Aktionsforschung und Networking in der Sozialarbeit

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Aktionsforschung und partizipative Wissensbildung

Die Aktionsforschung (Action Research) dient als hervorragende Plattform für die Forschung. Dabei wird davon ausgegangen, dass Distanz zur Situation kein Vorteil für die Erkenntnisgewinnung ist. Vielmehr ermöglicht die operative Nähe eine partizipative Konstruktion von Wissen, welche die klassische Trennung von Subjekt und Objekt überwindet.

Viele Autoren betonen den Wert einer Epistemologie der Beteiligung in der gemeinnützigen Arbeit:

  • a) Das Verständnis der Auswirkungen ist eine Position mit Potenzial – kein Hindernis, sondern eine Chance für das Wissen.
  • b) Traditionelles Wissen kann als ein Sprung in die Wirklichkeit verstanden werden.
  • c) Die Art der Interaktionen und Beziehungen liefert direkt operative Kenntnisse für eine Disziplin, die das Handeln als Horizont begreift.
  • d) Interventionen bieten die Chance, Wissen in Echtzeit aufzubauen und vice versa.
  • e) Der Wert des Wissens und der Interpretationen anderer sowie die Verbindungen zwischen ihnen müssen geschätzt werden.

Synchronisation von Handeln und Wissen

Networking, Präsenz und aktives Zuhören

Networking ist eine der wichtigsten Prioritäten in der Gemeinwesenarbeit und ein Schlüssel für eine gute berufliche Praxis. Wenn es nicht von Anfang an gelingt, Menschen für eine Sache zu gewinnen, ist es sehr wahrscheinlich, dass man auf Gleichgültigkeit oder sogar offenen Widerstand stößt.

Die Präsenz des Sozialarbeiters und seine Rolle sind oft ein Novum. Es ist wichtig, gute Beziehungen aufzubauen, damit Ziele und Botschaften besser verstanden werden. Zudem muss der Kontakt zu möglichst vielen Menschen gesucht werden, um herauszufinden, wer über die nötige Zeit, Neigung, Ressourcen und Informationen für künftige Maßnahmen verfügt.

Ein wesentlicher Aspekt ist das Entdecken natürlicher Führungspersönlichkeiten. Auch wenn diese außerhalb kleiner sozialer Kreise kaum bekannt sind, sind sie oft sehr einflussreich. Ihr Ansehen basiert auf Fachwissen, Engagement und natürlicher Autorität. Die Identifizierung dieser Personen ist notwendig, um eng mit ihnen zusammenzuarbeiten und ihren Einfluss für die gemeinschaftliche Entwicklung zu nutzen. Der Kontakt mit einer Vielzahl von Menschen fördert zudem neue Ideen und Interpretationswege für bestehende Probleme.

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