Bedeutende spanische Lyriker: Lorca, Salinas und Guillén
Bedeutende spanische Lyriker des 20. Jahrhunderts
Federico García Lorca
- Zigeunerromanzen: „Romanze vom schwarzen Schmerz“
Das Gedicht thematisiert die Zigeunerin Soledad Montoya, die in der Morgendämmerung auf der Suche nach Liebe, Freiheit und Freude ist. Sie verkörpert eine tiefe Trauer, die nur sie zu kennen scheint. Soledad Montoya symbolisiert den Tod der Roma und die gesellschaftlich Ausgegrenzten. In dieser Romanze teilen sich die Stimme des Erzählers, die Einsamkeit und ein Partner den Raum. Im Gedicht finden wir folgende Stilmittel:- Metaphern: z. B. „die Äxte der Hähne graben“ (das Krähen der Hähne kündigt die Dämmerung an).
- Symbole: Das Pferd steht für den Tod.
- Metonymien: „Zitronensaft weinen“.
- Gleichnisse: „wie verrückt“.
- Hyperbeln: „meine beiden Zöpfe auf dem Boden“.
- Anaphern und Parallelismen: (vgl. Zeilen 33 und 34).
- Dichter in New York: „Tod“
Dies ist ein Gedicht in freien Versen mit einem exklamatorischen Ton und ständigen Wiederholungen in Form von Anaphern („was“), Parallelismen und Verbindungen (Pferd, Hund, Schwalbe, Biene). Der erste Teil führt uns durch surrealistische Motive in das Thema der Unzufriedenheit ein. Ab Zeile 7 steht die Suche nach Unschuld, Fülle, Freiheit, Liebe und Wahrheit im Fokus. Im letzten Teil zeigt sich das lyrische Ich in einer Situation der Instabilität. Das „Selbst“ ist mühelos, wenn die Größe träge (inert) ist. Es hebt die Schwierigkeit der Lebewesen hervor, Ganzheit zu erreichen, im Gegensatz zu einem inerten Zustand, der den Traum erreicht, den fühlende Wesen verweigern.
Pedro Salinas
Der Dichter verbrachte einen Großteil seines Lebens im Exil und lehrte als Professor an verschiedenen Universitäten. Er verstarb in San Juan de Puerto Rico. In seinem Werk ist eine stetige Suche erkennbar, die über das Anekdotische hinausgeht und tiefere Beziehungen ergründet. Salinas gilt als einer der bedeutendsten Dichter der Liebeslyrik. Zu seinen Hauptwerken zählen „La voz a ti debida“ (Die Stimme, die dir gebührt) und „Razón de amor“ (Grund der Liebe).
Jorge Guillén
Jorge Guillén lehrte während seines Exils als Professor für Sprache und Literatur an diversen Universitäten. Nach seiner Rückkehr nach Spanien wurde er mit dem Cervantes-Preis ausgezeichnet und zum akademischen Ehrenmitglied ernannt. Besonders herausragend sind seine Werke „Cántico“ (Lobgesang) und „Clamor“ (Geschrei). Er ist ein klarer Vertreter der reinen Poesie. Seine Lyrik entwickelte sich von Gedichten, die die Freude feiern, hin zu Werken, die menschliche und soziale Probleme widerspiegeln.