Arabische Poesie in Al-Andalus: Ibn Hazm und Ibn Guzman
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Arabische Poesie in Al-Andalus: Ibn Hazm
Im arabischen Spanien wimmelte es von Dichtern des klassischen Gesangs, die in einem eleganten Stil verschiedene Themen behandelten: Sehnsucht, Liebe und den Genuss von Tafelwein. Unter ihnen ist Ibn Hazm von Córdoba, der aus politischen Gründen verbannt wurde. Dort schrieb er sein berühmtes Werk: Der Ring der Taube.
Der Ring der Taube ist eine Abhandlung in Vers und Prosa über die Liebe, in der der Autor Ausschnitte aus seinen Gedichten streut. Mit Strenge und Subtilität analysiert der Autor die Art der leidenschaftlichen Liebe, die Beziehungen zwischen Liebenden, ihre Sorgen und Freuden sowie die Verdienste der Enthaltsamkeit.
Was dem Buch jedoch besonderen Wert verleiht, sind die persönlichen Erfahrungen und Geschichten, die der Autor einfließen lässt. Sie führen uns in unterschiedliche Umgebungen ein, was es zu einem wertvollen Dokument macht, um das Córdoba zur Zeit von Al-Mansur kennenzulernen.
Volksdichtung
Parallel zur gelehrten Poesie entstand eine weitere, populäre Form. Sie war das Ergebnis der Kontakte zwischen der gebildeten arabischen Elite und der Bevölkerung, die bereits die romanische Sprache sprach.
- Gegen die Kasside: Lange, monorhythmische Verse der klassischen Dichter.
- Populärer Gebrauch: Kurze Strophen mit unterschiedlichen Reimen, geeignet für Chöre (Zejels) oder die Kombination von Versen in klassischem Arabisch (Moaxajas) mit romanischen Cantarcillos (Jarchas).
Mucadam ben Muafa, wegen seiner Heimat auch „der blinde Ziegenhirte“ genannt, gilt als Erfinder des Zejels. Diese Versform aus dem 12. Jahrhundert wurde von Ibn Guzman perfektioniert und später intensiv in der traditionellen kastilischen Lyrik verwendet.
Ibn Guzman
Ibn Guzman war ein Mann von großer Kultur, der sich für eine lebendige und populäre Poesie entschied. Er verwendete im Zejel eine Mischung aus vulgärem Arabisch und Romanisch, um ironisch über ernste Themen wie Religion, Liebe oder aktuelle politische und gesellschaftliche Ereignisse zu sprechen.
Ibn Guzman war ein Straßendichter, ein Spielmann, der gerne Szenen aus dem Souk beschrieb: von Versammlungen betrunkener Streitigkeiten bis hin zu Ladenbesitzern, bei denen er um Geld, Brot, Hemden oder Futter für sein Pferd bat.