Grundlagen, Konzepte und Techniken der Gestalttherapie

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Grundlagen der Gestalttherapie

Die Gestalttherapie wurde von den folgenden Strömungen beeinflusst:

  • Freuds Psychoanalyse
  • Existenzphilosophie
  • Phänomenologie
  • Gestaltpsychologie mit ihrer Theorie der Perzeption (Figur-Grund, Gesetz der Prägnanz)
  • Östliche Religionen (Buddhismus, Zen)
  • Psychodrama
  • Die Theorie der muskulären Rüstung (Wilhelm Reich)
  • Die Theorie der schöpferischen Indifferenz (Siegfried Friedländer)

Gewahrsein (Awareness)

Schlüsselkonzept der Gestalttherapie.

  • Gewahrsein der Außenwelt: Sensorischer Kontakt mit Gegenständen und Ereignissen, die in der Gegenwart sind (was ich jetzt sehe, berühre usw.).
  • Gewahrsein der inneren Welt: Sensorischer Kontakt mit inneren Ereignissen wie Muskelverspannungen, unangenehmen Empfindungen, Zittern, Schwitzen etc.
  • Gewahrsein der Fantasie: Geistige Aktivität, die über die Zeit hinausgeht (Erklären, Vorstellen, Vermuten, Denken etc.).

Schichten der Neurose / Kontaktvermeidung

  • Klischee-Schicht: Oberflächliche Kommentare ("Guten Tag", "Wie geht es Ihnen?" usw.).
  • Phobische Schicht: Vermeidung von Schmerz durch Rationalisierungen, Entschuldigungen.
  • Intellektualisierung: Sprechen über das Leben, ohne es zu leben; Theoretisieren über die Gestalttherapie, die Gesellschaft, die Welt usw.

Regeln der Gestalttherapie

  • Das Prinzip des Jetzt
  • Die Ich-Du-Beziehung
  • Übernahme von Verantwortung für Sprache und Verhalten
  • Vermeide "Ich kann nicht", sage stattdessen "Ich will nicht"
  • Das Kontinuum des Bewusstseins
  • Vermeide Klatsch/Tratsch
  • Übersetzung von Fragen in Aussagen
  • Achte darauf, wie du vermeidest
  • Nicht interpretieren oder nach der "eigentlichen Ursache" suchen
  • Achte auf die körperliche Erfahrung (z. B. Änderungen in der Haltung)
  • Akzeptiere das Experimentieren und die Veränderung
  • Vertraulichkeit: Alles, was in der Gruppe gesagt und erlebt wird, bleibt vertraulich.

Schichten der Neurose (nach Perls)

  1. Das falsche Selbst (Klischee-Schicht)
  2. Das Als-ob-Selbst (Rollen-Schicht)
  3. Die phobische Schicht
  4. Die implosive Schicht (Sumpf)
  5. Die explosive Schicht
  6. Das wahre Selbst

Techniken der Gestalttherapie

  1. Technik der Überraschung: Verhindert oder unterbricht die Absicht des Klienten, dem Hier und Jetzt und seiner Erfahrung zu entfliehen.
  2. Expressive Techniken: Der Klient soll innere Zustände externalisieren.
  3. Integrative Techniken: Der Klient soll verleugnete oder abgespaltene Teile seiner Persönlichkeit annehmen und integrieren.

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