Qualitative Forschung: Der Forschungsbericht als Instrument
Einführung in den Forschungsbericht
Der Bericht stellt den endgültigen und formellen Abschluss der qualitativen Forschung dar. In diesem Kapitel werden die Qualität der Untersuchung sowie die aktuellen Probleme dokumentiert und die qualitativen Ergebnisse aus wissenschaftlicher Sicht dargelegt. Der Bericht fungiert dabei als technisches Werkzeug, das eine objektive und gründliche Untersuchung des gesamten Forschungsprozesses vermittelt.
Der Forschungsbericht im Prozess
Der Bericht ist eine Phase der Forschung, die direkt mit der Fragestellung oder dem Problem verknüpft ist, welche den Anlass für die Studie bildeten. Es handelt sich um einen zirkulären Prozess, der zugleich Ende und Anfang markiert:
- Produkt zum Konsumieren: Ein Ergebnis der investierten Forschungsarbeit, das eine spezifische Frage oder ein Problem abschließend behandelt.
- Prozess zur Entwicklung: Der Bericht dient als Grundlage für weiterführende Berichterstattung, wodurch seine Bedeutung durch langfristige Forschungslinien und -ketten erhalten bleibt.
Die Lektüre des Berichts ist ambivalent und bietet zwei Ebenen der Nutzung:
- Der Bericht als Antwort auf eine Fragestellung.
- Der Bericht als Ausgangspunkt für neue Fragen.
Forschungsberichte als kreatives Werkzeug
Ein Forschungsbericht zielt darauf ab, spezifische Fragen zu beantworten. Die Formalisierung dieser Antworten eröffnet jedoch oft neue Fragestellungen. Während quantitative Berichte oft stärker strukturiert sind, bieten qualitative Berichte mit offenem Design Raum für zusätzliche, nuancierte Informationen. Diese können neue Quellen erschließen und zukünftige Forschung planen.
Der Bericht ist somit nicht nur eine Zusammenstellung von Ergebnissen, sondern ein Instrument, das die Fähigkeit des Forschers zu kreativen Analysen erfordert. Er ermöglicht es, die angewandte Methodik zu reflektieren und Forschungsergebnisse aus neuen methodischen Perspektiven zu betrachten. Auf diese Weise dient der Bericht dazu, die Art und Weise zu verstehen, wie Probleme zu einem bestimmten Zeitpunkt formuliert und im Laufe der Zeit weiterentwickelt wurden.