Bankdienstleistungen: Ein umfassender Leitfaden

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Bankdienstleistungen: Eigenschaften

Bankdienstleistungen sind Tätigkeiten, die eine Bank auf Wunsch ihrer Kunden erbringt, um deren Bedürfnisse gegen eine Gebühr (Provision) zu befriedigen.

Unterschiede zu Waren

  • Immaterialität: Dienstleistungen können nicht mit den Sinnen wahrgenommen werden; ihre Qualität zeigt sich erst bei der Nutzung.
  • Nicht patentierbar: Dienstleistungen selbst können nicht patentiert werden, lediglich der Markenname (z. B. Visa) ist geschützt.
  • Nicht lagerfähig: Wird ein Dienst nicht genutzt, geht er verloren.
  • Nicht aneigenbar: Man erwirbt lediglich das Recht zur Nutzung, nicht das Eigentum.

Lastschriften

Die Erteilung einer Genehmigung an die Bank, Einzüge und Zahlungen direkt vom Bankkonto vorzunehmen.

  • Kollektion: Einzug von Lohn, Renten oder sonstigen Gutschriften.
  • Zahlungen: Begleichung von Strom-, Wasser-, Telefonrechnungen oder Daueraufträgen.

Überweisungen

Die Übertragung von Geldbeträgen vom Konto des Zahlers auf das Konto des Empfängers, meist in schriftlicher oder elektronischer Form.

Kredit- und Debitkarten

Instrumente zum Erwerb von Waren und Dienstleistungen in Geschäften sowie zur Bargeldabhebung an Geldautomaten.

  • Kreditkarten: Die Belastung erfolgt zeitversetzt im Folgemonat. Es gibt ein Limit, das von der Bonität abhängt. Die Rückzahlung erfolgt oft in festen Beträgen zuzüglich variabler Zinsen.
  • Debitkarten: Die Belastung des Kontos erfolgt sofort. Das Limit richtet sich nach dem verfügbaren Kontostand.

Telefon- und Electronic-Banking

Ermöglicht Kunden die Durchführung von Bankgeschäften von zu Hause oder aus dem Unternehmen mittels PIN und Passwort.

Verfügbare Dienste:

  • Kontostandsabfragen und Überweisungen
  • Kauf von Wertpapieren
  • Rechnungszahlungen
  • Sperrung von Karten
  • Produktinformationen und Versicherungszahlungen

Management von Wechseln

Die Bank übernimmt den Einzug von Handelswechseln. Hierbei fallen Provisionen, Mehrwertsteuer sowie gegebenenfalls Protestkosten an.

Internationaler Zahlungsverkehr

  • Zahlungsanweisung: Ein Zahlungsmittel zwischen Importeur (Zahler) und Exporteur (Begünstigter) über die jeweiligen Banken.
  • Überweisung:
    • Einfach: Formalisiert durch einen Wechsel. Der Exporteur versendet Ware und Dokumente.
    • Dokumentär: Der Exporteur versendet die Ware erst nach Akzeptanz oder Zahlung, um Ausfallrisiken zu minimieren.

Sonstige Dienstleistungen

  • Point-of-Sale-Terminals (POS): Kartenlesegeräte für den bargeldlosen Zahlungsverkehr im Handel.
  • Schließfächer: Gesicherte Fächer, die zur Öffnung zwei Schlüssel erfordern.
  • Nachtsafe: An der Fassade installierte Einwurfvorrichtungen für Bargeld.
  • Geldkarten: Wiederaufladbare Karten für kleine Einkäufe.
  • Confirming: Die Bank übernimmt das Management der Lieferantenrechnungen und bietet Lieferanten die Möglichkeit der vorzeitigen Auszahlung. Dies reduziert den administrativen Aufwand für das Unternehmen.

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