Grafik, Volumen und Abstände zwischen Elementen. Die Aufnahme des Bildes vermittelt Bedeutungen.
Grafik-Code
Bezieht sich auf die Art der Verfahren, Instrumente und technischen Mittel, die zur Erstellung einer visuellen Botschaft eingesetzt werden.
Lesarten des Bildes
Denotative oder objektive Lesart
a) Bildelemente:
- Plan, Winkel, Perspektive, Beleuchtung, Position der Zeichen, Arten von Objekten, Fokus des Interesses.
- Gestik-Code, Grafik-Code.
b) Bildfunktionen:
- Ikone (Realität) – Abstraktion.
- Monosemie – Polysemie.
- Originalität – Stereotyp (Grad der Originalität).
- Einfachheit / Komplexität.
- Denotation – Konnotation.
Konnotative Lesart
Die Interpretation der Bedeutungen.
Design und Komposition
Design-Prinzipien für Bildschirme
Die wichtigsten Prinzipien sind: Intentionalität, Vereinfachung, Kontrast, Harmonie, Ausgewogenheit und Konsistenz.
Zusammensetzung (Komposition)
Die Komposition beinhaltet die Verknüpfung von Elementen mit textlichen oder grafischen Inhalten. Dabei sind folgende Punkte zu beachten:
- Eine geordnete Verteilung des Raumes.
- Eine Hierarchie der visuellen Elemente, die unsere Wahrnehmung erleichtert.
- Die Arbeit mit Kontrast und Harmonie.
- Die Vermeidung von Informationsüberflutung.
- Die Verwendung geeigneter Bilder und ausreichender Abstände.
Behandlung der Zeit (Zeitkodierung)
Die Behandlung der Zeit umfasst:
- Wiederholung.
- Verlangsamung.
- Beschleunigung.
- Elliptische Montage.
Internet und Web 2.0
Was ist das Internet?
Das Internet ist ein weltweites Netzwerk verbundener Computer, das als Quelle für Informationen und Kommunikation dient. Es kann aus technischer, kommunikativer und sozialer Perspektive betrachtet werden.
Beiträge von Web 2.0 in der Bildung
Die Nutzung von Web 2.0 bietet folgende Vorteile für die Bildung:
- Individuelle Produktion von Inhalten.
- Lernen mit anderen (Nutzung der Architektur der Beteiligung von Web 2.0).
- Einfache und intuitive Tools.
- Verwendung von freier Software.
- Erstellung von Lerngemeinschaften.
- Netzwerkeffekt (individuelle Arbeit und Zusammenarbeit zwischen Gleichgesinnten).