Grundlagen der Ethik, Logik und Werttheorie

Philosophie und Ethik4,53 KB

Moral und Ethik

Moral: Eine Reihe von spezifischen Regeln zur Lebensführung, um Gutes zu tun (z. B. nicht töten, nicht stehlen).

Moral: Eine Reihe von Regeln, die das interne Verhalten des Subjekts steuern. Sie werden in autonomer und freier Zustimmung beobachtet. Ungehorsam führt zu einem schlechten Gewissen.

Ethik: Eine philosophische Disziplin, die über Konzepte, Grundsätze, Regeln oder moralische Gründe reflektiert (keine Regeln, nur Reflexion).

Logik

Logik (Wissenschaft): Untersuchung der allgemeinen Bedingungen des richtigen Denkens.

Logik (Kunst): Die Kunst des richtigen Denkens durch eine Reihe von Regeln.

Gültigkeit: Die Wahrung der Regeln der Logik.

Begriffsbestimmungen und Urteilsbildung

Urteil: Ein Akt des Verstandes, der über die Eignung oder Nichteignung zweier Konzepte entscheidet.

Begründung: Das Zusammenfügen von Urteilen, um eine Schlussfolgerung zu ziehen.

Qualität: Bejahung (positiv) oder Verneinung (negativ).

Menge: Anzahl der Individuen, auf die wir uns bei der Verhandlung beziehen.

Konzept: Eine abstrakte, universelle und geistige Darstellung eines Gegenstandes (Was ist es?). Es vereint die wesentlichen Merkmale einer Gruppe.

Image: Eine singuläre, spezifische und sensitive Darstellung eines Objekts (Was ich sehe).

Werte und Normen

Seligpreisungen: Ein konkreter Vorschlag für eine neue Lebensweise, die einen radikalen sozialen und persönlichen Wandel erfordert. Sie sind Glücksverheißungen für diejenigen, die voll leben wollen.

Die 10 Gebote:

  • 1. Liebe Gott über alles.
  • 2. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
  • 3. Heilige den Tag des Herrn.
  • 4. Ehre Vater und Mutter.
  • 5. Du sollst nicht töten.
  • 6. Du sollst nicht ehebrechen.
  • 7. Du sollst nicht stehlen.
  • 8. Du sollst nicht lügen oder falsch Zeugnis reden.
  • 9. Begehre nicht den Gedanken an Unreines.
  • 10. Begehre nicht das Gut deines Nächsten.

Wert: Etwas Objektives, das mein Gewissen erfasst und das sich ihm gegenüber aufdrängt (kulturell quantifizierbar).

Hierarchie der Werte: Ordnung der Werte nach der Bedeutung, die sie für ein Individuum oder eine soziale Gruppe haben.

Standard: Eine Reihe von Regeln oder Richtlinien für etwas.

Soziale Norm: Regeln, die das Verhalten definieren und regulieren, um das gemeinsame Zusammenleben zu fördern.

Zivilrechtliche Regel: Geschriebene Gesetze, die durch den Menschen entstehen. Sie sind variabel, relativ und beziehen sich auf das externe Verhalten. Ihre Nichteinhaltung führt zu strafrechtlichen Sanktionen.

Werturteile: Einordnung von Recht und Unrecht basierend auf einem Wertesystem. Es sind Aussagen der Subjektivität.

Logische Analyse

Erweiterung: Die Anzahl der Objekte oder Personen, auf die sich ein Konzept beziehen kann.

Verständnis: Die Anzahl der Merkmale, die ein Konzept enthält.

Analytisches Urteil: Das Prädikat ist bereits im Subjekt enthalten.

Synthetisches Urteil: Das Prädikat fügt dem Subjekt neue Merkmale hinzu.

Vermittelte Argumentation: Zwei Urteile sind erforderlich, um eine Schlussfolgerung zu erreichen.

Unmittelbarer Schluss: Erfordert nur ein Urteil, um zu einem Abschluss zu gelangen.

Satz: Ausdruck eines Urteils.

A priori: Vor der Erfahrung.

A posteriori: Nach der Erfahrung.

Klassifizierung von Werten

Axiologischer Relativismus: Bestreitet die Gültigkeit objektiver Werte; alles ist relativ (Subjektivismus).

Axiologischer Objektivismus: Werte sind objektiv und werden vom Gewissen erfasst.

Einstufung nach Max Scheler: Materielle, vitale, spirituelle, religiöse oder heilige Werte.

Einstufung nach Hessen:

  • 1. Perspektive (positiv/negativ, Dinge/Menschen).
  • 2. Materielle Begriffe (nett, hilfreich, wünschenswert).
  • 3. Subjektbezug (sensibel/geistig, logisch, ethisch, ästhetisch, religiös).

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