Marketing-Grundlagen: International, Beziehungen & Segmentierung
Internationales Marketing: Grundlagen und Herausforderungen
Internationales Marketing folgt denselben grundlegenden Prinzipien wie nationales Marketing: Der Verbraucher ist der Kern unternehmerischer Entscheidungen, und das Unternehmen widmet sich der Befriedigung seiner Bedürfnisse.
Besondere Aspekte im Internationalen Marketing
- Nationale Grenzen: Die Existenz von Nationen mit Grenzen erfordert die Berücksichtigung von Zöllen und Tarifen.
- Währung: Eine andere Währung zur Bezahlung des Preises des Produkts oder der Dienstleistung, deren Umrechnung eine kleine Gebühr verursachen kann.
- Technologie: Technologie beeinflusst die Produkte.
Die Marktzulassung auf nationaler und internationaler Ebene richtet ihre Strategien darauf aus, die Bedürfnisse der Verbraucher zu erfüllen. Im internationalen Marketing können jedoch die Typologie der Kunden, die kommerzielle Nutzung, das verfügbare Einkommen, Risiken, Wirtschaft, Finanzen, Sprache und Kultur sehr unterschiedlich sein.
Faktoren, die im Internationalen Marketing berücksichtigt werden:
- Internationale Statistiken und Variablen des Konsumentenverhaltens.
- Die Nachfrage auf dem internationalen Markt.
- Die Auswahl des am besten geeigneten Landes oder der Länder für den Export.
- Vergleich von Geschäftsstrategien.
Relationship Marketing und Kundenbindung
Relationship Marketing leitet kommerzielle Aktivitäten, die nicht nur auf einen einzelnen Austausch oder Verkauf abzielen, sondern auf die Verwirklichung einer Kontinuität und einer stabilen, für beide Seiten vorteilhaften Beziehung zum Kunden.
Kundenloyalität (Fidelity)
Loyalität ist die Verknüpfung des Kunden mit dem Unternehmen, die ihn dazu bringt, dessen Produkte regelmäßig zu kaufen.
Ziele des Relationship Marketings:
- Perception (Wahrnehmung): Durch Veröffentlichungen in der Psyche des Kunden präsent bleiben.
- Identifikation (ID): Kunden sollen sich mit der Firma oder ihrem Produkt wohl und sogar stolz fühlen.
- Relation (Beziehung): Die Kunden führen und begleiten.
- Partnerschaft (Partner): Kunden und Unternehmen verpflichten sich, die Leistungen gegenseitig zu verbessern.
Definition und Klassifizierung des Marktes
Der Markt
Der Markt besteht aus Menschen mit einem bestimmten Einkommensniveau, die Waren oder Dienstleistungen benötigen oder dazu gebracht werden können, diese zu erwerben.
Käuferklassen nach Marktsituation
Der Markt lässt sich in Verbrauchermärkte und Industrielle Märkte unterteilen.
1. Verbrauchermärkte
Dies sind Märkte, auf denen Transaktionen mit Endverbrauchern durchgeführt werden, die Waren und Dienstleistungen erwerben. Sie können unterteilt werden in:
- Verbrauchsgütermärkte: Waren, die bei Gebrauch zerstört werden.
- Gebrauchsgütermärkte: Waren, die noch für einige Zeit genutzt werden.
- Märkte für immaterielle Güter: Dienstleistungen.
2. Industrielle und Institutionelle Märkte
- Industrielle Märkte: Unternehmen kaufen Produkte, um sie in ihren Produktionsprozess zu integrieren.
- Institutionelle Käufer: Instanzen, die Produkte und Dienstleistungen erwerben, um sie der Öffentlichkeit anzubieten.
Klassifizierung nach Produktnatur, Geografie und Wettbewerb
Nach Produktnatur:
- Primärsektor: Meeresprodukte und Rohstoffe.
- Sekundärsektor: Industrie und verarbeitendes Gewerbe.
- Dienstleistungssektor: Dienstleistungen.
Nach Geografischem Bereich:
- Lokale, regionale, nationale und internationale Märkte sowie die Globalisierung.
Nach Wettbewerb:
- Monopol: Ein Anbieter kontrolliert ein Produkt und bestimmt, was die Konsumenten verlangen.
- Oligopol: Wenige Anbieter bedienen viele Nachfrager.
- Vollkommener Wettbewerb: Viele Anbieter bedienen viele Nachfrager.
- Monopolistische Konkurrenz.
Marktumfeld und Transaktionsformen
- Auktionen: Der Käufer oder ein Verkäufer verwaltet die Transaktion.
- Warenbörse (Alhóndiga): Private Lagerhäuser, in denen Waren den Käufern durch umgekehrte Auktionen und laute Gebote angeboten werden.
- Lokaler Handel/Ausschreibung: Lokale Orte, an denen Käufer und Verkäufer ihre Geschäfte tätigen.
- Einfache Transaktion: Mündlich abgegeben.
- Vertragliche Beziehungen: Schriftlich formalisiert.
- Franchising: Vertragliche Beziehung zwischen verschiedenen Unternehmen, bei der einem das Recht zur Nutzung einer Marke eingeräumt wird.
Das Makro-Umfeld des Marketings
Das Makro-Umfeld umfasst externe Faktoren, die das Kaufverhalten und die Marktstrategien beeinflussen:
Demografische Faktoren
- Niedrige Geburten- und Sterberaten.
- Zunahme von Eheschließungen und Scheidungen.
- Eltern bekommen Kinder später.
- Höhere Ausgaben pro Familie.
Wirtschaftliche Faktoren
Die Kaufkraft des Verbrauchers wird primär durch das Einkommen und das Beschäftigungsniveau bestimmt.
- Inflation: Die Erhöhung der Preise für Produkte und Dienstleistungen reduziert die Kaufmöglichkeiten.
- Steuerliche Belastung.
- Zinssatz: Niedrige Zinssätze fördern den Massenkonsum; hohe Zinssätze motivieren zum Sparen.
- Wechselkurs: Kann dazu führen, dass das Produkt im Ausland billiger oder teurer wird.
Kulturelle Faktoren
Die zunehmende Erwerbstätigkeit von Frauen, der Respekt vor religiösen, politischen und kulturellen Werten, höhere Bildungsabschlüsse, ein höherer Lebensstandard und die Nutzung sozialer Dienste sind wichtige Trends. Diese Umstände haben einen besser ausgebildeten, bewussten Verbraucher geschaffen, der seine Rechte einfordert.
Politisch-Rechtliche Faktoren
Liberalisierende Maßnahmen betreffen Bereiche wie Steuern, Wettbewerb, Öl, Gesundheit, Entwicklung und Telekommunikation.
Technologische Innovation
Die Technologie wird ständig verbessert.
Ökologische Faktoren
Verbraucher werden umweltfreundlicher und legen Wert auf die Einhaltung von Umweltstandards.
Marktsegmentierung: Strategien und Methoden
Segmentierung ist die Aufteilung des Marktes in homogene Gruppen.
Vorteile der Segmentierung für Unternehmen:
- Erkennung von Marktbereichen, die neue Möglichkeiten bieten.
- Gezielte Auswahl zwischen verschiedenen Gruppen.
- Identifizierung und Analyse der Konkurrenz.
- Bessere Anpassung der eigenen Produktion.
Kriterien für eine gültige Segmentierung:
- Die Segmente müssen identifizierbar sein.
- Sie müssen profitabel für das Unternehmen sein.
- Ihre Makro-Merkmale müssen es dem Unternehmen ermöglichen, sie zu bedienen (Machbarkeit).
Segmentierungsstrategien
Unternehmen können eine der folgenden drei Strategien verfolgen:
- Undifferenzierte Strategie: Der gesamte Markt wird mit einem einzigen Angebot angesprochen.
- Differenzierte Strategie: Produkte werden als Reaktion auf die Präferenzen verschiedener Segmente angeboten.
- Konzentrierte Strategie: Fokussierung auf die interessantesten Segmente.
Methoden der Segmentierung (Marketing-Mix)
Die Anwendung differenzierter Strategien wird verstärkt, wenn der Marketing-Mix gezielt eingesetzt wird:
- Segmentierung nach Produkt: Der Markt wird durch verschiedene Modelle, Größen und Verpackungen segmentiert.
- Segmentierung nach Preis: Die angebotenen Produkte sind ähnlich, die Differenzierung erfolgt nur über den Preis.
- Segmentierung nach Vertrieb: Das Produkt wird über Groß- oder Einzelhändler verkauft.
- Segmentierung nach Promotion: Die Kommunikationsmittel tragen die Botschaft gezielt an den interessierten Verbraucher, der zuhört.