Der Kaufentscheidungsprozess: Die 5 Phasen erklärt
Der Kaufentscheidungsprozess
Phase 1: Entstehung des Konsumbedürfnisses
Der Verbraucher verspürt ein Bedürfnis, das durch den Konsum einer Ware oder Dienstleistung befriedigt werden kann. Sein Wunsch wird so stark, dass er gegenüber anderen unerfüllten Bedürfnissen priorisiert wird.
Phase 2: Informationssuche
In dieser Phase sucht der Verbraucher auf dem Markt nach Informationen über das Produkt oder die Dienstleistung, die er zur Befriedigung seines Bedürfnisses benötigt. Der Kauf von Produkten oder die Inanspruchnahme von Dienstleistungen ist für den Verbraucher stets mit Risiken verbunden, wie zum Beispiel:
- Kauf zu überhöhten Preisen
- Fehlentscheidungen bei der Produktauswahl
- Hoher Zeit- und Arbeitsaufwand bei der Informationsbeschaffung
Abseits dieser geplanten Informationssuche gibt es sogenannte Impulskäufe, bei denen Verbraucher ohne vorherige Recherche handeln.
Phase 3: Identifizierung und Analyse von Alternativen
Der Verbraucher identifiziert verschiedene Angebote und Alternativen auf dem Markt. Da ein Produkt einen anderen Wert haben kann, als es auf den ersten Blick scheint, sollten Unternehmen analysieren, wie Verbraucher ihre Produkte bewerten. Sollte die Bewertung nicht zweckmäßig sein, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:
- Anpassung der eigenen Produkte oder Dienstleistungen.
- Maßnahmen zur Verbesserung des eigenen Markenimages.
- Maßnahmen zur Beeinflussung der Wahrnehmung von Konkurrenzprodukten.
Phase 4: Kaufentscheidung und Durchführung
Das Ergebnis der Bewertung führt zur Entscheidung für ein bestimmtes Produkt. Zwischen der Kaufentscheidung und der tatsächlichen Umsetzung können jedoch Faktoren auftreten, die zu einer Änderung der Entscheidung führen, wie etwa negative Einstellungen Dritter oder neu auftretende Risiken.
Unternehmen müssen den Kaufprozess aktiv fördern und erleichtern, beispielsweise durch:
- Attraktive Zahlungserleichterungen
- Professionelle Beratung und Betreuung durch Verkäufer
Phase 5: Verhalten nach dem Kauf
Nach Abschluss des Kaufs können beim Konsumenten Zweifel aufkommen. Dieser psychische Zustand wird als kognitive Dissonanz (Post-Purchase Dissonance) bezeichnet.