Psychoanalytische Grundlagen: Trieb, Spiegelstadium und Identität

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Die Grundlagen des Triebs

Wenn der Trieb für sich sprechen könnte, würde er uns zum Überleben antreiben. Der Sexualtrieb, der auf der sozialen Form der Selbsterhaltung aufbaut, führt dazu, dass der Trieb einen anderen sucht. Die Sexualität in uns ist offen für die Welt; die Libido ist es, die uns Sympathie oder Apathie gegenüber anderen empfinden lässt. Die Mutter schafft eine Art Landkarte, auf der sich das Begehren des Neugeborenen bewegt, sobald es über die bloße Notwendigkeit hinausgeht und das Baby ein Wesen wahrnimmt, das die Nachfrage verändert. Die Notwendigkeit wäre bei uns gleichbedeutend mit Instinkt, doch ist dieser beim Menschen sehr basal und rudimentär.

Das Spiegelstadium: Bild und Körperkohärenz

Das Spiegelstadium öffnet sich für grundlegende Aspekte wie das Reich des Bildes, das Imaginäre, den Narzissmus und den Zusammenhalt des Körpers. Es folgt unmittelbar auf den Körpertrieb, der als eine Art Ansiedlung des Begehrens und der Freude in uns gegeben ist. Beim Durchlaufen des Spiegelstadiums beginnt das Kind, seinen Körper als Einheit und nicht mehr fragmentiert wahrzunehmen, was für die neurologische Reife von Bedeutung ist. Die erogenen Zonen sind konzentrierte Inseln der Freude. Das Spiegelstadium erreicht die Vereinigung dieser Empfindungen, die eine vereinte Körperoberfläche aufbauen. Wir treten in den Bereich des Bildes ein, der untrennbar mit der Wirkung des Bildes gekoppelt ist, und erleben die Verwirklichung von Selbst und Nicht-Selbst.

Das Imaginäre: Wiederholung des Begehrens

Das Imaginäre entspricht dem Wunsch, etwas wiederzufinden, das nicht mehr da ist, besonders zwischen 9 und 11 Jahren.

Lacan über imaginäre Identität

Lacan beschreibt die imaginäre Identität. Es stellt sich die Frage, ob das, was wir als unser „Ich“ wahrnehmen, selbst imaginär ist.

Freud und die Bildung des Selbst

Freud hingegen betont die wahre Identität. Die Rolle des Spiegels ist die grundlegende Bildung des Selbst.

Der Mythos des Spiegelstadiums

Das Kind im Alter von 6 bis 18 Monaten sieht im Spiegel die diffuse Masse der Mutter.

Imaginäre Registrierung: Selbst- und Objekterkennung

Das Kind muss das Bild verstehen: Es ist „ich“ und nicht „nicht ich“. Im Bild der Mutter beginnt die menschliche Aufzucht über die bloße Notwendigkeit hinaus; hier wirken der Trieb und das Saugen.

Narzissmus und Autoerotismus: Ursprünge der Libido

Narzissmus und das Spiegelbild

Der Narzissmus manifestiert sich über den Spiegel, wobei das Bild hier zentral wird – es ist mehr als nur eine Reflexion. Hier finden sich keine antisozialen Grundlagen des Triebs.

Das Subjekt und die mütterliche Spiegelung

Das Subjekt konstituiert sich über den Spiegel. Zunächst spiegelt sich die Aufzucht in den Augen der Mutter wider; die Mutter ist die erste reflektierende Fläche.

Autoerotismus: Ursprung der Libido

Autoerotismus ist sehr ursprünglich und im Bild des Triebs gespeichert, dem ursprünglichen Zustand der Libido.

Libido

Die Libido ist Begehren, Begierde, die quantitative Komponente des Sexualtriebs. Sie ist als Wunsch zu bezeichnen.

Das Es (Id)

Das Es ist der unbewusste Teil, der unsere primären Triebe und Wünsche beherbergt.

Das Ich (Ego)

Das Ich ist die psychische Projektion der Körperoberflächen im Spiegelbild.

Projektion

Projektion ist der Vorgang, bei dem das Subjekt etwas nach außen verlagert.

Symbolische Matrix

Die symbolische Matrix ist das Gerüst, das das Bild der erwarteten Einheit trägt.

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