Grundlagen der Literatur, Sprache und Romantik

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Grundlagen der Literatur und Sprachwissenschaft

Die Erzählung und ihre Elemente

Erzählen bedeutet, über reale oder fiktive Ereignisse zu berichten.

Elemente der Erzählung:

  • Erzähler: Berichtet über die Ereignisse.
    • Externer Erzähler: Nimmt nicht am Geschehen teil.
    • Interner Erzähler: Ist der Hauptakteur (Protagonist) des Geschehens.
  • Zeit: Der Zeitpunkt, an dem die Ereignisse stattfinden.
  • Ort: Die Orte, an denen sich die Ereignisse abspielen.
  • Figuren: Die handelnden Personen, wie der Protagonist (Hauptfigur) oder der Antagonist (Gegenspieler).

Struktur der Erzählung:

  • Einleitung (Exposition): Hier werden die Charaktere eingeführt und die Geschichte an einem bestimmten Ort und in einer bestimmten Zeit angesiedelt.
  • Hauptteil (Knotenpunkt): Die Geschichte entfaltet und entwickelt sich.
  • Schluss (Auflösung): Das Ende der Erzählung.

Phonetische Grundlagen: Diphthong und Hiatus

Diphthong: Die Vereinigung zweier Vokale in einer einzigen Silbe. Typen:

  • Zwei schwache Vokale (i, u).
  • Ein starker Vokal (a, e, o) und ein schwacher Vokal (i, u), z. B. „auto“.

Hiatus (Pause): Vokale, die zu unterschiedlichen Silben gehören. Typen:

  • Zwei starke Vokale (a, e, o).
  • Ein starker Vokal und ein betonter (tonischer) schwacher Vokal, z. B. „tío“.

Formen der Darstellung und des Diskurses

Beschreibung: Die Darstellung der charakteristischen Merkmale von Personen, Objekten, Orten oder Ereignissen (sowohl real als auch imaginär), damit der Empfänger eine genaue Vorstellung von ihnen erhält.

Die Beschreibung von Personen kann sich auf körperliche Merkmale beziehen (Prosopographie) oder auf psychologische Merkmale (Etopöie). Wenn die Beschreibung beide Aspekte umfasst, handelt es sich um ein Porträt.

Dialog: Ein Informationsaustausch zwischen zwei oder mehr Gesprächspartnern, die sich beim Sprechen abwechseln. Dialoge können spontan oder geplant sein.

Argumentation: Eine Diskursart, bei der eine Idee durch Argumente verteidigt wird, um den Empfänger von ihrer Gültigkeit zu überzeugen.

Wortschatz und Sprachwandel

Erbwörter (Palabras patrimoniales): Wörter aus dem Lateinischen, die im Kastilischen (Spanischen) im Mittelalter integriert wurden und im Laufe der Zeit Lautveränderungen unterzogen wurden.

Kultismen (Cultismos): Wörter aus dem Lateinischen, die zu einem späteren Zeitpunkt unverändert in das Kastilische übernommen wurden und nicht die gleichen Lautentwicklungen durchlaufen haben.

Archaismen: Wörter, die von den Sprechern einer Sprache als veraltet wahrgenommen werden und daher in Vergessenheit geraten sind.

Neologismen: Wörter, die neu in eine Sprache aufgenommen wurden.

Die Epoche der Romantik

Merkmale der romantischen Literatur:

  • Das Aufbegehren (Rebellion): Viele Texte sind marginalisierten Figuren gewidmet, die eine rebellische Haltung symbolisieren (z. B. der Bettler, der Dieb, der Pirat).
  • Weltflucht (Eskapismus): Die Konfrontation mit der gesellschaftlichen Realität fördert die Flucht in die Vergangenheit oder an exotische Orte.
  • Projektion in die Natur: Romantiker drücken ihre Emotionen durch die Natur aus, bevorzugt in düsteren Umgebungen und wilden Landschaften.
  • Nationalismus: Die Romantik interessiert sich für die Identität der Völker. Daher werden Legenden, Traditionen und Geschichten aus den einzelnen Regionen gesammelt.

In Spanien beeinflusste die Romantik auch ausländische Autoren wie Johann Wolfgang von Goethe und Lord Byron.

Romantische Poesie:

  • Es wird die Polymetrie (Verwendung verschiedener Versmaße) angewendet.
  • Bevorzugte Themen sind die ideale Liebe, Leidenschaft und Einsamkeit.
  • Es werden bevorzugt rhetorische Fragen und Ausrufe verwendet.
  • Eine Lyrik, die die Gefühle und die Weltsicht des Dichters ausdrückt. Herausragende Vertreter sind José de Espronceda, Gustavo Adolfo Bécquer und Rosalía de Castro.

Rosalía de Castro: Schrieb bedeutende Werke wie „Follas Novas“ (auf Galicisch) und „En las orillas del Sar“ („An den Ufern des Sar“).

Romantische Prosa und Drama:

Die romantische Prosa entwickelte sich sowohl in fiktionalen Werken als auch in journalistischen Texten. In Spanien ragen die Legenden von Bécquer heraus. Im Bereich des Journalismus sticht Mariano José de Larra hervor.

Das romantische Drama spielte ebenfalls eine bedeutende Rolle in dieser Epoche.

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