Journalistische Textformen: Ein Leitfaden

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Untergattungen im Journalismus

Journalismus hat das Ziel, Leser zu informieren und Themen zu kommentieren. Die Untergattungen unterscheiden sich in Information, Meinung und hybride Formen.

1. Informative Untergattungen

A) Die Nachricht

Die Nachricht berichtet über Tatsachen oder Ereignisse von allgemeinem Interesse in erzählender Form. Sie kann kurz oder ausführlich sein und gliedert sich in folgende Teile:

  • Leib/Inhaber: Besteht aus verschiedenen Elementen:
    • Unterwegs: Der Titel des Abschnitts.
    • Titel: Die größte Schriftgröße, um den Grundgedanken hervorzuheben.
    • Top-Titel oder Untertitel: Kleinere Schriftgröße, um Informationen anzukündigen oder zu ergänzen.
    • Online-Kredit: Identifiziert den Autor und den Herkunftsort.
  • Entry/Lead: Fasst die wichtigsten Informationen in komprimierter Form zusammen (die 6 W-Fragen: Wer, was, wann, wo, warum und wie).
  • Body der Nachricht: Die restlichen Absätze, die das Ereignis entwickeln. Häufige Strukturen sind:
    • Umgekehrte Pyramide: Die Inhalte werden nach absteigender Wichtigkeit geordnet.
    • Chronologisch-narrative Struktur: Die Geschichte verläuft zeitlich vom Anfang bis zum Ergebnis.
    • Mixed-Story: Eine Kombination aus beidem; der erste Absatz liefert die wichtigsten Fakten, gefolgt von einer chronologischen Erzählung.

Bei politischen Nachrichten werden oft Aussagen von Personen zitiert, wobei die Organisation thematisch oder persönlich erfolgen kann.

B) Der Bericht

Der Bericht ist eine umfassendere informative Darstellung. Während die Nachricht durch Dringlichkeit gekennzeichnet ist, zeichnet sich der Bericht durch Strenge und fundierte Daten aus. Der Prozess umfasst:

  • Wahl des Themas: Es sollte für die Leser von Interesse sein.
  • Dokumentation: Sammeln von Informationen aus verschiedenen Quellen.
  • Forschung: Entdeckung neuer Aspekte durch Recherche vor Ort oder Interviews.
  • Kontrast der Quellen: Überprüfung der Richtigkeit vor der Veröffentlichung.
  • Final Editorial: Der Journalist nutzt einen freieren, persönlicheren Stil.

C) Das Interview

Es gibt zwei Arten von Interviews: das Fachinterview (mit einem Spezialisten zu einem aktuellen Thema) und das Persönlichkeitsinterview (der Fokus liegt auf der Person selbst). Es gliedert sich in:

  • Einleitung: Der Interviewer erläutert die Bedeutung des Themas, stellt die Autorität des Befragten vor und beschreibt die Situation oder Umgebung.
  • Entwicklung: Direkte Fragen und Antworten, oft gekennzeichnet durch die Namen der Beteiligten oder durch die Begriffe FRAGE / ANTWORT. Gelegentlich fügt der Redakteur Kommentare in den Dialog ein.

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