1) Literarische Themen
- Carpe Diem: Nutze den Tag in vollen Zügen.
- Tempus Fugit: Die Zeit vergeht schnell, ohne Bremskraft.
- Ubi sunt: Wo sind die Menschen geblieben, die wir vergessen haben?
- Beatus Ille: Finden Sie sich, losgelöst vom Materiellen.
- Locus amoenus: Suche nach dem idealen Ort.
- Memento Mori: Eines Tages kommt für alle der Tod.
- Widmung: Geschrieben zu Ehren jemandes.
- Falsche Bescheidenheit: Ich suche die Sympathie der Zuhörer.
- Invokation des Göttlichen: Gott um Inspiration und Klarheit für die Arbeit bitten.
- Natur als Vertrauter: Die freundliche Natur des Menschen.
- Häufigkeit: Lob der Erde und ihrer Landschaften.
- Golden Age: Erinnerungen an eine frühere, bessere Welt.
- Originalität: Nichts sagen, um das Originale in der Schwebe zu halten.
- World Upside Down: Aufzählung unmöglicher Dinge, die die Welt verändern.
2) Funktionen der Sprache
- Emotiv: Der Sender drückt Gefühle aus.
- Appellativ oder konativ: Der Rezeptor wird zu einer Handlung bewegt (z. B. dramatische Aufforderung).
- Poetisch: Die Nachricht steht im Fokus (z. B. Lyrik, Reime, Gedichte).
- Metasprachlich: Der Code wird erklärt, um Bedeutung zu vermitteln.
- Phatisch: Der Kanal wird geprüft; startet, stoppt oder beendet den Dialog.
- Referenziell: Der thematische Kontext; z. B. eine Erzählung, die Ereignisse bejaht oder verneint.
3) Sprechakte
- Lokutionär: Was gesagt wird (der Akt des Sagens).
- Illokutionär: Die Absicht; etwas durch das Sagen bewirken.
- Perlokutionär: Die Wirkung dessen, was gesagt und getan wurde.
Direkte und indirekte Sprechakte
- Direkt: Der Empfänger wird direkt angesprochen (z. B. „Bitte schließen Sie das Fenster“).
- Indirekt: Eine Aussage deutet indirekt auf ein Anliegen hin (z. B. „Ui, es zieht“).
Klassifizierung der Sprechakte
- Assertiva: Etwas wird mit Sicherheit bejaht oder verneint. Verben: beschreiben, informieren, definieren, glauben.
- Direktiva: Der Sprecher bewegt den Hörer zu einer Handlung. Verben: einladen, befehlen, fragen.
- Kommissiva: Der Sprecher verpflichtet sich zu einer Handlung. Verben: versprechen, schwören, wetten.
- Expressiva: Der Sprecher drückt emotionale oder physische Zustände aus. Verben: begrüßen, danken, Beileid aussprechen, gratulieren.
- Deklarativa: Änderung bestimmter Aspekte der Realität durch den Sprecher. Verben: taufen, diktieren, verheiraten.
4) Argumentative Texte
- These: Die zentrale Idee, um den Empfänger zu überzeugen.
- Argument: Gründe, basierend auf Fakten und Daten.
- Basis: Unterstützung für das Argument oder die These.
- Garantie: Verbindung zwischen Basis/Argumenten und der These.
Formen der Argumentation
- Symptomatisch (Zeichen): Schlussfolgerungen basierend auf Anzeichen.
- Instrumental (Kausal): Gründe werden als Ursache präsentiert, die zu einer Folge führen.
- Analog: Vergleich zweier unterschiedlicher Situationen mit ähnlichen Attributen.
- Generalisierung: Schlussfolgerung aus mehreren ähnlichen Instanzen des gleichen Typs.
- Autoritätsargument: Stützung der These durch Zitate von Experten oder Autoritäten.
5) Formen der Liebe
- Ideale Liebe: Liebe ohne physischen Kontakt.
- Idealisierte Liebe: Die Suche nach einer perfekten Person, die so nicht existiert.
- Mystische Liebe: Liebe zu Gott, Frieden und spirituelle Erfüllung.
- Sinnliche Liebe: Fleischliche Liebe, Anziehung und körperlicher Kontakt.