Linguistik: Morphologie, Semantik und journalistische Texte

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Lexem und Morphem

Wort: Lexem + Morphem. Das Lexem sorgt für die lexikalische Bedeutung; das Morphem für die grammatische Bedeutung. Familien-Lexikon: Wörter, die zur selben Lexemfamilie gehören, werden in semantische Felder eingeordnet. Worte sind in Felder eingeteilt, in denen sie denselben Gedanken beziehen.

Semantik und Bedeutungen

Semantisches Feld: Eine Reihe von Wörtern, die eine gemeinsame Bedeutung tragen. Denotative Sinne (denotative Bedeutung) bezeichnet die wörtliche, objektive Bedeutung. Konnotative Bedeutung umfasst bildhafte, emotionale oder subjektive Assoziationen.

Weitere sprachliche Phänomene

Silbentrennung (Pause): Silbentrennung ist die Aufteilung von Wörtern in Silben; Pausen können bei der Wortbildung zwischen zwei verschiedenen Mitgliedern auftreten, die zusammen ein Wort bilden.

Grammatische Kategorien

Person: 1., 2., 3. Person. Tempus (Zeit): Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Numerus: Singular oder Plural. Modus: Zeigt die Einstellung des Sprechers zur Aktion, die durch das Verb ausgedrückt wird. Beispiele:

  • Indikativ: Aussage über konkrete Tatsachen.
  • Imperativ: Aufforderung, Befehl, konkrete Handlungsanweisung.
  • Konjunktiv: Mögliches, Wünschenswertes oder Irreales.

Tempus und zusammengesetzte Formen

Tempus: Verbalform besteht aus Lexem + Morphem. Zusammengesetzte Zeiten werden mit einem Hilfsverb + dem Partizip Perfekt des Verbs gebildet.

Nichtpersonale Formen

Nonpersonale Formen: Infinitiv, Gerundium, Partizip — Formen, die nicht nach Person konjugiert werden.

Aktiv und Passiv (Stimme)

Aktive Stimme: Das Thema (Subjekt) führt die Aktion des Verbs aus. Passive Stimme: Das Subjekt empfängt die Aktion des Verbs. Die Stimme zeigt die Beziehung zwischen Subjekt und Verb im Satz und wie die Aktion ausgeführt wird.

Konjugation und Verbklassen

Konjugation: In verbaler Form stellt jede Konjugation die Flexion eines Verbs dar. Beispiele für Verbklassen (in romanischen Sprachen): 1. Konjugation: -ar, 2. Konjugation: -er, 3. Konjugation: -ir (Beispielwort: gehen). Regelmäßige Verben: Gleiches Lexem mit vorhersehbaren Morphemformen. Unregelmäßige Verben: Abweichendes Lexem und morphologische Variationen.

Sprache als Code und Kommunikation

Sprache: Ein System von sprachlichen Zeichen, ein Code, der kombiniert werden kann, um unendliche mündliche und schriftliche Mitteilungen zu ermöglichen.

Kommunikationsfunktionen (Jakobson)

Sender (Emittent) — Empfänger (Rezeptor) — Kontext — Kanal — Code — Nachricht. Typische Funktionen:

  • Referentielle Funktion (Bezug): Informationsübermittlung.
  • Expressive Funktion (emotive): Ausdruck der Haltung des Senders.
  • Appellative Funktion (konativ): Beeinflussung des Empfängers.
  • Phatische Funktion (Kanal): Kontaktaufbau und -erhalt.
  • Metasprachliche Funktion (Code): Kommentierung des Codes selbst.
  • Poetische Funktion (Nachricht): Fokussierung auf die Form der Nachricht.

Journalistische Texte

Texte, die in Zeitungen veröffentlicht werden, sollen Ideen und aktuelle Geschehnisse an ein breiteres Publikum kommunizieren. Verschiedene journalistische Textformen:

Nachrichten (News)

News: Journalistischer, informativer Text, der objektiv über ein Ereignis von menschlichem Interesse berichtet. Wichtige Fragen: Wer? Was? Wo? Wann? Wie? Warum? (Was, wer, wo, wann, wie, warum?).

Headline, Lead und Body

Headline: Kurz und prägnant, fasst den Inhalt der Nachricht zusammen. Lead (Eintrag): Der erste Absatz der Geschichte, der die wichtigsten Informationen enthält. Body: Der Hauptteil der Nachricht mit Details und Hintergrund.

Reportage und Interview

Reportage: Journalistisch-informativer Text, der ein Thema von öffentlichem Interesse ausführlich behandelt; enthält oft persönliche Eindrücke und Kontextinformationen. Interview: Ein journalistischer Text in Form eines Gesprächs zwischen Journalist und einer Person, deren Ansichten für aktuelle Themen relevant sind; besteht aus Einleitung, Hauptteil und ggf. Kommentar.

Diakritische Zeichen und Satzzeichen

Diakritische Zeichen: Zeichen wie Tilde oder Akzent, die verwendet werden, um Wörter zu unterscheiden oder ihre Aussprache zu kennzeichnen. Komma: Das Satzzeichen stellt eine kurze Pause dar. Semikolon: Kennzeichnet eine Pause, die stärker ist als ein Komma, aber schwächer als ein Punkt.

Sprache ist ein Code von Zeichen, die miteinander kombiniert werden können, sodass wir unendliche verbale Mitteilungen — mündlich und schriftlich — erzeugen können.

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