BWL und Projektmanagement: Wichtige Prüfungsfragen mit Antworten
Zusammenfassung
Diese Sammlung fasst typische Prüfungsfragen der Betriebswirtschaft zusammen, darunter Statistik, Netzplantechnik (PERT), Unternehmensführung, Finanzierung und Controlling, Marketing sowie Unternehmensbewertung. Die Fragen sind als Multiple-Choice- bzw. Kurzaufgaben formuliert und zeigen, welche Begriffe und Zusammenhänge geprüft werden. Studierende können damit zentrale Konzepte wie WACC, Tax Shield oder die fünf Wettbewerbskräfte nach Porter wiederholen.
Kernpunkte
- Unabhängige Ereignisse: P(S ∩ T) = P(T) · P(S)
- Parallele Aktivitäten im PERT-Netzplan werden mit Scheinaktivitäten (Dummy-Aktivitäten) dargestellt, um die eindeutige Bezeichnung zu sichern
- Routineentscheidungen sollten im Unternehmen dezentralisiert werden
- Das Working Capital (Manövrierkapital) ist das Umlaufvermögen abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten
- Der WACC wird mit gewichteten Marktwerten der Finanzierungsquellen berechnet
- Die Verhandlungsmacht der Lieferanten ist eine der fünf Wettbewerbskräfte nach Porter
- Die Erhöhung des Marktanteils mit bestehenden Produkten auf bestehenden Märkten heißt Marktdurchdringung
- Der Tax Shield verringert durch den Steuereffekt die Fremdkapitalkosten
Prüfungsfragen zur Betriebswirtschaft
Statistik und Netzplantechnik (PERT)
- Unabhängige Ereignisse: Der Ausdruck P(S ∩ T) = P(T) · P(S) gilt, wenn die Ereignisse S und T unabhängig (independent) sind.
- PERT-Netzplan und Scheinaktivitäten: Wenn im PERT-Netzplan parallele Aktivitäten ohne Scheinaktivitäten (Dummy-Aktivitäten) dargestellt werden, verstößt dies gegen das Prinzip der eindeutigen Bezeichnung (Uniboca-Prinzip).
- Grundtypen im PERT-Netzplan: Welche der folgenden Optionen gehört nicht zu den Grundtypen im PERT-Graphen? Nicht-prozedural (im Gegensatz zu linearer Konvergenz und Divergenz).
Unternehmensführung und Organisation
- Routineentscheidungen: Diese sollten im Unternehmen dezentralisiert werden.
- Weiche Führungsfaktoren (Soft Skills): Zu den weichen Aspekten der Unternehmensführung gehören vor allem die Fähigkeiten (Skills).
- Job Enrichment (Arbeitsbereicherung): Was sind die bestimmenden Faktoren für Motivation und Zufriedenheit? Die individuelle Bewertung jedes einzelnen Faktors.
- Anpassung an Nachfrageschwankungen: Welche Option dient nicht der Anpassung des Angebots an die Nachfrage? Der Lagerbestand (Inventar).
Finanzierung, Investition und Controlling
- Treasury Ratio (Liquiditätsgrad): Die Treasury Ratio beschreibt die finanzielle Lage eines Unternehmens.
- Steuereffekte auf Fremdkapitalkosten (Tax Shield): Der positive Steuereffekt auf die Fremdkapitalkosten bewirkt eine Verringerung (abnehmende Kosten).
- Wertberechnung der Produktion: Um den durchschnittlichen Herstellungszeitpunkt und die jährliche Produktion wertmäßig zu berechnen, basiert der Preis auf den Kosten.
- Operativer Hebel (Operating Leverage): Wenn die wirtschaftliche Struktur eines Unternehmens sehr anlageintensiv ist, spricht man von einem hohen operativen Hebel.
- Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (WACC): Bei der Berechnung des WACC verwendet man die gewichteten Marktwerte der verschiedenen Finanzierungsquellen.
- Eigenkapitalkosten vs. Fremdkapitalkosten: Was ist kein Hauptgrund dafür, dass die Eigenkapitalkosten höher sind als die Fremdkapitalkosten? Das größere Risiko von Abschreibungen.
- Nettoumlaufvermögen (Working Capital): Das sogenannte Manövrierkapital (Fonds de Roulement) ist definiert als: Umlaufvermögen abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten.
Marketing, Vertrieb und Marktforschung
- Verhandlungsmacht der Lieferanten: Die Verhandlungsmacht der Lieferanten (Proveedores) ist eine der fünf Wettbewerbskräfte nach Porter.
- Produktbezogene Vertriebsorganisation (Product Sales Force): Was ist kein Nachteil dieser Struktur? Technisch falsch, den Anbietern zu ermöglichen, sich zu spezialisieren (Spezialisierung ist ein Vorteil; hohe Reisekosten und interner Wettbewerb sind tatsächliche Nachteile).
- Marktanteilserhöhung mit bestehenden Produkten: Die Erhöhung des Marktanteils mit bestehenden Produkten auf bestehenden Märkten nennt man Marktdurchdringung. Antwort: Keine der Optionen ist richtig (weder Diversifikation, Marktentwicklung noch Produktentwicklung).
- Variabilität in kommerziellen Experimenten: Die auf unkontrollierbare Faktoren zurückzuführende Variabilität wird ausgedrückt durch: Die Restvarianz (Residuen).
- Kollektive Ausschreibungen: Darunter versteht man Ausschreibungen, die im Namen mehrerer Unternehmen durchgeführt werden.
- Koordination der Marktforschung: Was versteht man darunter? Keine der Optionen ist richtig (weder reine Datenverwaltung, Analyse und Interpretation noch die Erstellung von Management-Berichten).
- Produktplanung und -auswahl: In welcher Phase ist die Konzeptprüfung abgeschlossen? In der Machbarkeitsanalyse (Feasibility Analysis).
Unternehmensbewertung und Mathematik
- Deutsches Ertragswertverfahren: Warum berücksichtigt dieses Verfahren nur den halben Goodwill (Geschäfts- oder Firmenwert)? Wegen der Unsicherheit bei der Bestimmung des Goodwills.
- Übergangsmatrix (Transition Matrix): Welche Aussage ist korrekt? Keine der Optionen ist richtig (weder dass die Summe aller Elemente gleich 1 ist, noch dass die Spaltensummen zwingend 1 ergeben müssen oder das System stationär sein muss).
- Produktionssystem für Kleinaufträge: Ein System, das darauf abzielt, Aufträge möglichst zeitnah zu empfangen und zu bearbeiten, nennt man: Alle Angaben sind unrichtig (weder sequentielle Produktion noch Sequential Manufacturing).
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PDF Word HTMLHäufige Fragen
Was versteht man unter dem Working Capital (Manövrierkapital)?
Das Working Capital bzw. Manövrierkapital (Fonds de Roulement) ist definiert als Umlaufvermögen abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Es zeigt, wie viel Kapital einem Unternehmen kurzfristig für den laufenden Betrieb zur Verfügung steht.
Wie nennt man die Erhöhung des Marktanteils mit bestehenden Produkten auf bestehenden Märkten?
Diese Strategie heißt Marktdurchdringung. Die Erhöhung des Marktanteils mit bestehenden Produkten auf bestehenden Märkten wird im Text als Marktdurchdringung bezeichnet.
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