Grundlagen der wissenschaftlichen Forschung und Methodik
Erkenntnistheoretische Grundlagen
Aristoteles beschreibt, wie Wissen durch die fünf Sinne, die Phantasie und schließlich durch den Verstand gewonnen wird.
- Subjektivismus: Konzentriert sich auf das erkennende Subjekt.
- Objektivismus: Konzentriert sich auf das Objekt der Erkenntnis.
- Mikro-Makro-Kosmos: Es besteht kein grundlegender Unterschied; es handelt sich um verschiedene Perspektiven, die durchdringenderes Verständnis und Demut erfordern.
- Rationalismus: Die Vernunft ist die primäre Quelle wissenschaftlicher Erkenntnis.
- Kritik: Ein Versuch der Versöhnung beider Positionen. Erkenntnis stammt zwar aus der Erfahrung, erschöpft sich jedoch nicht darin, da sie sonst keinen universellen Charakter hätte.
Grundlagen der wissenschaftlichen Forschung
1. Forschung als Akt der Authentizität
Der Mensch ist von Natur aus ein Forscher. Der Drang, zu untersuchen, zu fragen und zu lernen, zwingt ihn dazu, den Sinn der Dinge zu suchen.
2. Aspekte der philosophischen Fragestellung
- Vorverständnis des Themas.
- Erweiterung des Bedeutungshorizonts.
3. Merkmale der Forschung
- Systematisch: Ein detaillierter Plan mit der Intention, die Wahrheit zu finden.
- Objektiv: Festlegung von Fakten, Beziehungen oder Erklärungen, die für jedes Subjekt gültig sind.
- Die Studie erfolgt über ein klar definiertes Thema, um präzise Ziele zu erreichen.
- Die Forschung basiert auf geeigneten Quellen und aktuellen Werken.
- Das Ziel ist ein in sich geschlossenes, einheitliches Ganzes.
4. Ziele der wissenschaftlichen Arbeit
- Ergänzung des Wissens zu einem bestimmten Thema.
- Vertiefung von Konzepten, Thesen und wissenschaftlichen Argumenten.
- Überprüfung bereits bekannter Wahrheiten.
Forschungsmethodik
Definition der Methode
Eine Methode ist der geordnete Weg oder das Verfahren, um ein Ziel zu erreichen. Ohne Methode verfällt man in ein Labyrinth der Unordnung, was zu Entmutigung und Frustration führt.
Vorteile der Methode
Sie spart Aufwand und nutzt die Erfahrung zahlreicher Vorgänger, die bereits ähnliche Suchprozesse durchlaufen haben.
Methodenarten
- Analytische Methode: Unterscheidet die Teile eines Ganzen und prüft jedes Element separat.
- Synthetische Methode: Führt die zuvor einzeln untersuchten Elemente zusammen, um Zusammenhänge zu verstehen.
Die 4 Stufen der Forschung
- Beobachtung: Analyse einzelner Fälle.
- Induktion: Formulierung eines allgemeinen Gesetzes.
- Deduktion: Anwendung des Gesetzes auf den Einzelfall.
- Synthese: Integration scheinbar getrennter Wahrheiten.
Rechtfertigung der Forschung
Hierbei werden der Nutzen und der potenzielle Wert einer Untersuchung bewertet:
- A) Soziale Relevanz
- B) Praktische Auswirkungen
- C) Technischer Wert