Massenmedien und die Literatur der Renaissance in Spanien
Massenmedien: Definition und Entwicklung
Medien sind Systeme, durch die Informationen an ein breiteres Publikum übertragen werden. Sie werden auch als Massenmedien bezeichnet (Presse, Radio und Fernsehen).
Die Presse
Die Presse ist das älteste Medium. In Spanien stammen die ersten Zeitungen aus dem 18. Jahrhundert.
Die Sprache der Presse
- Das geschriebene Wort: Texte müssen klar und leicht verständlich sein.
- Standbilder: Informationen werden durch Bilder ergänzt.
- Design-Elemente: Wichtige Elemente wie Schriftart und Farbe.
Radio, Fernsehen und Internet
Radio: Nutzt verbale Sprache, Musik, Soundeffekte (Aufnahmen oder Effekte) und Stille.
Das Fernsehen: Die Anfänge reichen bis 1929 zurück. Es hat einen großen sozialen Einfluss. Es nutzt Aspekte des bewegten Bildes, Musik und Soundeffekte, wobei die gesprochene Sprache dominiert.
Internet: Ein riesiger Hypertext, in dem Multimedia-Sprache verwendet wird.
Die Presse: Bericht und Kommentar
Publikationsarten
Die Tageszeitung erscheint täglich. Zeitschriften hingegen werden regelmäßig, aber nicht täglich veröffentlicht.
Organisation und Gestaltung der Zeitung
Die Zeitung ist in Ansätzen und Abschnitten organisiert, die nach Themen und Inhalten gruppiert sind:
- Titelseite: Enthält die Hauptnachrichten.
- Relevante Inhalte: Befinden sich meist auf ungeraden Seiten und oben auf der Seite.
- Spaltenanzahl: Steht in direktem Verhältnis zur Wichtigkeit des Artikels.
- Bilder und Sonstiges: Ergänzende visuelle Elemente.
Journalistische Genres
- Informative Genres: Nachrichten und Berichte (objektive Darstellung aktueller Ereignisse).
- Gemischte Genres: Chroniken und Kritiken (Fakten kombiniert mit Meinungen).
- Meinungsgenres: Editorials und Artikel (Diskussion bestimmter Themen).
Struktur und Sprache
Struktur der Nachrichten: Die Inhalte folgen einer absteigenden Struktur, um Informationen nach abnehmender Wichtigkeit bereitzustellen.
Journalistische Sprache: Sie zeichnet sich durch Klarheit (Einfachheit), Prägnanz (Kürze) und Dynamik (Direktheit) aus.
Das 16. Jahrhundert in Spanien
Spanien wurde zu einem großen Weltreich. Die Herrschaft von Karl I. und Philipp II. war durch ständige Kriege gekennzeichnet. Während der Renaissance entstand eine Lebenseinstellung, die zum Genuss des Lebens einlädt. Die Kraft der Vernunft und der Wissensdrang machten dies zu einer Zeit großer geografischer und wissenschaftlicher Entdeckungen sowie der Reform der Spiritualität.
Merkmale der Renaissance-Literatur
Die Literatur war geprägt vom Einfluss der griechisch-lateinischen und italienischen Literatur. Der Stil beruht auf Einfachheit. Charakteristisch sind spanische Versformen wie der Endekasyllabus (Elf-Silbler). Klassische Themen sind Liebe, Natur und Mythen, wobei eine Idealisierung der Wirklichkeit neben kritischem Realismus steht.
Italienisch beeinflusste Lyrik
Themen: Natur, Liebe und klassische Mythologie. Bekannte Motive sind:
- Beatus ille (Glücklich der...)
- Locus amoenus (idyllischer Ort)
- Carpe diem (Nutze den Tag)
Metrik: Sonett, Oktave, Lira. Genres: Ode (Reflexion), Epistel (Briefgedicht), Ekloge (Gefühle von Pastoren).
Wichtige Vertreter
Beispiele sind Garcilaso de la Vega, Fray Luis de León und Johannes vom Kreuz.