Working Capital und Betriebskapital: Definition & Vorteile
Working Capital und Betriebskapital
Beschreibung: Das Working Capital umfasst alle Mittel, die ein Unternehmen in seiner täglichen Arbeit einsetzt. Im Rechnungswesen gibt es dazu zwei grundlegende Konzepte:
- a) Das Working Capital: Vertreten durch das gesamte Umlaufvermögen in der Bilanz.
- b) Net Working Capital: Stellt die Differenz zwischen dem gesamten Umlaufvermögen (Aktiva) und den kurzfristigen Verbindlichkeiten (Passiva) dar.
Analyse des Nettoumlaufvermögens
Die Analyse und Untersuchung des Nettoumlaufvermögens zielt darauf ab, die Kreditkonditionen und die Solvenz der Gesellschaft sicherzustellen. Für die Verantwortlichen im Management ist eine unzureichende oder unsachgemäße Verwendung des Net Working Capital eine Quelle für große Probleme und Fehler in jedem Unternehmen.
Vorteile eines angemessenen Betriebskapitals
- Ermöglicht die rechtzeitige Zahlung laufender Verpflichtungen, was das Ansehen des Unternehmens stärkt.
- Dient als Garant für die Glaubwürdigkeit und ermöglicht den Umgang mit Notfällen wie Streiks, Unfällen oder wirtschaftlichen Depressionen.
- Schutz bei der Wiedererlangung von Umlaufvermögen.
- Nutzung von Rabatten bei prompter Bezahlung.
- Aufrechterhaltung eines ausreichenden Bestands, um der Nachfrage gerecht zu werden.
- Erleichtert die Einführung einer liberalen Kreditpolitik für Kunden.
- Bringt größere Effizienz durch die Vermeidung von Verzögerungen bei der Beschaffung von Material, Waren oder Dienstleistungen.
Überschuss an Umlaufvermögen
Ein Übermaß an Umlaufvermögen kann durch folgende Faktoren entstehen:
- a) Übermäßige Ausgabe von Gratisaktien oder Kauf von Sachanlagen.
- b) Veräußerung von Sachanlagen, die nicht ersetzt werden.
- c) Gebühren und andere Einnahmen, die nicht als Dividenden ausgeschüttet oder für die Anschaffung von Anlagevermögen verwendet werden.
- d) Umwandlung von Anlagevermögen in Working Capital durch Abschreibungen oder Erschöpfung.
- e) Formel: Ctn = c - f + pf
Quellen des Working Capital
- Normaler Betrieb des Unternehmens: Zum Beispiel Nettoeinkommen sowie die Umwandlung von Anlagevermögen in Working Capital durch Abschreibungen und Erschöpfung.
- Gewinn aus dem Verkauf von Investitionen oder Vermögenswerten.
- Erstattung von Steueraufwendungen.
- Verkauf von Aktien oder Schuldtiteln.
- Beiträge von Partnern oder spontane Spenden.
- Darlehen.
- Diskontierung von Forderungen.