Wechsel und Scheck: Definition, Fälligkeit und Scheckarten

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Zusammenfassung

Der Text erklärt die Grundlagen von Wechsel und Scheck als Zahlungsmittel. Er beschreibt, welche Angaben ein Wechsel enthalten muss, wie Schecks übertragen und eingelöst werden und was bei Fälligkeit, Scheckzahlungsverzug oder ungedeckten Schecks gilt. Zusätzlich werden bestätigte und gekreuzte Schecks vorgestellt.

Kernpunkte

  • Ein Wechsel ist ein Zahlungsdokument mit späterer Fälligkeit und muss Bezeichnung als Wechsel, Zahlungsversprechen, Fälligkeitsdatum, Zahlungsort und Zahlungsempfänger enthalten.
  • Der Scheck ist ein Wertpapier, das durch bloße Übergabe einen Geldbetrag auf eine andere Person überträgt.
  • Ein Scheck ist grundsätzlich bei Vorlage zahlbar; ein vordatierter Scheck wird erst zu einem späteren Zeitpunkt fällig.
  • Bei Nichtzahlung muss der Scheck dokumentiert werden, etwa durch einen notariellen Protest oder eine schriftliche Erklärung der Bank.
  • Bei einem bestätigten Scheck garantiert die Bank durch ihre Bestätigung die ausreichende Deckung.
  • Ein allgemeiner Kreuzscheck kann nur an ein Kreditinstitut oder dessen Kunden gezahlt werden; ein spezieller Kreuzscheck nur an die genannte Bank oder deren Kunden.

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Der Wechsel (Promissory Note)

Ein Wechsel ist ein Zahlungsdokument, das als vordatierter Scheck fungiert, d.h. es wird erst zu einem späteren Zeitpunkt fällig. Es dient als Zahlungsbeleg, der einem Schuldner übergeben wird, der die Zahlung erst zum angegebenen Fälligkeitsdatum leisten kann. Die Formulare sind standardisiert und werden von Banken oder Unternehmen in einem Format ausgestellt, das dem eines Schecks ähnelt.

Ein Wechsel sollte folgende Angaben enthalten:

  • Die Bezeichnung als Wechsel
  • Ein klares und einfaches Zahlungsversprechen über einen bestimmten Betrag
  • Ein Fälligkeitsdatum
  • Den Zahlungsort
  • Den Namen der Person, an die der Betrag zu zahlen ist

Der Scheck: Definition & Funktion

Der Scheck ist ein sehr nützliches Zahlungsmittel, da er durch bloße Übergabe den darin enthaltenen Geldbetrag auf eine andere Person überträgt. Der Empfänger des Schecks kann ihn bei der Bank einlösen oder nach Einzahlung zur Gutschrift bei einer anderen Bank weiterleiten. Rechtlich gesehen ist der Scheck ein Wertpapier, das ein Recht (in diesem Fall auf Zahlung) verbrieft, sodass der Besitz des Schecks die Ausübung dieses Rechts ermöglicht. Für die Verfügung über Gelder mittels Scheck ist eine Vereinbarung zwischen dem Kunden (Aussteller) und der Bank (Bezogener) erforderlich.

Zahlung und Fälligkeit von Schecks

Ein Scheck ist grundsätzlich bei Vorlage zahlbar. Ein vordatierter Scheck ist ein Scheck, der erst zu einem späteren Zeitpunkt fällig wird. Wenn der Aussteller jedoch eine Belastung nach einem bestimmten Datum wünscht, handelt es sich um einen rückdatierten Scheck.

Bei ungedeckten Schecks kann der Aussteller gerichtlich zur Zahlung des ausstehenden Betrags zuzüglich einer zusätzlichen Strafe von 10 % und Schadensersatz verpflichtet werden. Die Ausstellung eines ungedeckten Schecks kann zudem einen Straftatbestand darstellen.

Maßnahmen bei Scheckzahlungsverzug

Im Falle der Nichtzahlung eines Schecks ist es notwendig, dies zu dokumentieren. Dies kann auf verschiedene Weisen geschehen, beispielsweise durch:

  • Einen notariellen Protest
  • Eine schriftliche Erklärung der Bank über die Nichtzahlung
  • Eine garantierte und datierte Erklärung, die in einem Clearing-System oder einer ähnlichen Einrichtung erfasst wird

Spezielle Scheckarten

Der bestätigte Scheck

Ein bestätigter Scheck ist ein gewöhnlicher Scheck, bei dem die Bank eine entsprechende Klausel hinzufügt und durch ihre Bestätigung die Existenz ausreichender Deckung auf dem Konto des Ausstellers für die Zahlung garantiert.

Gekreuzte Schecks

Ein Kreuzscheck ist ein Scheck, der durch zwei parallele Linien gekennzeichnet ist. Man unterscheidet zwischen:

  • Allgemeiner Kreuzscheck: Besteht aus zwei parallelen Linien. Er kann nur an ein Kreditinstitut oder einen Kunden dieses Instituts gezahlt werden.
  • Spezieller Kreuzscheck: Enthält zwischen den Linien den Namen eines Kreditinstituts. Er kann nur an die genannte Bank oder einen Kunden dieser Bank ausgezahlt werden.

Das Gesetz sieht die Möglichkeit vor, Barzahlungen zu verbieten und Unternehmen dazu zu verpflichten, sich ausschließlich auf Schecks zu verlassen, indem sie diese nicht an Banken oder andere Dritte auszahlen.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Wechsel und einem Scheck?

Ein Wechsel ist ein Zahlungsdokument, das erst zu einem späteren Fälligkeitsdatum zahlbar ist. Ein Scheck ist grundsätzlich bei Vorlage zahlbar, außer er ist vordatiert.

Was passiert bei einem ungedeckten Scheck?

Der Aussteller kann gerichtlich zur Zahlung des ausstehenden Betrags zuzüglich einer Strafe von 10 % und Schadensersatz verpflichtet werden. Die Ausstellung kann zudem einen Straftatbestand darstellen.

Was ist ein Kreuzscheck?

Ein Kreuzscheck ist durch zwei parallele Linien gekennzeichnet und kann nur an ein Kreditinstitut oder einen Kunden dieses Instituts gezahlt werden. Beim speziellen Kreuzscheck ist zusätzlich der Name einer Bank zwischen den Linien angegeben.

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Test

1. Welche Angabe gehört laut Text zu einem Wechsel?
2. Wann ist ein Scheck grundsätzlich zahlbar?
3. Was garantiert ein bestätigter Scheck?
4. An wen kann ein allgemeiner Kreuzscheck gezahlt werden?
5. Welche Möglichkeit nennt der Text zur Dokumentation einer Scheck-Nichtzahlung?

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