Grundlagen der Literaturtheorie und Sprachwissenschaft

Philosophie und Ethik4,5 KB

1) Literarische Themen

  • Carpe Diem: Nutze den Tag in vollen Zügen.
  • Tempus Fugit: Die Zeit vergeht schnell, ohne Bremskraft.
  • Ubi sunt: Wo sind die Menschen geblieben, die wir vergessen haben?
  • Beatus Ille: Finden Sie sich, losgelöst vom Materiellen.
  • Locus amoenus: Suche nach dem idealen Ort.
  • Memento Mori: Eines Tages kommt für alle der Tod.
  • Widmung: Geschrieben zu Ehren jemandes.
  • Falsche Bescheidenheit: Ich suche die Sympathie der Zuhörer.
  • Invokation des Göttlichen: Gott um Inspiration und Klarheit für die Arbeit bitten.
  • Natur als Vertrauter: Die freundliche Natur des Menschen.
  • Häufigkeit: Lob der Erde und ihrer Landschaften.
  • Golden Age: Erinnerungen an eine frühere, bessere Welt.
  • Originalität: Nichts sagen, um das Originale in der Schwebe zu halten.
  • World Upside Down: Aufzählung unmöglicher Dinge, die die Welt verändern.

2) Funktionen der Sprache

  • Emotiv: Der Sender drückt Gefühle aus.
  • Appellativ oder konativ: Der Rezeptor wird zu einer Handlung bewegt (z. B. dramatische Aufforderung).
  • Poetisch: Die Nachricht steht im Fokus (z. B. Lyrik, Reime, Gedichte).
  • Metasprachlich: Der Code wird erklärt, um Bedeutung zu vermitteln.
  • Phatisch: Der Kanal wird geprüft; startet, stoppt oder beendet den Dialog.
  • Referenziell: Der thematische Kontext; z. B. eine Erzählung, die Ereignisse bejaht oder verneint.

3) Sprechakte

  • Lokutionär: Was gesagt wird (der Akt des Sagens).
  • Illokutionär: Die Absicht; etwas durch das Sagen bewirken.
  • Perlokutionär: Die Wirkung dessen, was gesagt und getan wurde.

Direkte und indirekte Sprechakte

  • Direkt: Der Empfänger wird direkt angesprochen (z. B. „Bitte schließen Sie das Fenster“).
  • Indirekt: Eine Aussage deutet indirekt auf ein Anliegen hin (z. B. „Ui, es zieht“).

Klassifizierung der Sprechakte

  • Assertiva: Etwas wird mit Sicherheit bejaht oder verneint. Verben: beschreiben, informieren, definieren, glauben.
  • Direktiva: Der Sprecher bewegt den Hörer zu einer Handlung. Verben: einladen, befehlen, fragen.
  • Kommissiva: Der Sprecher verpflichtet sich zu einer Handlung. Verben: versprechen, schwören, wetten.
  • Expressiva: Der Sprecher drückt emotionale oder physische Zustände aus. Verben: begrüßen, danken, Beileid aussprechen, gratulieren.
  • Deklarativa: Änderung bestimmter Aspekte der Realität durch den Sprecher. Verben: taufen, diktieren, verheiraten.

4) Argumentative Texte

  • These: Die zentrale Idee, um den Empfänger zu überzeugen.
  • Argument: Gründe, basierend auf Fakten und Daten.
  • Basis: Unterstützung für das Argument oder die These.
  • Garantie: Verbindung zwischen Basis/Argumenten und der These.

Formen der Argumentation

  • Symptomatisch (Zeichen): Schlussfolgerungen basierend auf Anzeichen.
  • Instrumental (Kausal): Gründe werden als Ursache präsentiert, die zu einer Folge führen.
  • Analog: Vergleich zweier unterschiedlicher Situationen mit ähnlichen Attributen.
  • Generalisierung: Schlussfolgerung aus mehreren ähnlichen Instanzen des gleichen Typs.
  • Autoritätsargument: Stützung der These durch Zitate von Experten oder Autoritäten.

5) Formen der Liebe

  • Ideale Liebe: Liebe ohne physischen Kontakt.
  • Idealisierte Liebe: Die Suche nach einer perfekten Person, die so nicht existiert.
  • Mystische Liebe: Liebe zu Gott, Frieden und spirituelle Erfüllung.
  • Sinnliche Liebe: Fleischliche Liebe, Anziehung und körperlicher Kontakt.

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