Journalismus und Poesie: Grundlagen und Grammatik

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Lektion 4: Die Presse

Die Presse verfolgt zwei Hauptziele: objektiv über aktuelle Ereignisse zu informieren und zu interpretieren. Es gibt zwei Arten von journalistischen Gattungen:

  • Informative Gattungen: Die Absicht ist es, über aktuelle Ereignisse zu informieren.
  • Interpretative Gattungen: Hier werden Fakten analysiert und aus verschiedenen Gesichtspunkten bewertet.

Strukturarten der Presse

  • Umgekehrte Pyramide: Informationen werden in der Reihenfolge ihrer Relevanz angeordnet.
  • Narrative Struktur: Die chronologische Reihenfolge der Ereignisse wird eingehalten.
  • Dialogstruktur: Der Text ist wie ein Gespräch organisiert.

Die sechs W-Fragen

Wer, warum, wo, wann, was und wie.

Das Interview

Ein Dialog zwischen einer bekannten Persönlichkeit und einem Journalisten. Es gibt zwei Arten:

  • Persönlichkeitsinterview: Zielt darauf ab, den Charakter und die Tätigkeit der Person zu beleuchten.
  • Meinungsinterview: Der Befragte äußert sich als Experte zu einem bestimmten Thema.

Die Chronik

Ein Genre, das Ereignisse in Raum und Zeit beschreibt.

Lektion 5: Poesie

Ein Gedicht ist eine Komposition aus mehreren Versen, die durch Rhythmus und Einheit miteinander verbunden sind.

Arten von Gedichten

  • Gebundenes Gedicht: Folgt der poetischen Tradition mit festem Metrum und Strophenbau.
  • Gedicht in freien Rhythmen: Folgt keinem festen metrischen Muster oder Reimschema; es entwickelt einen eigenen Rhythmus.
  • Musikalisches Gedicht: Eine Art von Komposition, die zum Singen gedacht ist.
  • Experimentelles Gedicht: Bricht mit Traditionen und nutzt kreative Freiheit, visuelle Elemente und geometrische Darstellungen.
  • Gedicht in Prosa: Verzichtet auf Metrik und Strophen, setzt aber stark auf rhetorische Bilder und präzise Wortwahl.

Literarische Themen und Töne

Themen wie Liebe, Tod, Natur und Schönheit werden durch den Ton des Dichters vermittelt:

  • Humoristischer Ton: Betonung komischer oder absurder Aspekte.
  • Festlicher Ton: Vermittelt Optimismus und Freude.
  • Ernster Ton: Äußert Sorge bei wichtigen Problemen.
  • Melancholischer Ton: Vermittelt Pessimismus, Traurigkeit, Nostalgie und Erinnerung.

Die Wortklasse: Das Verb

Das Verb informiert über Handlungen, Zustände oder Prozesse.

  • Morphologisch: Das Verb besteht aus einem Lexem (Wurzel) und einer Endung.
  • Syntaktisch: Das Verb bildet den Kern des Prädikats und bestimmt die Ergänzungen.
  • Lexikalisch: Durch derivative Morpheme können neue Kategorien gebildet werden.

Grammatikalische Merkmale

  • Person: Drückt die grammatische Person aus.
  • Numerus: Singular oder Plural.
  • Tempus: Einfache Zeiten oder zusammengesetzte Zeiten (mit Hilfsverb).
  • Aspekt: Fokus auf den Prozess (abgeschlossen oder in Entwicklung).
  • Modus: Indikativ, Konjunktiv, Imperativ.
  • Persönlich vs. Unpersönlich: Unpersönliche Formen sind Infinitiv, Gerundium und Partizip.

Konjugation

Man unterscheidet zwischen regulären Verben (folgen dem Konjugationsmuster) und unregelmäßigen Verben.

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