Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften und Finanzen
Einführung in Wirtschaft und Verwaltung
In der Analyse von Wirtschaft und Verwaltung werden das Währungs-, Kredit- und Bankwesen sowie ausländische Investitionen berücksichtigt. Die Formalwissenschaften untersuchen Ideen, die sich nicht auf die Realität beziehen. Die Einteilung erfolgt in formale Wissenschaften (Logik und Mathematik) und Realwissenschaften (natürliche bio-physikalische Chemie, psycho-kulturelle und sozialpsychologische Soziologie etc.).
Der Begriff der Ökonomie und die Politische Ökonomie
Der Begriff Ökonomie leitet sich aus dem Griechischen von Oikos (Haus) und Nomos (Verwalter) ab. Die Politische Ökonomie hat ihren Ursprung im antiken Griechenland bei Aristoteles. Sie erschien 1615 erneut bei Antonio de Montchrestien in seinem Essay „Abhandlung über die politische Ökonomie“ und 1771 bei Pietro Verri zum Thema „Meditationen über die politische Ökonomie“.
Bedürfnisse und die Voraussetzungen für Güter
Es gibt zwei Typen von Bedürfnissen: natürliche (grundlegende oder physiologische) und künstliche (kulturelle). Diese stehen im Gegensatz zueinander: absolut und relativ, dringend und verzögert, positiv und negativ. Alles, was der Mensch direkt oder indirekt zur Befriedigung seiner Bedürfnisse nutzt, wird geschätzt.
Nach Carl Menger müssen vier Voraussetzungen erfüllt sein, um ein Objekt als Gut zu kennzeichnen:
- 1) Ein konkretes Bedürfnis ist vorhanden.
- 2) Das Objekt besitzt die entsprechenden Eigenschaften.
- 3) Diese Eigenschaften sind bekannt.
- 4) Es besteht die Möglichkeit der Verfügung.
Wert, Arbeit und Marktmechanismen
Wert: Die Kapazität eines Objekts, ein Bedürfnis oder einen Wunsch zu erfüllen. Arbeit ist die bewusste und rationale menschliche Tätigkeit, die nützliche Dinge hervorbringt.
Der Briefkurs bezeichnet Mengen eines Elements, die pro Zeiteinheit gekauft werden. Das Angebot ist die Menge an Waren, die zu einem bestimmten Preis pro Zeiteinheit zum Verkauf steht. Der Verbrauch stellt den Endpunkt der wirtschaftlichen Aktivität dar.
Öffentliche Finanzen und Wirtschaft als Kunst
Laut Roberto Guerra befassen sich die öffentlichen Finanzen mit der Erzeugung monetärer Einkünfte durch den Staat. Aniceto Rosas und Roberto Santillán definieren Finanzierung als die Wissenschaft vom Geldverdienen. Produktivität ist eng mit dem Wirtschaftswachstum verknüpft. Wirtschaft als Kunst wird als Ausdruck des freien Willens des Menschen verstanden, um Ziele der Wirtschaftspolitik zu erreichen.
Wirtschaftsgeschichte und Denkschulen
Die Patristik (Kirchenväter) verband Evangelisierung mit einer neuen christlichen Wirtschaftsweise. Der Merkantilismus setzte auf industriellen Protektionismus zulasten der Landwirtschaft. Der Liberalismus hingegen lehnt Protektionismus ab. Mit der Aufklärung wurden Vorurteile durch den menschlichen Geist überwunden.
Francis Quesnay, Gründer der Physiokratie, verfasste das Tableau économique. Er unterschied drei Klassen: die produktive Klasse, die Eigentümer und die sterile Klasse. Adam Smith, der Vater der Ökonomie, thematisierte die Arbeitsteilung in seinem Werk Der Wohlstand der Nationen.
Weitere Vertreter: Federico Gentz (deutsche Romantik), Karl Marx (Marxismus) und Milton Friedman (Neo-Orthodoxie und Geldmenge).
Produktionsfaktoren und Ressourcen
Die Produktion umfasst Güter und Dienstleistungen. Nach Alfred Marshall sind die Produktionsfaktoren: Land, Arbeit, Kapital und Organisation. Kapital besteht aus Instrumenten und produzierten Gütern. Es wird klassifiziert in: Spar-, Vermögens-, Fest-, Finanz-, Kredit-, Privat-, Produktions- und Sozialkapital.
Organisation sichert den Erfolg der Produktion. Jorge L. Tamayo unterteilt natürliche Ressourcen in: erneuerbare, nicht erneuerbare und permanente Ressourcen. Erich Zimmermann betonte, dass Ressourcen die Basis für Sicherheit, Macht und Reichtum sind.
Dienstleistungen, Markt und Kreditwesen
Dienstleistungen sind immaterielle Tätigkeiten zur Erfüllung fremder Bedürfnisse. Der Tourismus beschreibt die Bewegung von Reisenden, wobei der Tourist als Phänomen nach der Einführung des bezahlten Urlaubs entstand.
Ein Markt ist der Ort des Austauschs zwischen Käufern und Verkäufern. Ein Monopol liegt vor, wenn nur ein Unternehmen als Anbieter existiert (Beispiele: Telmex, Pemex). Kredit (lateinisch credere: Vertrauen) setzt Vertrauen und Solvenz voraus. Funktionen des Kredits: Kapitalbereitstellung, Produktionsförderung und Markterweiterung. Elemente: Darlehen, Fälligkeit und Vertrauen.
Bankwesen und Fiskalpolitik in Mexiko
Das Zentralbankwesen reguliert Geld- und Kreditvolumen. Die Banco de México wurde am 28. August 1925 gegründet. Meilensteine: Erster Code de Commerce (1884), Bankrecht (1897), erste Bankenkonvention (1924).
Die Fiskalpolitik steuert die Wirtschaft über Steuern, Staatsverschuldung und öffentliche Ausgaben. Direkte Steuern (z. B. Grundsteuer) werden direkt vom Steuerpflichtigen gezahlt, während indirekte Steuern den Verbrauch (Zölle, Autos) betreffen. Öffentliche Ausgaben dienen der Erfüllung staatlicher Aufgaben. Wenn die Ressourcen für öffentliche Ausgaben unzureichend sind, erfolgt eine Kreditgewährung oder Kreditaufnahme durch den Staat.