Konjunkturzyklen und Finanzmanagement im Unternehmen

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Konjunkturzyklen im Unternehmen

Konjunkturzyklen beschreiben den Prozess, in dem ein Unternehmen investierte Aufwendungen durch Verkäufe wieder zurückgewinnt. Man unterscheidet dabei zwei Arten von Zyklen:

Der lange Zyklus

Der lange Zyklus beginnt mit der Erfassung von Ressourcen und deren Bindung in Anlagevermögen (z. B. Maschinen). Diese Güter verlieren über die Zeit an Wert. Die Rückgewinnung des investierten Kapitals erfolgt hier über mehrere Jahre durch Abschreibungen.

Der kurze Zyklus

Der kurze Zyklus beginnt mit der Bindung von Ressourcen für den Erwerb von Rohstoffen und Hilfsgütern. Er umfasst die Produktion, den Verkauf des Produkts und endet mit dem Zahlungseingang aus Rechnungen. Die PM (Periodenmitte/Durchlaufzeit) ist die Zeit, die das Unternehmen benötigt, um das in den Produktionsprozess investierte Geld zurückzugewinnen.

Wirtschaftliche und finanzielle Kennzahlen

Die ökonomische PM umfasst die gesamte Zeitspanne vom Eingang der Rohstoffe im Lager bis zur Bezahlung der Rechnungen durch den Kunden.

  • PMV = PMA + PFP + PMC
  • Finanzielle PM = PMA + PFP + PMC - PMP

Die finanzielle PM gibt die Anzahl der Tage an, für die das Unternehmen eine vollständige Finanzierung benötigt.

Besonderheiten bei Handelsunternehmen

Bei einem Handelsunternehmen entfällt der produktive Prozess, da lediglich Waren gekauft und verkauft werden.

  • Lagerdauer der Fertigprodukte (PFP): Zeit, in der Produkte bis zum Verkauf gelagert werden.
  • Durchschnittliche Inkassodauer (PMC) und Durchschnittliche Zahlungsdauer (PMP).

Die finanzielle PM berechnet sich hier als: PM = PMA + PMC - PMP. Das Unternehmen sollte anstreben, die Zyklusdauer so kurz wie möglich zu halten, um die Rendite der Ressourcen zu maximieren.

Verbindung zwischen PM und Finanzbedarf (FM)

Der Finanzbedarf (FM) ist die Menge an Ressourcen, die zur Finanzierung der PM benötigt wird. Je kürzer die Laufzeit, desto geringer ist der notwendige FM. Ein negativer PM-Wert deutet nicht zwingend auf ein Liquiditätsproblem hin.

Bestimmung des finanziellen Gleichgewichts

Ein korrekt bestimmter FM sichert das kurzfristige finanzielle Gleichgewicht und vermeidet Liquiditätsengpässe.

Methoden zur Bestimmung:

  • Umschlagsmethode: Berechnung des durchschnittlichen finanziellen Gleichgewichts der einzelnen Bilanzpositionen.
  • Formel: (I) = Summe der Flussgrößen × (PM / 365)

Berechnung des Finanzbedarfs (FM):

FM = A + F% + NV + C + V% - P%

Legende:
A: Gesamtverbrauch der Periode
F: Produktionskosten
V: Kosten der verkauften Produkte
C: Jährliche Umsätze
P: Gesamtbetrag der Einkäufe

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